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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Angelika Berbuir zieht positive Halbjahresbilanz

Arbeitslosenquote sinkt im Juni auf 4,3 Prozent . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 735 Arbeitslose weniger . LDK: 6 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 525 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 97 Arbeitslose weniger als im Mai, 210 weniger als im Vorjahr . Arbeitsmarkt schaltet kurz vor den Ferien einen Gang zurück

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juni 2019 insgesamt 10.111 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,3 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Mai lag die Zahl der Arbeitslosen bei 10.214, die Arbeitslosenquote betrug 4,4 Prozent. Vor einem Jahr waren 10.846 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung -  die Quote lag seinerzeit bei 4,7 Prozent. Von den insgesamt 10.111 arbeitslosen Personen waren 3.264 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.211 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.636 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

 

"Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar hat sich im ersten Halbjahr 2019 trotz schwieriger politischer und weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie gestiegener Energie- und Rohstoffpreise weiter positiv entwickelt", stellte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen für den Juni fest. So sei die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Prozent gesunken. Erfreulich sei außerdem, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich abgenommen habe (-13,9 Prozent) und auch jugendlichen Erwerbslosen überproportional am Marktgeschehen partizipierten. Hier lag der Rückgang bei 9,7 Prozent. Nicht ganz so stark profitieren konnten hingegen Ausländer (-3,9 Prozent). Insgesamt hätten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen im ersten Halbjahr 5.728 offene Stellen gemeldet. Dies seien allerdings 626 weniger gewesen, als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

 

Dass die Juni-Werte im Vergleich zum Mai insgesamt wenig Veränderung erfahren haben, führte die Agenturchefin auf den anstehend frühen Ferienbeginn in Hessen zurück: "Zum einen haben sich bereits Ausbildungsabsolventen im Juni arbeitslos gemeldet, zudem geht die Nachfrage nach Arbeitskräften unmittelbar vor den Sommerferien immer spürbar zurück", erläuterte die Arbeitsmarktexpertin. Nach dem Ende der Ferien nehme der Personalbedarf erfahrungsgemäß wieder zu. Auch der Schul- und Studienbeginn führe dann nochmals zu positiven Effekten auf dem Arbeitsmarkt, sagte Berbuir abschließend.

 

 

Kreis Limburg-Weilburg:

 

Die Arbeitslosenquote lag im Juni im Kreis Limburg-Weilburg bei 3,8 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Juni 2018 betrug die Quote 4,1 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.555 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 97 weniger als im Mai (-2,7 Prozent) und 210 weniger als vor einem Jahr (-5,6 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,2 Prozent. 3.865 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

 

Im aktuellen Monat wurden 37,8 Prozent (1.344 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 43 Personen (-3,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 25 Arbeitslose (-1,8 Prozent) gesunken. 62,2 Prozent (2.211 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juni beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 54 Arbeitslose (-2,4 Prozent). Gegenüber Juni 2018 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 7,7 Prozent (185 Personen) vermindert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.467 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.398 Arbeitslose gemeldet.

 

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 42 Betroffene (-2,1 Prozent) auf 1.987 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 55 Personen auf 1.568 Betroffene (-3,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 112 Arbeitslose (-5,3 Prozent), bei den Frauen um 98 Arbeitslose (-5,9 Prozent) ab. 2018 waren jahresdurchschnittlich 2.186 Männer und 1.680 Frauen arbeitslos gemeldet.

 

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juni um 4,2 Prozent oder 14 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 344 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 46 weniger, als vor einem Jahr (-11,8 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 363 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 56 Betroffene (-4,8 Prozent) auf 1.110 Arbeitslose vermindert. Sie liegt damit um 67 Personen oder 5,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.197 ältere Arbeitslose gemeldet.

 

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juni im Kreis Limburg-Weilburg bei 301 Personen und damit um eine Person oder 0,3 Prozent über dem Mai-Wert. Gegenüber Juni 2018 war ein Anstieg um 3 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+1,0 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 310 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

 

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.058 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 38 arbeitslose Ausländer weniger als im Mai (-3,5 Prozent) sowie 4 mehr (0,4 Prozent) mehr im Juni letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 1.161 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Im Juni 2019 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 431 Vermittlungsaufträge. Dies waren 33 Stellen weniger als im Juni letzten Jahres (-7,1 Prozent). 2018 wurden insgesamt 5.483 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2018 bis Juni 2019 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.471 Ausbildungssuchende. Dies waren 75 oder 4,9 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 432 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 482). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.151 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 7 Stellen bzw. 0,6 Prozent weniger, als vor einem Jahr. 451 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2018 waren noch 500 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,78 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,75 Stellen.

 

 

Lahn-Dill-Kreis:

 

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juni unverändert bei 4,7 Prozent. Im Juni 2018 betrug die Quote 5,1 Prozent. In absoluten Zahlen: 6.556 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 6 weniger als im Mai (-0,1 Prozent) und 525 weniger als vor einem Jahr (-7,4 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,1 Prozent. 6.975 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

 

Im aktuellen Monat wurden 29,3 Prozent (1.920 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um eine Person (-0,1 Prozent) gesunken und im Vergleich zum Vorjahr um 120 Arbeitslose (+6,7 Prozent) gestiegen. 70,7 Prozent (4.636 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juni beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 50 Arbeitslose (-0,1 Prozent). Gegenüber Juni 2018 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 645 Personen reduziert (-12,2 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.908 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.068 Arbeitslose gemeldet.

 

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 40 auf 3.568 Arbeitslose (-1,1 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg m gleichen Zeitraum um 34 auf 2.988 Betroffene (+1,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 187 Arbeitslose (-5,0 Prozent) ab, bei den Frauen sank sie um 338 Arbeitslose (-10,2 Prozent). 2018 waren jahresdurchschnittlich 3.774 Männer und 3.201 Frauen arbeitslos gemeldet.

 

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 41 Personen oder 7,4 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Juni 2018 hat sie sich um 83 Personen (-12,2 Prozent) reduziert. Aktuell sind 598 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 678 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.193 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 16 Personen (-0,7 Prozent) ab. Gegenüber Juni letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 180 ältere Arbeitslosen (-7,6 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.343 ältere Arbeitslose gemeldet.

 

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juni im Lahn-Dill-Kreis bei 685 Personen und damit um 17 Betroffene oder 2,4 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Juni 2018 war ein Rückgang von 59 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-7,9 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 714 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

 

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.251 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 55 arbeitslose Ausländer mehr als im Mai (+2,5 Prozent) sowie 139 weniger (-5,8 Prozent) als im Juni letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 2.293 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat deutlich unter dem Vorjahresniveau. 423 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 146 Stellen oder 25,7 Prozent gegenüber Juni 2018. 2018 wurden insgesamt 6.603 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2018 bis Juni 2019 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.551 Ausbildungssuchende. Dies waren 176 oder 10,2 Prozent weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 463 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 495). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.711 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 30 Stellen bzw. 1,8 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 677 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2018 waren noch 651 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,10 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,97 Stellen.

© Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar