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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Herbstbelebung setzt bereits im Sommer ein

rbeitslosenquote sinkt im August um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 860 Arbeitslose weniger . LDK: 170 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 538 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 144 Arbeitslose weniger  als im Juli, 322 weniger als im Vorjahr

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im August 2018 insgesamt 10.752 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,7 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Juli lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.066, die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.612 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung -  die Quote lag seinerzeit bei 5,1 Prozent. Von den insgesamt 10.752 arbeitslosen Personen waren 3.228 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.376 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.148 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"Die üblicherweise im September einsetzende Herbstbelebung am Arbeitsmarkt hat in diesem Jahr bereits im August für einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit rund um Limburg, Wetzlar und Dillenburg gesorgt", berichtet Michael Beck, Geschäftsführer des operativen Bereichs der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar bei der Veröffentlichung der Arbeitsmarktbilanz für den abgelaufenen Monat. Maßgeblich für diese positive Entwicklung sei vor allem das frühe Ende der Sommerferien gewesen. Die Unternehmen hätten sich zeitiger als in den Vorjahren wieder mit Personaleinstellungen beschäftigt. Zudem hätten viele junge Menschen vor dem statistischen Stichtag bereits eine Schulausbildung aufgenommen. "Ein weiterer wesentlicher Faktor für die gute Arbeitsmarktentwicklung war auch der heiße Sommer", so Beck weiter. Dieser habe sich beschäftigungswirksam vor allem auf das Hotel- und Gaststättengewerbe, den Tourismus, den Bausektor, die Getränkeindustrie, den Handel, etliche technische Dienstleistungen sowie auf viele Außenberufe ausgewirkt. Zudem hätten deutlich mehr junge Menschen zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres eine betriebliche Ausbildung aufgenommen, als in den Jahren zuvor. Getragen werde die Gesamtentwicklung von einer nach wie vor stabilen Konjunktur, die es den Unternehmen erleichtere, sich für zusätzliches Personal zu entscheiden.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im August im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,0 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im August 2017 betrug die Quote 4,4 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.717 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 144 weniger als im Juli (-3,7 Prozent) und 322 weniger als vor einem Jahr (-8,0 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2017 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,5 Prozent. 4.097 Personen waren 2017 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 36,1 Prozent (1.341 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 110 Personen (-7,6 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 148 Arbeitslose (-9,9 Prozent) gesunken. 63,9 Prozent (2.376 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im August beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 34 Arbeitslose (-1,4 Prozent). Gegenüber August 2017 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 6,8 Prozent (174 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2017 waren bei der Arbeitsagentur 1.508 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.589 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer ist im letzten Monat um 104 Betroffene (-4,9 Prozent) auf 2.001 Arbeitslose zurückgegangen. Bei den Frauen reduzierte sich die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 40 Personen auf 1.716 Betroffene (-2,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 143 Arbeitslose (-6,7 Prozent) und bei den Frauen um 179 Arbeitslose (-9,4 Prozent) ab. 2017 waren jahresdurchschnittlich 2.264 Männer und 1.833 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im August um 14,6 Prozent oder 66 Arbeitslose gesunken. Aktuell sind 385 Arbeitslose jünger als 25 Jahre - 89 weniger als vor einem Jahr (-18,8 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 412 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 27 Betroffene (-2,3 Prozent) auf 1.172 Arbeitslose vermindert. Sie liegt damit um 46 Personen oder 3,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.248 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im August im Kreis Limburg-Weilburg bei 290 Personen und damit um 7 Personen oder 2,4 Prozent unter dem Juli-Wert. Gegenüber August 2017 war ein Rückgang um 50 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-14,7 Prozent). Im Jahr 2017 waren jahresdurchschnittlich 342 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.044 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 35 arbeitslose Ausländer weniger als im Juli (-3,2 Prozent) und 34 weniger als vor Jahresfrist (-3,2 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 1.133 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im August 2018 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 419 Vermittlungsaufträge. Dies waren 53 Stellen mehr als im August letzten Jahres (+14,5 Prozent). 2017 wurden insgesamt 5.206 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2017 bis August 2018 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.673 Ausbildungssuchende. Dies waren 49 oder 3,0 Prozent mehr, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 151 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 144). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.192 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 119 Stellen bzw. 11,1 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 264 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende August 2017 waren noch 260 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,74 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,67 Stellen.

 

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im August bei 5,1 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Im August 2017 lag die Quote bei 5,5 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.035 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 170 weniger als im Juli (-2,4 Prozent) und 538 weniger als vor einem Jahr (-7,1 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2017 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,4 Prozent. 7.379 Personen waren 2017 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 26,8 Prozent (1.887 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 121 Personen (-6,0 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 225 Arbeitslose (-10,7 Prozent) gesunken. 73,2 Prozent (5.148 Personen) aller Arbeitslosen waren im August beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang von 49 Arbeitslosen (-0,9 Prozent). Gegenüber August 2017 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 313 Personen reduziert (-5,7 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2017 waren bei der Arbeitsagentur 2.009 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.370 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 129 auf 3.676 Arbeitslose (-3,4 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 41 Personen auf 3.359 Betroffene (-1,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 343 Arbeitslose (-8,5 Prozent) ab, bei den Frauen sank sie um 195 Arbeitslose (-5,5 Prozent). 2017 waren jahresdurchschnittlich 4.001 Männer und 3.378 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 25 Personen oder 3,2 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum August 2017 hat sie sich um 155 Personen (-17,1 Prozent) vermindert. Aktuell sind 752 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 759 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.294 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 63 Personen (-2,7 Prozent) ab. Gegenüber August letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 186 ältere Arbeitslosen (-7,5 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.494 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im August im Lahn-Dill-Kreis bei 721 Personen und damit um 12 Betroffene oder 1,6 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum August 2017 war ein Rückgang von 49 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-6,4 Prozent). Im Jahr 2017 waren jahresdurchschnittlich 793 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.338 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 36 arbeitslose Ausländer weniger als im Juli (-1,5 Prozent), jedoch 88 mehr (+3,9 Prozent) als im August 2017. Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 2.181 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat unter dem Vorjahresniveau. 504 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 123 Stellen oder 19,6 Prozent gegenüber August 2017. 2017 wurden insgesamt 7.274 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:        

Von Oktober 2017 bis August 2018 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.901 Ausbildungssuchende. Dies waren 6 Jugendliche oder 0,3 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 188 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 203). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.733 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 200 Stellen bzw. 13,0 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 374 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende August 2017 waren noch 332 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,93 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,82 Stellen. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar