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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Arbeitsmarkt zeigt sich im Juli von ungewöhnlicher Seite

. Arbeitslosenquote sinkt im Juli im Gesamtbezirk um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent . LDK: 146 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 1.585 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 35 Arbeitslose weniger als im Juni, 713 weniger als im Vorjahr . Langzeitarbeitslosigkeit sinkt zum zweiten Mal in Folge . Unternehmen melden mehr Arbeitsstellen zur Besetzung . Im LDK arbeiteten im Februar 2021 insgesamt 7.865 Arbeitnehmer in 1.080 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 8,3 Prozent) . In LM-WEL arbeiteten zur gleichen Zeit 4.039 Arbeitnehmer in 760 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 7,2 Prozent) . LDK: Beschäftigung geht im 4. Quartal 2020 um 1,3 Prozent zurück . LM-WEL: Beschäftigung steigt im 4. Quartal 2020 um 1,4 Prozent

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juli 2021 insgesamt 11.066 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,7 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Juni lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.247, die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent. Vor einem Jahr waren 13.364 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote betrug seinerzeit 5,7 Prozent. Von den insgesamt 11.066 arbeitslosen Personen waren 4.115 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.434 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.517 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"In diesem Juli zeigt sich der Arbeitsmarkt von einer ungewöhnlichen Seite", berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Normalerweise steige die Arbeitslosigkeit im Juli leicht an, weil dann das Schul- und Ausbildungsende sowie auslaufende quartalsweise und halbjährig befristete Arbeitsverträge zu mehr Arbeitslosmeldungen führen. Zudem sei im Juli in vielen Personalbüros bereits Ferienzeit, was sich in rückläufigen Vermittlungsaufträgen abbilde. In diesem Jahr sei beides anders. Die Arbeitslosigkeit habe in beiden Landkreisen im Vorjahresvergleich leicht und im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen sei auch im Juli außergewöhnlich hoch gewesen. So seien seit Jahresbeginn bislang 884 Stellenmeldungen mehr erfolgt, als in der Vorjahresperiode, dies sei ein Plus von 22,5 Prozent, unterstrich Berbuir. Besonders erfreulich sei, dass auch Langzeitarbeitslose von dieser Entwicklung profitierten. Deren Zahl sei nunmehr zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Bei den Bewegungsgrößen liegen die Zugänge in Arbeitslosigkeit sogar unter den Werten der Vorkrisenjahre. Die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit übertreffen die - krisenbedingt niedrigen- Vorjahreswerte, Insbesondere die Abgänge in Erwerbstätigkeit (Arbeitsaufnahmen) liegen sogar deutlich über dem Wert aus dem Juli 2019. Die Agenturchefin sieht in der Kombination der genannten Entwicklungen eine weitere Entspannung des Arbeitsmarktgeschehens in beiden Landkreisen, die nach wie vor von der Kurzarbeit flankiert werde.

Aktuell liegen auch die Beschäftigungsdaten des vierten Quartals 2020 vor. Demnach lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am 31. Dezember im Lahn-Dill-Kreis noch 1,3 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Anders im Landkreis Limburg-Weilburg. Hier stieg die Beschäftigung fast unbeeindruckt vom Pandemiegeschehen um 1,4 Prozent an, so Berbuir weiter. Erstaunlich sei dabei, dass insbesondere der Handel von dieser Entwicklung profitierte, der ja einer von den Lockdowns am stärksten betroffenen Branchen gewesen sei.

Angesichts der noch über 1.000 unbesetzten Ausbildungsstellen appellierte die Leiterin der Arbeitsagentur an die noch über 700 unversorgten Jugendlichen, gemeinsam mit den Berufsberatern berufliche Alternativen auszuloten, um doch noch einen Ausbildungsplatz zu erhalten. "Selten gab es in den letzten Jahren kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres noch so viele Chancen. Den Unternehmen rate ich vor dem Hintergrund sinkender Bewerberzahlen, auch Jugendliche einzustellen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht zu den Top-Bewerbern gehören. Viele Schulabgänger entwickeln sich im Laufe der Ausbildung zu wertvollen Nachwuchskräften. Wir unterstützen Betriebe und Jugendliche dabei mit unserer ,Assistierten Ausbildung'", sagte Berbuir abschließend.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Juli im Kreis Limburg-Weilburg unverändert bei 4,4 Prozent. Im Juli 2020 betrug die Quote 5,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.122 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 35 weniger als im Juli (-0,8 Prozent) und 713 weniger als vor einem Jahr (-14,7 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent, 4.459 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,0 Prozent und 3.735 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 41,0 Prozent (1.688 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um eine Person (+0,1 Prozent) gestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 593 Arbeitslose (-26,0 Prozent) zurückgegangen. 59,0 Prozent (2.434 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juli beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 36 Arbeitslose (-1,5 Prozent). Gegenüber Juli 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 4,7 Prozent (120 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 2.082 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.376 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 2 Betroffene (-0,1 Prozent) auf 2.290 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 33 Personen auf 1.832 Erwerbslose (-1,8 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 400 Arbeitslose (-14,9 Prozent), bei den Frauen um 313 Arbeitslose (-14,6 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 2.552 Männer und 1.907 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juli um 17,0 Prozent oder 67 Arbeitslose angestiegen. Maßgeblich dafür ist der Beginn der Sommerferien sowie das Ende vieler Ausbildungsverhältnisse. Aktuell sind 460 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 112 weniger, als vor einem Jahr (-19,6 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 463 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 29 Betroffene (-2,1 Prozent) auf 1.346 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 79 Personen oder 5,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.356 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Juli bei 336 Personen und somit um 5 Personen oder 1,5 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber Juli 2020 war ein Rückgang um 8 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-2,3 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 323 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 1.345 Langzeitarbeitslose aus, 21 weniger als im Vormonat (-1,5 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 208 Personen oder 18,3 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 1.087 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.273 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 51 arbeitslose Ausländer weniger als im Juni (-3,9 Prozent) sowie 226 (-15,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 1.450 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Juli 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 409 Vermittlungsaufträge. Dies waren 135 Stellen mehr als im Juli letzten Jahres (+49,3 Prozent). Seit Beginn des Jahres wurden 412 Arbeitsstellen mehr gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (+22,1 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.369 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.849 oder 35,4 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Aktuell gibt es für den Februar 2021 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 4.039 Arbeitnehmer in 760 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 7,2 Prozent). Das waren 309 Kurzarbeiter mehr, als im Monat zuvor (+8,3 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe stieg binnen Monatsfrist um 24 an (+3,3 Prozent) an. Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den März 2021 vor, nach der seinerzeit 9.685 Arbeitnehmer in 1.554 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 6,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 14,0 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im März 286 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Februar. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 2.219 Arbeitnehmer oder 18,6 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:
Aktuell liegen die Daten des vierten Quartals 2020 vor. Zum 31. Dezember 2020 gab es im Landkreis Limburg-Weilburg 56.251 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 785 oder 1,4 Prozent mehr als im vierten Quartal 2019. Hessenweit war zum gleichen Zeitpunkt ein Rückgang der Beschäftigung um 0,5 Prozent zu verzeichnen. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann der Handel verzeichnen. 277 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 2,9 Prozent der Beschäftigten. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem ,Verkehr und Lagerei' (247/ +10,7 Prozent) sowie das Gesundheitswesen (148 / +2,7 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen vor allem folgende Wirtschaftszweige aus: die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (-277/ -4,9 Prozent), das Gastgewerbe (-97 / -6,8 Prozent) sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-55/ -2,8 Prozent).

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2020 bis Juli 2021 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.390 Ausbildungssuchende. Dies waren 83 oder 5,6 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 350 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 348). Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.105 Vermittlungsaufträge. Dies sind 77 Ausbildungsstellen bzw. 7,5 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 441 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2020 waren noch 399 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,79 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,70 Stellen.


Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juli bei 5,0 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Juli 2020 betrug die Quote 6,1 Prozent. In absoluten Zahlen: 6.944 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 146 weniger als im Juni (-2,1 Prozent) und 1.585 weniger als vor einem Jahr (-18,6 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent, 7.734 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,8 Prozent und 6.640 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 35,0 Prozent (2.427 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 67 Personen (-2,7 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 1.104 Arbeitslose (-31,3 Prozent) zurückgegangen. 55,0 Prozent (4.596 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juli beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 79 Arbeitslose (-1,7 Prozent). Gegenüber Juli 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 481 Personen reduziert (-9,6 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 3.075 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.659 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 65 auf 3.919 Arbeitslose (-1,6 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen verminderte sich im gleichen Zeitraum um 81 auf 3.025 Betroffene (-2,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 958 Arbeitslose (-19,6 Prozent), bei den Frauen um 627 Arbeitslose (-17,2 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 4.437 Männer und 3.666 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 48 Personen oder 8,2 Prozent gestiegen. Maßgeblich dafür ist der Beginn der Sommerferien sowie das Ende vieler Ausbildungsverhältnisse. Im Vergleich zum Juli 2020 hat sie sich um 323 Personen (-33,7 Prozent) reduziert. Aktuell sind 636 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 782 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.367 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 106 Personen (-4,3 Prozent) ab. Gegenüber Juli letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 294 ältere Arbeitslosen (-11,0 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.489 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juli im Lahn-Dill-Kreis bei 735 Personen und damit um 5 Betroffene oder 0,7 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Juli 2020 war ein Rückgang um 6 arbeitslose Schwerbehinderten zu verzeichnen (-0,8 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 708 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 3.071 Langzeitarbeitslose aus, 72 weniger als im Vormonat (-2,3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 481 Personen oder 18,6 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 2.554 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.250 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 70 arbeitslose Ausländer weniger als im Juni (-3,0 Prozent) sowie 482 weniger als im Juli letzten Jahres (-17,6 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 2.517 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Juli 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 488 Vermittlungsaufträge. Dies waren 178 Stellen mehr als im Juli letzten Jahres (+57,4 Prozent). Seit Beginn des Jahres wurden 472 Arbeitsstellen mehr gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (+22,6 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Erstmals gibt es für den Februar 2021 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 7.865 Arbeitnehmer in 1.080 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 8,3 Prozent). Das waren 720 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-8,3 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe stieg binnen Monatsfrist um 9 an (+0,8 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den März 2021 vor, nach der seinerzeit 9.685 Arbeitnehmer in 1.554 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 6,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 14,0 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im März 286 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Februar. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 2.219 Arbeitnehmer oder 18,6 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:
Aktuell liegen die Daten des vierten Quartals 2020 vor. Zum 31. Dezember 2020 gab es im Lahn-Dill-Kreis 95.021 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 1.248 oder 1,3 Prozent weniger als im vierten Quartal 2019. Hessenweit war zum gleichen Zeitpunkt ein Rückgang der Beschäftigung um 0,5 Prozent zu verzeichnen. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann das Baugewerbe verzeichnen. 292 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 6,1 Prozent der Beschäftigten. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem die öffentliche Verwaltung (232/ +4,3 Prozent) sowie ,Verkehr und Lagerei' (200 / +5,2 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen vor allem folgende Wirtschaftszweige aus: die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (-1.629/ -5,9 Prozent), die Herstellung von Vorleistungsgütern (-254 / -6,1 Prozent), die Herstellung überwiegend häuslich konsumierten Gütern (-216/ -11,3 Prozent) sowie das Gastgewerbe (-210/ -11,8 Prozent).

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2020 bis Juli 2021 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.290 Ausbildungssuchende. Dies waren 107 oder 7,7 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 386 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 285). Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.645 Vermittlungsaufträge. Dies sind 68 Ausbildungsstellen bzw. 4,3 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 645 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2020 waren noch 560 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,28 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 1,13 Stellen. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar