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Das Saison-Kurzarbeitergeld: Frostschutz für den Arbeitsmarkt

Saison-Kurzarbeitergeld verhindert in witterungsabhängigen Branchen Arbeitslosigkeit und erhält Unternehmen die eingearbeiteten Kräfte . Förderzeitraum beginnt für die meisten witterungsabhängigen Betriebe am 1. Dezember

Um zu verhindern, dass Arbeitnehmer witterungsabhängiger Branchen im Winter arbeitslos werden, gibt es das Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-KUG). Betriebe des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks sowie des Garten- und Landschaftsbaus können auf diese Weise vom 1. Dezember bis zum 31. März ihre Mitarbeiter in der Schlechtwetterzeit weiterbeschäftigen. In Gerüstbauunternehmen beginnt die Förderzeit bereits am 1. November. Darauf weist jetzt die Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar hin.

"Das Saison-KUG entfaltet ähnliche Wirkung, wie das konjunkturelle Kurzarbeitergeld: Bei saisonbedingtem Auftragsmangel und Arbeitsausfällen in Folge des Winterwetters bleibt den Beschäftigten der Arbeitsplatz und den Betrieben das eingearbeitete Personal erhalten", erklärt Agentursprecher Ralf Fischer. So könnten sich Unternehmen im Frühjahr die Personalsuche ersparen und bei Wetterbesserung sofort auf ihre bewährten Mitarbeiter zurückgreifen. Das Saison-KUG ermögliche ferner, im Winter kleinere Aufträge oder Nachbesserungen auszuführen, erläutert Fischer die Vorzüge der Lohnersatzleistung. Das Saison-Kurzarbeitergeld entspricht der Höhe des Arbeitslosengeldes. Für jede Ausfallstunde erhalten kinderlose Arbeitnehmer 60 Prozent und Arbeitnehmer mit Kindern 67 Prozent des pauschalierten Nettolohnes. In der Regel wird das Saison-Kurzarbeitergeld von der ersten Ausfallstunde an gewährt. Abweichende Regelungen gelten für Beschäftigte im Gerüstbau. Im Sommer angesammelte Arbeitszeitguthaben müssen jedoch zuvor aufgebraucht werden, sofern sie nicht durch Tarifverträge geschützt sind. Beantragt wird das Saison-Kurzarbeitergeld durch die betroffenen Unternehmen bei der Agentur für Arbeit. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.arbeitsagentur.de. Auch die Anträge und Merkblätter sind dort hinterlegt. Arbeitgeber können sich darüber hinaus von den Experten der Agentur für Arbeit unter der Rufnummer 0641 9393790 beraten lassen. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar