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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Arbeitslosenzahl sinkt unter 10.000

• Arbeitslosenquote sinkt im November um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent • LDK: 215 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 1.481 weniger als vor einem Jahr • LM-WEL: 145 Arbeitslose weniger als im Oktober, 549 weniger als im Vorjahr • Bis November 1.634 Vermittlungsaufträge mehr (+25,1 Prozent) als im Vorjahreszeitraum • Im LDK arbeiteten im Juni 2021 insgesamt 3.683 Arbeitnehmer in 554 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 3,8 Prozent) • In LM-WEL arbeiteten zur gleichen Zeit 1.631 Arbeitnehmer in 401 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 2,9 Prozent)

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im November 2021 insgesamt 9.811 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,2 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Oktober lag die Zahl der Arbeitslosen bei 10.174, die Arbeitslosenquote betrug 4,4 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.841 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote lag seinerzeit bei 5,1 Prozent. Von den insgesamt 9.811 arbeitslosen Personen waren 3.319 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.250 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.242 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Erstmals seit zwei Jahren ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk unter die 10.000er-Marke gesunken“, berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Zudem sanken die Arbeitslosenzahlen im November bei allen Personenkreisen sowohl im Vormonats- und bis auf die Langzeitarbeitslosen auch im Vorjahresvergleich. Ob sich diese positive Tendenz, die sich im Übrigen sowohl im Landkreis Limburg-Weilburg, als auch im Lahn-Dill-Kreis abbilde, in den nächsten Monaten fortsetze, hänge entscheidend von der Pandemieentwicklung ab, sagte die Agenturchefin weiter. „Jeder, der sich jetzt impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst und seine Mitmenschen – er leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes.“ Nach Angaben Berbuirs sichere die Kurzarbeit nach wie vor die Arbeitsmarktlage. Diese sei im Juni (aktuellste Zahlen) in Limburg-Weilburg um 42 Prozent und im Lahn-Dill-Kreis um 20 Prozent erneut deutlich zurückgegangen. Ein erneuter Anstieg würde die Arbeitslosenversicherung finanziell enorm belasten. Jedem müsse bewusst sein, dass die Ausgaben für das Kurzarbeitergeld nun schon seit über zwanzig Monate in Folge erhebliche Kosten für die Versichertengemeinschaft nach sich ziehen. Kurzarbeit mindere zudem die Kaufkraft und gefährde auf lange Sicht die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im November im Kreis Limburg-Weilburg bei 3,9 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im November 2020 betrug die Quote 4,5 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.639 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 145 weniger als im Oktober (-3,8 Prozent) und 549 weniger als vor einem Jahr (-13,1 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent, 4.459 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,0 Prozent und 3.735 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 38,2 Prozent (1.389 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 9 Personen (+0,7 Prozent) gestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 578 Arbeitslose (-29,4 Prozent) zurückgegangen. 61,8 Prozent (2.250 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im November beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 154 Arbeitslose (-6,4 Prozent). Gegenüber November 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 1,3 Prozent (29 Personen) erhöht. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 2.082 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.376 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 76 Betroffene (-3,7 Prozent) auf 2.001 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 69 Personen auf 1.638 Erwerbslose (-4,0 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 344 Arbeitslose (-14,7 Prozent), bei den Frauen um 205 Arbeitslose (-11,1 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 2.552 Männer und 1.907 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im November um 8,8 Prozent oder 32 Arbeitslose gesunken. Aktuell sind 331 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 80 weniger, als vor einem Jahr (-19,5 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 463 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 58 Betroffene auf 1.242 Arbeitslose reduziert (-4,5 Prozent). Sie liegt damit um 98 Personen oder 7,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.356 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im November bei 311 Personen und somit um 16 Personen oder 4,9 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber November 2020 war ein Rückgang um 23 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-6,9 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 323 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 1.235 Langzeitarbeitslose aus, 34 weniger als im Vormonat (-2,7 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 64 Personen oder 5,5 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 1.087 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.174 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 28 arbeitslose Ausländer weniger als im Oktober (-2,3 Prozent) sowie 159 (-11,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 1.450 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im November 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 397 Vermittlungsaufträge. Dies waren 104 Stellen mehr als im November letzten Jahres (+35,5 Prozent). Seit Beginn des Jahres wurden 778 Arbeitsstellen mehr gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (+25,5 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.369 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.849 oder 35,4 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Aktuell gibt es für den Juni 2021 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 1.631 Arbeitnehmer in 401 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 2,9 Prozent). Das waren 1.212 Kurzarbeiter weniger als im Monat zuvor (-42,6 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe sank binnen Monatsfrist um 192 (-32,4 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Juli 2021 vor, nach der seinerzeit 3.481 Arbeitnehmer in 636 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 2,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 5,8 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juli 319 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Juni. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 1.832 Arbeitnehmer oder 34,5 Prozent.


Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im November bei 4,4 Prozent und somit um 0,2 Prozent niedriger als im Vormonat. Im November 2020 betrug die Quote 5,5 Prozent. In absoluten Zahlen: 6.172 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 215 weniger als im Oktober (-3,4 Prozent) und 1.481 weniger als vor einem Jahr (-19,4 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent, 7.734 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet durchschnittlich 4,8 Prozent und 6.640 Personen waren im Jahresschnitt arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 31,3 Prozent (1.930 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 129 Personen (-6,3 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 1.155 Arbeitslose (-37,4 Prozent) zurückgegangen. 68,7 Prozent (4.242 Personen) aller Arbeitslosen waren im November beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 86 Arbeitslose (-2,0 Prozent). Gegenüber November 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 326 Personen reduziert (-7,1 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 3.075 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.659 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 112 auf 3.471 Arbeitslose (-3,1 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 103 auf 2.701 Betroffene (-3,7 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 915 Arbeitslose (-20,9 Prozent), bei den Frauen um 566 Arbeitslose (-17,3 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 4.437 Männer und 3.666 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 37 Personen oder 7,4 Prozent gesunken. Im Vergleich zum November 2020 hat sie sich um 212 Personen (-31,4 Prozent) reduziert. Aktuell sind 464 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 782 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.219 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 84 Personen (-3,6 Prozent) ab. Gegenüber November letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 313 ältere Arbeitslosen (-12,4 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.489 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im November im Lahn-Dill-Kreis bei 688 Personen und damit um 25 Betroffene oder 3,5 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum November 2020 war ein Rückgang um 39 arbeitslose Schwerbehinderten zu verzeichnen (-5,4 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 708 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 2.825 Langzeitarbeitslose aus, 92 weniger als im Vormonat (-2,9 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 35 Personen oder 1,3 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 2.554 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.068 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 38 arbeitslose Ausländer weniger als im Oktober (-1,8 Prozent) sowie 446 weniger als im November letzten Jahres (-17,7 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 2.517 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im November 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 375 Vermittlungsaufträge. Dies waren 26 Stellen mehr als im November letzten Jahres (+7,6 Prozent). Seit Beginn des Jahres wurden 856 Arbeitsstellen mehr gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (+24,8 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Erstmals gibt es für den Juni 2021 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 3.683 Arbeitnehmer in 554 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 3,8 Prozent). Das waren 895 Kurzarbeiter weniger als im Monat zuvor (-19,6 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe sank binnen Monatsfrist um 236 (-29,9 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Juli 2021 vor, nach der seinerzeit 3.481 Arbeitnehmer in 636 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 2,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 5,8 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juli 319 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Juni. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 1.832 Arbeitnehmer oder 34,5 Prozent. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar