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Corona: Malteser haben ein offenes Ohr für ältere und alleinstehende Menschen „Ich fühle mich bevormundet“ – Sprechen hilft!

Diözese Limburg. Mensch, die zur vom Coronavirus betroffenen Risikogruppe gehören, sollen nach Möglichkeit noch immer ihre persönlichen Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Viele tun dies bereits seit Mitte März und immer häufiger warnen Experten davor, bei aller gebotenen Vorsicht, die seelische Gesundheit nicht aus den Augen zu verlieren. Seelische Belastungen wie Ängste, Sorgen vor Ansteckung, das Gefühl der Ausgrenzung oder der Bevormundung, Einsamkeit, permanente Anspannung können unterschiedliche Symptome hervorrufen.

Die Malteser in der Diözese Limburg bieten auch weiterhin einen telefonischen Besuchsdienst an. Über die Diözesangeschäftsstelle des Malteser Hilfsdienstes in Limburg können Menschen, die ein offenes Ohr suchen – für sich selbst oder Angehörige, Freunde, Nachbarn – einen telefonischen Besuchsdienst organisieren. „Die einen treiben die Lockerungen in die nächste Eisdiele, die anderen in eine zunehmende Vereinsamung und Verzweiflung“, weiß Michael Raab, stellvertretender Diözesangeschäftsführer der Malteser in Limburg und Diözesanreferent Ehrenamt. „Wir möchten Älteren, Kranken, Menschen in häuslicher Quarantäne und anderen vom Coronavirus betroffenen Risikogruppen schnell helfen. Daher suchen wir für Betroffene geeignete Ansprechpartner vor Ort.“

Übernommen werden die Telefonate von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die vor der Pandemie vor allem älteren Menschen in persönlichen Gesprächen Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt haben. „Das Telefon ist gerade für ältere Menschen immer noch das meistgenutzte Medium und bietet sich von daher besonders an. Unsere Helferinnen und Helfer sind gut vorbereitet und geschult und freuen sich auf viele interessante Gespräche“, sagt Raab.

Bereits seit vielen Jahren telefonieren ehrenamtliche Malteser des „Telefon-Besuchsdienst“ mit zurückgezogen lebenden Menschen. „Wenn Menschen aus unterschiedlichen Gründen keinen Besuch mehr empfangen möchten oder nicht mehr selbst nach draußen gehen, greifen sie dennoch gerne zum Telefon“, weiß Raab. Bisher war der Telefon-Besuch das kleinere Angebot neben der großen Zahl der persönlichen Besuche. Jetzt aber ist es anders: „Statt der Haustürklingel schellt jetzt das Telefon“, so Raab.

Zentraler Kontakt für Menschen in der Diözese Limburg:
Stephanie Haas, Referentin Seniorendienste Malteser Hilfsdienst e.V. Diözese Limburg
Tel.: 06431 9488530, E-Mail: stephanie.haas@malteser.org

Der Service ist kostenfrei. Telefongebühren im Rahmen Ihres Anbieters.
Erreichbar von Montag bis Freitag immer von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Weiterführende Informationen zu „Einsamkeit“ für Betroffene und Angehörige:
• Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://bit.ly/3cqQ4Jh
• Bundesministerium für Gesundheit: https://bit.ly/3cq0OHJ
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© Malteser.org