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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Beschäftigung rauf, Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit runter

Arbeitslosenquote sinkt im Oktober um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent . LDK: 264 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 1.591 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 56 Arbeitslose weniger als im September, 499 weniger als im Vorjahr . Bis Oktober 1.504 Vermittlungsaufträge mehr (+25,6 Prozent) als im Vorjahreszeitraum . Im LDK arbeiteten im Mai 2021 insgesamt 4.695 Arbeitnehmer in 793 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 4,9 Prozent) . In LM-WEL arbeiteten zur gleichen Zeit 2.824 Arbeitnehmer in 594 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,0 Prozent) . Beschäftigungslage entwickelt sich im ersten Quartal 2021 positiv

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Oktober 2021 insgesamt 10.171 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,4 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im September lag die Zahl der Arbeitslosen bei 10.491, die Arbeitslosenquote betrug 4,5 Prozent. Vor einem Jahr waren 12.261 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote lag seinerzeit bei 5,3 Prozent. Von den insgesamt 10.171 arbeitslosen Personen waren 3.439 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.404 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.328 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"Im abgelaufenen Monat waren im Lahn-Dill-Kreis weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Oktober 2019, also vor der Corona-Krise. Im Kreis Limburg-Weilburg liegen wir, was die Arbeitslosenzahlen angeht, noch leicht über dem Oktoberwert aus 2019. Die Anzahl der Stellenmeldungen ist in beiden Landkreisen nach wie vor ausgesprochen hoch. Insgesamt blicken wir zufrieden auf den Arbeitsmarktverlauf im Oktober zurück. Natürlich flankiert die Kurzarbeit derzeit noch die gute Entwicklung und stabilisiert so weiterhin den Arbeitsmarkt. Erfreulich zudem ist, dass die Kurzarbeit ebenfalls stetig sinkt", berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat.

Aktuell liegen auch die Beschäftigtenzahlen für das erste Quartal 2021 vor. Während hessenweit die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Vergleich zum 31. März des Vorjahres um 0,5 abnahm, verzeichnete der Landkreis Limburg-Weilburg eine Zunahme von 0,7 Prozent (391 Arbeitsplätze). Im Lahn-Dill-Kreis lag die Beschäftigtenzahl im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar noch um 0,2 Prozent oder 169 Beschäftigten hinter dem Wert des Vorjahresquartals zurück. Aber auch hier sieht die Agenturchefin eine durchaus positive Tendenz: "Im Vorquartal lag der Arbeitsplatzverlust noch bei 1.248 Beschäftigten oder 1,3 Prozent. Das heißt, dass im Frühjahr rund um Wetzlar und Dillenburg über eintausend zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und besetzt wurden." Großer Gewinner in beiden Landkreisen sei die Arbeitnehmerüberlassung gewesen, die jeweils um 14 Prozent gewachsen sei. Dies weise darauf hin, dass viele Auftragsbücher in der Industrie gut gefüllt seien, die die Stabilität der Auftragslage aber noch nicht hinreichend bewertet werde, um Festeinstellungen vorzunehmen. "Als Frühindikator am Arbeitsmarkt nehmen wir diesen Zuwachs in der Zeitarbeit durchaus wohlwollend zur Kenntnis", sagte die Agenturchefin. Schwierig sei die Beschäftigungslage im Frühjahr vor allem in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie sowie im Gastgewerbe gewesen. Im genannten Industriezweig seien für den Personalabbau neben den Auswirkungen der Pandemie auf Lieferketten und Nachfrage, vor allem strukturelle Problemlagen maßgeblich. Hier stehe die Region vor einer erheblichen Herausforderung. "Die Transformation in neue, zukunftsweisende Technologien wird uns alle fordern", so Berbuir. Im Gastgewerbe hätten vor allem die Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen dazu geführt, dass Gaststätten und Hotels schließen mussten. Viele hätten die schwierige Zeit zwar überbrücken können, dabei aber gut ausgebildete und langjährig Beschäftigte verloren. Etliche Gastronomiebeschäftigte seien in anderen Branchen untergekommen.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,0 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Oktober 2020 betrug die Quote 4,6 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.784 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 56 weniger als im September (-1,5 Prozent) und 499 weniger als vor einem Jahr (-11,7 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent, 4.459 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,0 Prozent und 3.735 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 36,5 Prozent (1.380 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 35 Personen (-2,5 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 621 Arbeitslose (-31,0 Prozent) zurückgegangen. 635 Prozent (2.404 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Oktober beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 21 Arbeitslose (-0,9 Prozent). Gegenüber Oktober 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 5,3 Prozent (122 Personen) erhöht. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 2.082 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.376 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 17 Betroffene (-0,8 Prozent) auf 2.077 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 39 Personen auf 1.707 Erwerbslose (-2,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 273 Arbeitslose (-11,6 Prozent), bei den Frauen um 226 Arbeitslose (-11,7 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 2.552 Männer und 1.907 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Oktober um 2,7 Prozent oder 10 Arbeitslose gesunken. Aktuell sind 363 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 59 weniger, als vor einem Jahr (-14,0 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 463 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 8 Betroffene auf 1.300 Arbeitslose reduziert (-0,6 Prozent). Sie liegt damit um 73 Personen oder 5,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.356 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Oktober bei 327 Personen und somit um 11 Personen oder 3,3 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber Oktober 2020 war ein Rückgang um 7 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-2,1 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 323 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 1.269 Langzeitarbeitslose aus, 22 weniger als im Vormonat (-1,7 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 93 Personen oder 7,9 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 1.087 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.202 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 14 arbeitslose Ausländer weniger als im September (-1,2 Prozent) sowie 139 (-10,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 1.450 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Oktober 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 356 Vermittlungsaufträge. Dies waren 114 Stellen mehr als im Oktober letzten Jahres (+47,1 Prozent). Seit Beginn des Jahres wurden 674 Arbeitsstellen mehr gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (+24,4 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.369 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.849 oder 35,4 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Aktuell gibt es für den Mai 2021 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 2.824 Arbeitnehmer in 594 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,0 Prozent). Das waren 266 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-8,6 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe sank binnen Monatsfrist um 9 (-1,5 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Juni 2021 vor, nach der seinerzeit 5.700 Arbeitnehmer in 967 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 3,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 8,8 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juni 419 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Mai. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 1.819 Arbeitnehmer oder 24,2 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:
Aktuell liegen die Daten des ersten Quartals 2021 vor. Zum 31. März 2021 gab es im Landkreis Limburg-Weilburg 56.093 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 391 oder 0,7 Prozent mehr als im ersten Quartal 2020. Hessenweit war zum gleichen Zeitpunkt ein Rückgang der Beschäftigung um 0,3 Prozent zu verzeichnen.Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann der Handel verzeichnen. 235 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 2,4 Prozent der Beschäftigten. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem ,sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen' (179/ +5,9 Prozent) sowie die Arbeitnehmerüberlassung (142 / +14,0 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen vor allem folgende Wirtschaftszweige aus: die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (-232/ -4,2 Prozent), ,Verkehr und Lagerei' (-175 / -7,3 Prozent) sowie das Gastgewerbe (-129/ -9,1 Prozent).


Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Oktober bei 4,6 Prozent und somit um 0,2 Prozent niedriger als im Vormonat. Im Oktober 2020 betrug die Quote 5,7 Prozent. In absoluten Zahlen: 6.387 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 264 weniger als im September (-4,0 Prozent) und 1.891 weniger als vor einem Jahr (-19,9 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent, 7.734 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,8 Prozent und 6.640 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 32,2 Prozent (2.059 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 95 Personen (-4,4 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 1.163 Arbeitslose (-36,1 Prozent) zurückgegangen. 67,8 Prozent (4.328 Personen) aller Arbeitslosen waren im Oktober beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 169 Arbeitslose (-3,8 Prozent). Gegenüber Oktober 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 428 Personen reduziert (-9,0 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 3.075 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.659 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 138 auf 3.583 Arbeitslose (-3,7 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 126 auf 2.804 Betroffene (-4,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 982 Arbeitslose (-21,5 Prozent), bei den Frauen um 609 Arbeitslose (-17,8 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 4.437 Männer und 3.666 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 64 Personen oder 11,3 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Oktober 2020 hat sie sich um 268 Personen (-34,9 Prozent) reduziert. Aktuell sind 501 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 782 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.303 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 11 Personen (-0,5 Prozent) ab. Gegenüber Oktober letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 276 ältere Arbeitslosen (-10,7 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.489 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Oktober im Lahn-Dill-Kreis bei 713 Personen und damit um 15 Betroffene oder 2,1 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Oktober 2020 war ein Rückgang um 37 arbeitslose Schwerbehinderten zu verzeichnen (-4,9 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 708 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 2.917 Langzeitarbeitslose aus, 86 weniger als im Vormonat (-2,9 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 167 Personen oder 6,1 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 2.554 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.106 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 72 arbeitslose Ausländer weniger als im September (-3,3 Prozent) sowie 498 weniger als im Oktober letzten Jahres (-19,1 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 2.517 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Oktober 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 413 Vermittlungsaufträge. Dies waren 79 Stellen mehr als im Oktober letzten Jahres (+23,7 Prozent). Seit Beginn des Jahres wurden 830 Arbeitsstellen mehr gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (+26,7 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Erstmals gibt es für den Mai 2021 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 4.695 Arbeitnehmer in 793 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 4,9 Prozent). Das waren 1.056 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-18,4 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe sank binnen Monatsfrist um 70 (-8,1 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Juni 2021 vor, nach der seinerzeit 5.700 Arbeitnehmer in 967 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 3,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 8,8 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juni 419 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Mai. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 1.819 Arbeitnehmer oder 24,2 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:
Aktuell liegen die Daten des ersten Quartals 2021 vor. Zum 31. März 2021 gab es im Lahn-Dill-Kreis 95.524 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 169 oder 0,2 Prozent weniger als im ersten Quartal 2020. Hessenweit war zum gleichen Zeitpunkt ein Rückgang der Beschäftigung um 0,3 Prozent zu verzeichnen. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann ,Verkehr und Lagerei' verzeichnen. 313 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 8,1 Prozent der Beschäftigten. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem ,Heime und Sozialwesen' (272/ +3,8 Prozent), das Gesundheitswesen (264/ +3,7 Prozent) sowie die Arbeitnehmerüberlassung (236 / +13,3 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen vor allem folgende Wirtschaftszweige aus: die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (-1.273/ -4,7 Prozent), das Gastgewerbe (-222 / -12,5 Prozent), sowie die Herstellung von Vorleistungsgütern (-215/ -5,2 Prozent). © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar