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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Arbeitsmarkt entspannt sich weiter

Arbeitslosenquote sinkt im Mai im Gesamtbezirk um 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent . LDK: 209 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 755 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 231 Arbeitslose weniger als im April, 547 weniger als im Vorjahr . Betriebe stellen wieder deutlich mehr ein . LDK: 26 Betriebe zeigten im Mai für 393 Arbeitnehmer Kurzarbeit an . LM-WEL: 18 Betriebe zeigten im Mai für 142 Arbeitnehmer Kurzarbeit an . Im LDK arbeiteten im Dezember 2020 insgesamt 7.299 Arbeitnehmer in 942 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 7,6 Prozent) . In LM-WEL arbeiteten zur gleichen Zeit 3.062 Arbeitnehmer in 645 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,4 Prozent)

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Mai 2021 insgesamt 11.539 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,9 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im April lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.979, die Arbeitslosenquote betrug 5,1 Prozent. Vor einem Jahr waren 12.841 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote betrug seinerzeit bei 5,5 Prozent. Von den insgesamt 11.539 arbeitslosen Personen waren 4.326 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.531 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.682 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"Der Arbeitsmarkt im Lahn-Dill-Kreis und in Limburg-Weilburg setzt seinen Konsolidierungskurs weiter fort", berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. So sei die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen, bis auf die Langzeitarbeitslosen und Schwerbehinderten, sowohl im Vormonats- als auch im Vorjahresvergleich zurückgegangen. Gleichzeitig hätten sich die Stellenzugänge deutlich erhöht. Im Lahn-Dill-Kreis habe die Zahl der Vermittlungsaufträge in diesem Monat sogar den Durchschnitt der letzten fünf Maimonate erreicht. Die Agenturchefin ist zuversichtlich, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter entspannt. Insbesondere durch die bevorstehenden Lockerungen des Lockdowns in den personalintensiven Branchen des Hotel- und Gaststättenbereichs sowie dem Einzelhandel seien weitere Beschäftigungsimpulse zu erwarten. Zudem würden die gesteigerten Impfraten ebenfalls zur Stabilisierung der Arbeitsmarktlage beitragen.

Im Januar sei die Kurzarbeit im Agenturbezirk nochmals geringfügig gestiegen. Vorläufige Hochrechnungen gehen für den Jahresbeginn von einer Kurzarbeiter-Quote von 7,5 Prozent aus. Die Kurzarbeit habe sich damit einmal mehr als Stabilisator des Arbeitsmarktes erwiesen, berichtete Berbuir.

Die Chefin der Arbeitsagentur wies abschließend darauf hin, dass für Jugendliche am Ausbildungsmarkt noch viele Chancen bestehen. So habe es Ende Mai im Gesamtbezirk noch 1.259 unbesetzte Ausbildungsstellen gegeben. Dem standen 1.103 unversorgte Bewerber gegenüber. Die meisten freien Lehrstellen gibt es noch im Einzelhandel, in den Büroberufen und im Lagerbereich. Wer jetzt seine berufliche oder regionale Flexibilität nochmal erhöht und bereit ist, von seinem Traumberuf abzuweichen, hat noch gute Chancen auf einen Ausbildungsvertrag", stellte Berbuir abschließend fest.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Mai im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,6 Prozent und somit um 0,3 Prozentpunkte niedriger, als im Vormonat. Im Mai 2020 betrug die Quote 5,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.320 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 231 weniger als im April (-5,1 Prozent) und 547 weniger als vor einem Jahr (-11,2 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent, 4.459 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,0 Prozent und 3.735 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 41,4 Prozent (1.789 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 137 Personen (-7,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 346 Arbeitslose (-16,2 Prozent) zurückgegangen. 58,7 Prozent (2.531 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Mai beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 94 Arbeitslose (-3,6 Prozent). Gegenüber Mai 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 7,4 Prozent (201 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 2.082 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.376 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 150 Betroffene (-5,9 Prozent) auf 2.409 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 81 Personen auf 1.911 Erwerbslose (-4,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 363 Arbeitslose (-13,1 Prozent), bei den Frauen um 184 Arbeitslose (-8,8 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 2.552 Männer und 1.907 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Mai um 5,9 Prozent oder 25 Arbeitslose zurückgegangen. Aktuell sind 398 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 122 weniger, als vor einem Jahr (-23,5 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 463 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 46 Betroffene (-3,1 Prozent) auf 1.423 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 10 Personen oder 0,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.356 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Mai unverändert bei 352 Personen. Gegenüber Mai 2020 war ein Anstieg um 32 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+10,0 Prozent).Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 323 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 1.399 Langzeitarbeitslose aus, 3 mehr als im Vormonat (+0,2 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 343 Personen oder 32,5 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 1.087 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.402 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 73 arbeitslose Ausländer weniger als im April (-4,9 Prozent) sowie 175 (-11,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 1.450 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Mai 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 303 Vermittlungsaufträge. Dies waren 76 Stellen mehr als im Mai letzten Jahres (+33,5 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.369 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.849 oder 35,4 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Im Mai 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 18 Betrieben aus dem Landkreis Limburg-Weilburg für 142 Arbeitnehmer ein. Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 2.608, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 25.941. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Aktuell gibt es für den Dezember 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 3.062 Arbeitnehmer in 645 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,4 Prozent). Das waren 177 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-5,5 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe stieg hingegen binnen Monatsfrist um 98 an (+17,1 Prozent) an. Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Januar 2021 vor, nach der seinerzeit 11.470 Arbeitnehmer in 1.804 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 7,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 16,3 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Januar 217 Betriebe mehr kurzgearbeitet, als noch im Dezember. Die Zahl der Kurzarbeiter stieg im gleichen Zeitraum um 1.109 Arbeitnehmer oder 10,7 Prozent.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2020 bis Mai 2021 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.293 Ausbildungssuchende. Dies waren 47 oder 3,5 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 556 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 576). Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.001 Vermittlungsaufträge. Dies sind 70 Ausbildungsstellen bzw. 7,5 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 493 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Mai 2020 waren noch 456 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,77 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,69 Stellen.


Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Mai bei 5,2 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Mai 2020 betrug die Quote 5,7 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.219 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 209 weniger als im April (-2,8 Prozent) und 755 weniger als vor einem Jahr (-9,5 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent, 7.734 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,8 Prozent und 6.640 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 35,1 Prozent (2.537 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 144 Personen (-5,4 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 533 Arbeitslose (-17,4 Prozent) zurückgegangen. 64,9 Prozent (4.682 Personen) aller Arbeitslosen waren im Mai beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 65 Arbeitslose (-1,4 Prozent). Gegenüber Mai 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 222 Personen reduziert (-4,5 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 3.075 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.659 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 142 auf 4.077 Arbeitslose (-3,4 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen verminderte sich im gleichen Zeitraum um 67 auf 3.142 Betroffene (-2,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 484 Arbeitslose (-10,6 Prozent), bei den Frauen um 271 Arbeitslose (-7,9 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 4.437 Männer und 3.666 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 36 Personen oder 5,6 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Mai 2020 hat sie sich um 218 Personen (-26,6 Prozent) reduziert. Aktuell sind 603 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 782 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.479 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 68 Personen (-2,7 Prozent) ab. Gegenüber Mai letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 25 ältere Arbeitslosen (-1,0 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.489 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Mai im Lahn-Dill-Kreis bei 745 Personen und damit um 22 Betroffene oder 2,9 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Mai 2020 war ein Anstieg von 36 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+5,1 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 708 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 3.173 Langzeitarbeitslose aus, 14 mehr als im Vormonat (+0,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 754 Personen oder 31,2 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 2.554 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.418 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 51 arbeitslose Ausländer weniger als im April (-2,1 Prozent) sowie 190 weniger als im Mai letzten Jahres (-7,3 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 2.517 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Mai 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 479 Vermittlungsaufträge. Dies waren 232 Stellen mehr als im Mai letzten Jahres (+93,9 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Im Mai 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 26 Betrieben aus dem Lahn-Dill-Kreis für 293 Arbeitnehmer ein Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 3.545, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 48.000. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Erstmals gibt es für den Dezember 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 7.299 Arbeitnehmer in 942 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 7,6 Prozent). Das waren 1.129 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-13,4 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe stieg dagegen binnen Monatsfrist um 62 an (+7,0 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Januar 2021 vor, nach der seinerzeit 11.470 Arbeitnehmer in 1.804 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 7,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 16,3 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Januar 217 Betriebe mehr kurzgearbeitet, als noch im Dezember. Die Zahl der Kurzarbeiter stieg im gleichen Zeitraum um 1.109 Arbeitnehmer oder 10,7 Prozent.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2020 bis Mai 2021 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.160 Ausbildungssuchende. Dies waren 127 oder 9,9 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 547 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 541).
Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.477 Vermittlungsaufträge. Dies sind 9 Ausbildungsstellen bzw. 0,6 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 766 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Mai 2020 waren noch 758 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,27 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 1,14 Stellen. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar