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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Immer mehr Menschen arbeiten

Arbeitslosenquote sinkt im April um 0,2 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent . Zum Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 539 Arbeitslose weniger . LDK: 115 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 478 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 259 Arbeitslose weniger als im März, 61 weniger als im Vorjahr . Beschäftigungsaufbau geht weiter: 4.000 Arbeitsplätze mehr als im Jahr zuvor

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im April 2019 insgesamt 10.389 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,5 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im März lag die Zahl der Arbeitslosen bei 10.763, die Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent. Vor einem Jahr waren 10.928 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung -  die Quote lag seinerzeit bei 4,8 Prozent. Von den insgesamt 10.389 arbeitslosen Personen waren 3.445 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.313 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.631 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"Der Frühjahrsaufschwung am Arbeitsmarkt hat sich im April weiter fortgesetzt", berichtete die Leiterin der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktbilanz für den abgelaufenen Monat. Im Vormonatsvergleich war der Rückgang im Landkreis Limburg-Weilburg deutlich stärker als im Lahn-Dill-Kreis - dies liege vor allem daran, dass die Wirtschaftsstruktur rund um Limburg, Bad Camberg und Weilburg in erheblichem Maße vom Handwerk geprägt sei und im April die Bautätigkeit witterungsbedingt erheblich zunehme, so Berbuir. Im Vorjahresvergleich hingegen sei der Rückgang im stärker industriell geprägten Lahn-Dill-Kreis deutlich höher gewesen, als im Nachbarkreis. Nehme man beide Landkreise zusammen, sei die Ausländerarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat erstmals seit 2015 zurückgegangen. Insgesamt zeigte sich die Arbeitsmarktexpertin mit der Arbeitsmarktentwicklung im April zufrieden. Maßgeblich für die günstige Entwicklung sei eine stabile Konjunktur mit einem nach wie vor hohen Arbeitskräftebedarf, der weiterhin zu einer Steigerung der Beschäftigung geführt habe. "Aktuell liegen uns die Beschäftigungsdaten vom 30. September 2018 vor. Im Gesamtbezirk hat die Beschäftigung innerhalb eines Jahres um fast drei Prozent zugenommen und lag in beiden Landkreisen über dem Hessenschnitt. "Das sind 4.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr, 1.360 dieser zusätzlichen Arbeitsplätze verzeichnete allein die Metall-, Stahl- und Elektroindustrie. Interessanterweise war diese Branche in beiden Landkreisen diejenige, mit den höchsten Beschäftigungsgewinnen ", berichtete die Agenturchefin abschließend.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im April im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,1 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im April 2018 betrug die Quote 4,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.761 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 259 weniger als im März (-6,4 Prozent) und 61 weniger als vor einem Jahr (-1,6 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,2 Prozent. 3.865 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 38,5 Prozent (1.448 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 203 Personen (-12,3 Prozent) gesunken und im Vergleich zum Vorjahr um 99 Arbeitslose (+7,3 Prozent) gestiegen. 61,5 Prozent (2.313 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im April beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 56 Arbeitslose (-2,4 Prozent). Gegenüber April 2018 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 6,5 Prozent (160 Personen) vermindert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.467 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.398 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 220 Betroffene (-9,3 Prozent) auf 2.141 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 39 Personen auf 1.620 Betroffene (-2,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 25 Arbeitslose (-1,2 Prozent), bei den Frauen um 36 Arbeitslose (-2,2 Prozent) ab. 2018 waren jahresdurchschnittlich 2.186 Männer und 1.680 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im April um 8,1 Prozent oder 32 Arbeitslose zurückgegangen. Aktuell sind 363 Arbeitslose jünger als 25 Jahre - 47 mehr, als vor einem Jahr (+14,9 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 363 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 61 Betroffene (-4,9 Prozent) auf 1.173 Arbeitslose vermindert. Sie liegt damit um 2 Personen oder 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.197 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im April im Kreis Limburg-Weilburg bei 304 Personen und damit um 3 Personen oder 1,0 Prozent unter dem März-Wert. Gegenüber April 2018 war ein Rückgang um 7 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-2,3 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 310 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.173 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 164 arbeitslose Ausländer weniger als im März (-16,0 Prozent) und 17 mehr (+1,5 Prozent) als vor Jahresfrist. Im Durchschnitt des Jahres 2018/ waren 1.161 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im April 2019 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 382 Vermittlungsaufträge. Dies waren 66 Stellen weniger als im April letzten Jahres (-14,7 Prozent). 2018 wurden insgesamt 5.483 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:

Aktuell liegen die Daten des dritten Quartals 2018 vor. Zum 30. September 2018 gab es im Kreis Limburg-Weilburg 55.129 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 1.663 Beschäftigte mehr als im dritten Quartal 2017. Der Veränderungswert lag bei 3,1 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,4 Prozent zu. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann die Metall-, Stahl- und Elektroindustrie verzeichnen. 337 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 6,3 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem das Baugewerbe (282 / 5,1 Prozent) und die sonstigen Dienstleistungen incl. der Privathaushalte (276 / 11,8 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: Erziehung und Unterricht (-172 / -8,6 Prozent), die Arbeitnehmerüberlassung (-116 / -8,1 Prozent) sowie der Handel (-72 / -0,7 Prozent).

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2018 bis April 2019 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.377 Ausbildungssuchende. Dies waren 3 oder 0,2 Prozent mehr, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 625 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 709). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.030 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 24 Stellen bzw. 2,3 Prozent weniger, als vor einem Jahr. 518 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende April 2018 waren noch 624 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,75 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,77 Stellen.

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im April bei 4,8 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert vom März. Im April 2018 betrug die Quote 5,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 6.628 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 115 weniger als im März (-1,7 Prozent) und 478 weniger als vor einem Jahr (-6,7 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,1 Prozent. 6.975 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 30,1 Prozent (1.997 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 39 Personen (-1,9 Prozent) gesunken und im Vergleich zum Vorjahr um 92 Arbeitslose (+4,8 Prozent) gestiegen. 69,9 Prozent (4.631 Personen) aller Arbeitslosen waren im April beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang von 76 Arbeitslosen (-1,6 Prozent). Gegenüber April 2018 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 570 Personen reduziert (-11,0 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.908 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.068 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 87 auf 3.652 Arbeitslose (-2,3 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 28 auf 2.976 Betroffene (-0,9 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 213 Arbeitslose (-5,5 Prozent) ab, bei den Frauen sank sie um 265 Arbeitslose (-8,2 Prozent). 2018 waren jahresdurchschnittlich 3.774 Männer und 3.201 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 49 Personen oder 7,8 Prozent gesunken. Im Vergleich zum April 2018 hat sie sich um 65 Personen (-10,1 Prozent) reduziert. Aktuell sind 578 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 678 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.249 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 6 Personen (-0,3 Prozent) ab. Gegenüber April letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 195 ältere Arbeitslosen (-8,0 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.343 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im April im Lahn-Dill-Kreis bei 697 Personen und damit um 6 Betroffene oder 0,9 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum April 2018 war ein Rückgang von 45 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-6,1 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 714 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.184 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 76 arbeitslose Ausländer weniger als im März (-3,4 Prozent) sowie 119 weniger (-5,2 Prozent) als im April letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 2.293 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat unter dem Vorjahresniveau. 581 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 65 Stellen oder 10,1 Prozent gegenüber April 2018. 2018 wurden insgesamt 6.603 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:

Aktuell liegen die Daten des dritten Quartals 2018 vor. Zum 30. September 2018 gab es im Lahn-Dill-Kreis 96.350 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 2.409 Beschäftigte mehr als im dritten Quartal 2017. Der Veränderungswert lag bei 2,6 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,4 Prozent zu. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann die Metall-, Stahl- und Elektroindustrie verzeichnen. 1.023 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 3,8 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem der Handel (294 / 2,3 Prozent) und die Heime und das Sozialwesen (289 / 4,2 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: Sonstige Dienstleistungen incl. privater Haushalte (-170 / -6,2 Prozent), Erziehung und Unterricht (-136 / -6,4 Prozent) sowie die Herstellung von überwiegend häuslich konsumierten Gütern (-57 / -3,0 Prozent).

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2018 bis April 2019 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.434 Ausbildungssuchende. Dies waren 66 oder 4,4 Prozent weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 601 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 662). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.542 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 15 Stellen bzw. 1,0 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 785 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende April 2018 waren noch 795 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,08 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 1,02 Stellen. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar