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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Erstmals seit 15 Monaten weniger Langzeitarbeitslose

• Arbeitslosenquote sinkt im Juni im Gesamtbezirk um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent • LDK: 129 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 1.174 weniger als vor einem Jahr • LM-WEL: 163 Arbeitslose weniger als im Mai, 569 weniger als im Vorjahr • Arbeitslosigkeit im Lahn-Dill-Kreis auf dem Niveau vom Juni 2018 • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt erstmals wieder seit März 2020 • LDK: 17 Betriebe zeigten im Juni für 65 Arbeitnehmer Kurzarbeit an • LM-WEL: 8 Betriebe zeigten im Juni für ebenfalls 65 Arbeitnehmer Kurzarbeit an • Im LDK arbeiteten im Januar 2021 insgesamt 7.780 Arbeitnehmer in 1.074 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 8,2 Prozent) • In LM-WEL arbeiteten zur gleichen Zeit 3.780 Arbeitnehmer in 738 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 6,7 Prozent)

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juni 2021 insgesamt 11.247 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,8 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Mai lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.539, die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent. Vor einem Jahr waren 12.990 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote betrug seinerzeit 5,6 Prozent. Von den insgesamt 11.247 arbeitslosen Personen waren 4.181 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.470 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.596 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Der Bestand an Arbeitslosen liegt aktuell im Gesamtbezirk signifikant unter dem Vorjahreswert, aber bei allen Zielgruppen nach wie vor deutlich über dem Wert vom Juni 2019“, berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Im Lahn-Dill-Kreis habe die Arbeitslosigkeit bereits das Niveau vom Juni 2018 erreicht. Die Rückgänge zum Vormonat seien in beiden Landkreisen jeweils stärker ausgefallen als im Schnitt der letzten fünf Jahre. Erfreulich sei vor allem, dass die Zahl der Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, erstmals seit März 2020 gesunken sei. „Von einer Trendwende kann dabei zwar noch keine Rede sein, allerdings hatte sich der monatliche Anstieg bei diesem Personenkreis in den letzten beiden Monaten bereits abgeschwächt“, sagte Berbuir. Einher gehe die die positive Entwicklung mit einer weiterhin leicht belebten Arbeitskräftenachfrage, die ebenfalls stärker als im letzten Juni ausfalle, das Vorkrisenniveau allerdings noch nicht erreiche.

Die Kurzarbeit war im Januar in beiden Landkreisen erwartungsgemäß leicht gestiegen. Für den Februar erwartet die Agenturchefin einen vergleichbaren Stand. Ab März rechnet die Arbeitsagentur dann mit monatlich sinkenden Kurzarbeiterzahlen.

Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt spricht die Agenturleiterin von noch außergewöhnlich vielen Chancen, die es beherzt zu ergreifen gelte. So seien bis zum Statistikstichtag im gesamten Agenturbezirk Limburg-Wetzlar noch 1.165 freie Lehrstellen und 1.300 Ausbildungssuchende, von denen sich allerdings 343 schon einen Plan ‚B‘ zurechtgelegt hätten, gemeldet gewesen. Um Angebot und Nachfrage kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres noch besser ausgleichen zu können, habe die Arbeitsagentur derzeit etliche zusätzliche Angebote, wie verstärkte Beratungen, Online-Bewerbertrainings und virtuelle Elternabende eingerichtet, so die Agenturchefin abschließend.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Juni im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,4 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte niedriger, als im Vormonat. Im Juni 2020 betrug die Quote 5,0 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.157 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 163 weniger als im Mai (-3,8 Prozent) und 569 weniger als vor einem Jahr (-12,0 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent, 4.459 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,0 Prozent und 3.735 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 40,6 Prozent (1.687 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 102 Personen (-5,7 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 440 Arbeitslose (-20,7 Prozent) zurückgegangen. 59,4 Prozent (2.470 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juni beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 61 Arbeitslose (-2,4 Prozent). Gegenüber Juni 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 5,0 Prozent (129 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 2.082 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.376 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 117 Betroffene (-4,9 Prozent) auf 2.292 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 46 Personen auf 1.865 Erwerbslose (-2,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 379 Arbeitslose (-14,2 Prozent), bei den Frauen um 190 Arbeitslose (-9,2 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 2.552 Männer und 1.907 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juni um 1,3 Prozent oder 5 Arbeitslose zurückgegangen. Aktuell sind 393 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 95 weniger, als vor einem Jahr (-19,5 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 463 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 48 Betroffene (-3,4 Prozent) auf 1.375 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 26 Personen oder 1,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.356 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Juni bei 341 Personen und somit um 11 Personen oder 3,1 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber Juni 2020 war ein Anstieg um 17 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+5,2 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 323 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 1.366 Langzeitarbeitslose aus, 33 weniger als im Vormonat (-2,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 278 Personen oder 25,6 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 1.087 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.324 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 78 arbeitslose Ausländer weniger als im Mai (-5,6 Prozent) sowie 193 (-12,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 1.450 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Juni 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 344 Vermittlungsaufträge. Dies waren 87 Stellen mehr als im Juni letzten Jahres (+33,9 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.369 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.849 oder 35,4 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Im Juni 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 8 Betrieben aus dem Landkreis Limburg-Weilburg für 65 Arbeitnehmer ein. Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 2.619, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 26.104. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Aktuell gibt es für den Januar 2021 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 3.780 Arbeitnehmer in 738 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 6,7 Prozent). Das waren 631 Kurzarbeiter mehr, als im Monat zuvor (+20,0 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe stieg binnen Monatsfrist um 92 an (+14,2 Prozent) an. Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Februar 2021 vor, nach der seinerzeit 11.173 Arbeitnehmer in 1.834 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 7,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 16,6 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Februar 26 Betriebe mehr kurzgearbeitet, als noch im Januar. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum hingegen um 387 Arbeitnehmer oder 3,3 Prozent.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2020 bis Juni 2021 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.340 Ausbildungssuchende. Dies waren 73 oder 5,2 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 462 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 434). Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.039 Vermittlungsaufträge. Dies sind 68 Ausbildungsstellen bzw. 7,0 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 463 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2020 waren noch 407 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,78 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,69 Stellen.


Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juni bei 5,1 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Juni 2020 betrug die Quote 5,9 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.090 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 129 weniger als im Mai (-1,8 Prozent) und 1.174 weniger als vor einem Jahr (-14,2 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent, 7.734 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,8 Prozent und 6.640 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 35,2 Prozent (2.494 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 43 Personen (-1,7 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 780 Arbeitslose (-23,8 Prozent) zurückgegangen. 64,8 Prozent (4.596 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juni beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 86 Arbeitslose (-1,7 Prozent). Gegenüber Juni 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 394 Personen reduziert (-7,9 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 3.075 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.659 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 93 auf 3.984 Arbeitslose (-2,3 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen verminderte sich im gleichen Zeitraum um 36 auf 3.142 Betroffene (-1,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 733 Arbeitslose (-15,5 Prozent), bei den Frauen um 441 Arbeitslose (-12,4 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 4.437 Männer und 3.666 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 15 Personen oder 2,5 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Juni 2020 hat sie sich um 259 Personen (-30,6 Prozent) reduziert. Aktuell sind 588 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 782 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.473 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 6 Personen (-0,2 Prozent) ab. Gegenüber Juni letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 125 ältere Arbeitslosen (-4,8 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.489 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juni im Lahn-Dill-Kreis bei 740 Personen und damit um 5 Betroffene oder 0,7 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Juni 2020 war ein Rückgang um 3 arbeitslose Schwerbehinderten zu verzeichnen (-0,4 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 708 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 3.143 Langzeitarbeitslose aus, 30 weniger als im Vormonat (-0,9 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 614 Personen oder 24,3 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 2.554 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.320 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 98 arbeitslose Ausländer weniger als im Mai (-4,1 Prozent) sowie 391 weniger als im Juni letzten Jahres (-14,4 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 2.517 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Juni 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 389 Vermittlungsaufträge. Dies waren 87 Stellen mehr als im Juni letzten Jahres (+28,8 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Im Juni 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 17 Betrieben aus dem Lahn-Dill-Kreis für 65 Arbeitnehmer ein Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 3.567, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 48.086. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Erstmals gibt es für den Januar 2021 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 7.780 Arbeitnehmer in 1.074 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 8,2 Prozent). Das waren 573 Kurzarbeiter mehr, als im Monat zuvor (+8,0 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe stieg binnen Monatsfrist um 134 an (+14,3 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Februar 2021 vor, nach der seinerzeit 11.173 Arbeitnehmer in 1.834 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 7,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 16,6 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Februar 26 Betriebe mehr kurzgearbeitet, als noch im Januar. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum hingegen um 387 Arbeitnehmer oder 3,3 Prozent.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2020 bis Juni 2021 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.213 Ausbildungssuchende. Dies waren 120 oder 9,0 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 495 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 440).
Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.547 Vermittlungsaufträge. Dies sind 29 Ausbildungsstellen bzw. 1,9 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 702 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2020 waren noch 608 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,28 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 1,14 Stellen.

© Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar