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Das 71. Limburger Oktoberfest – noch bis Dienstag

Die Fahrgeschäfte und Buden auf dem Marktplatz stehen den Besucherinnen und Besuchern noch bis kommenden Dienstag zur Verfügung. Im vergangenen Jahr musste das Oktoberfest aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Der Besuch des Rummelplatzes steht allen offen, allerdings gilt eine Abstandspflicht von 1,50 Meter und eine Maskenpflicht, wenn es eng wird.
Auf eine formale Eröffnung mit dem Fassbieranstich auf dem Marktplatz ist in diesem Jahr bewusst verzichtet worden, auf das obligatorische Feuerwerk der Schausteller jedoch nicht. Und so verkündeten Funkenregen, Böllerkracher und andere spektakuläre Effekte am Abendhimmel davon, dass wieder Oktoberfestzeit in Limburg ist. Nicht wie sonst, denn normalerweise erhebt sich unter dem Feuerwerk das Riesenrad in die Höhe. Das fehlt in diesem Jahr. „Wir mussten als Ausrichter zu Kenntnis nehmen, dass bestimmte Fahrgeschäfte in Pandemiezeiten langfristige Standzeiten an anderen Orten geboten bekamen und daher für solche Veranstaltungen wie das Oktoberfest nicht zu bekommen waren“, sagt Hilmar von Schenck als Leiter des Limburger Stadtmarketings. Dennoch ist für ihn nach den Absagen von Altstadtfest und Rheingauer Weintagen die Veranstaltung ein Schritt in die Normalität. „Wir haben schon den Eindruck und das Gefühl, wonach es für eine solche Veranstaltung wieder einmal Zeit wird“, sagt von Schenck mit dem Hinweis darauf, dass die Besucherinnen und Besucher gehalten sind, Abstand zu wahren und dann Masken auf dem Rummelplatz zu tragen, wenn es eng wird oder sie in Schlangen stehen.
Zu denen, die mit einem Fahrgeschäft auf dem Limburger Marktplatz vertreten sind, gehört Herbert Meyer mit seinem Autoscooter. Meyers sind eine Institution auf dem Oktoberfest. Großvater Julius Meyer war einer der Initiatoren des Oktoberfestes und die 90 Jahre alte Mutter von Herbert Meyer war bei jedem Oktoberfest in Limburg mit dabei. „Seit 2019 ist es nun das erste Mal, dass wir den Autoscooter wieder aufbauen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das klappt“, sagt der Inhaber des Familienbetriebs. Klappen bezieht sich nicht auf die Technik, die ist gerade frisch vom TÜV abgenommen, sondern auf die Gäste.
„Wir wollten unbedingt nach Limburg“, sagt Meyer. Und dafür wurde der Autoscooter aus der Halle geholt. Nach dem Oktoberfest 2019 gab es noch ein Gastspiel und dann war Schluss. Nach dem diesjährigen Oktoberfest in Limburg geht Meyer mit seinem Autoscooter noch nach Ochtendung und dann ist die Saison für dieses Jahr vorbei. „Ich bin überzeugt, dass wir viele Besucherinnen und Besucher auf dem Oktoberfest haben werden. So ein bisschen Volksfeststimmung ist doch notwendig“, sagt er. Seine Hoffnungen ruhen auf dem kommenden Jahr und dass es dann wieder mehr Standorte für seinen Autoscooter gibt.
Die Stadt und die Veranstaltungsagentur NA+1 teilen sich die Ausrichtung des Oktoberfestes seit Jahren. Die Agentur ist für all das zuständig, was in den Markthallen stattfindet, die Stadt für alles, was open air auf dem Marktplatz angeboten wird. In den Markthallen startete das Oktoberfest schon am Donnerstag, die Abendveranstaltungen sind im Vorverkauf schon nahezu ausgebucht gewesen, wobei der Zutritt nur Genesenen und/oder Geimpften vorbehalten ist. Am Sonntag- und Montagvormittag gilt in der Halle die 3-G-Regel. Gunnar Zessel, Chef der Agentur zum Auftakt „Die Opening-Party am Donnerstag war grandios. Nach so langem Event-Verzicht feierten und tanzten die Gäste des Limburger Oktoberfestes. Eine tolle Band, tolle Madel und Buam, sehr leckeres Essen und feinstes Oktoberfestbier rundeten den Abend auf den Punkt ab und machten das Opening zu einer unvergesslichen, sensationell stilvollen Wiesn-Party.“
Am Sonntag und Montag sind die Geschäfte jeweils von 11 bis 23 Uhr und am Dienstag von 15 bis 21 Uhr geöffnet. Am letzten Tag ist traditionell Familientag auf dem Oktoberfest mit vielen Vergünstigungen. Über 35 Fahrgeschäfte und Buden sorgen für viel Abwechslung. Vom klassischen Kinderkarussell, der Ball- und Pfeilwurfbude und der Schießbude gibt es auch den Disco-Express oder das Fahrgeschäft Hurricane. Kein Oktoberfest ohne gebrannte Mandeln. Daneben gibt es ganz klassisch natürlich auch Zuckerwatte, Pommes und selbstverständlich Currywurst. Das kulinarische Angebot wird ergänzt mit Crepes, Wok-Spezialitäten und Churros. © Stadt Limburg