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Corona: Landrat Köberle appelliert an die Menschen des Landkreises

Limburg-Weilburg. Der Landkreis Limburg-Weilburg hat am Montag, 26. Oktober 2020, die Inzidenz von 75 überschritten und befindet sich im Eskalationskonzept des Landes Hessen nun im dunkelroten Bereich. Vor diesem Hintergrund hat der Katastrophenschutz-Verwaltungsstab des Landkreises eine weitere Allgemeinverfügung mit verschärften Maßnahmen erlassen, die auf der Homepage des Landkreises zu finden ist.Zudem hat der Stab inzwischen entschieden, dass diese Allgemeinverfügung bis zum 16. November 2020 Gültigkeit haben wird, und zwar unabhängig von der Entwicklung der Inzidenz im Landkreis. Landrat Michael Köberle richtet sich nun mit einem Appell an die Bürgerinnen und Bürger:

„Liebe Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Limburg-Weilburg,

eines sehen wir in diesen Tagen leider deutlich: Die Pandemie ist nicht vorbei. Die Zahlen steigen nahezu im gesamtenKreisgebiet aus den unterschiedlichsten Gründen erheblich an.Die täglichen Erfahrungen in unserem Gesundheitsamt zeigen uns ganz klar: Die Ausbreitung des Virus hängt entscheidend von der Zahl der Kontakte, der Begegnungen und Alltagssituationen ab, die jede und jeder von uns hat. DieseAusbreitung des Virus erfolgt unter anderem dann, wenn sich Menschen ohne Masken, ohne Abstand und ohne Lüftung über einen Zeitraum von mehr als 15 Minuten gemeinsam in bestimmten Bereichen aufhalten und einer der Beteiligten dabei das Virus in sich trägt. Es gilt deshalb, diese Situationen überall dort zu vermeiden, wo sie nicht notwendig sind. Jeder Einzelne muss jetzt alles dafür tun, damit nicht noch mehr Leute unkontrolliert erkranken und im schlimmsten Fall sterben!

Von entscheidender Bedeutung sind daher folgende Punkte:
- Einhaltung des Mindestabstands von mindestens 1,50 Meter
- das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes
- das regelmäßige Händewaschen und Händedesinfizieren
- das regelmäßige Lüften in Räumen, in denen wir uns länger als eine Viertelstunde aufhalten
- Verzicht auf jede Reise, jede Feier, jeden Kontakt, der nicht zwingend notwendig ist.
Dabei ist mir eines bewusst: Das ist ein schwerer Verzicht, zumal wir schon seit März mit Einschränkungen zu leben haben. Und ich möchte an dieser Stelle auch ausdrücklich erwähnen, dass dies alles nur zeitweilig geleistet werden muss.Ich appelliere daher an Sie, liebe Menschen aus unserem Landkreis Limburg-Weilburg: Zeigen Sie sich jetzt solidarisch und lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass wir diese schlimme Krise gesund und unversehrt überstehen! Denn danach können wir wieder gemeinsam all das erleben und genießen, was im Moment aufgrund dieser schrecklichen Pandemie nicht möglich ist. Da bin ich mir ganz, ganz sicher.Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Mittun in dieser für uns alle schwierigen Zeit, und bitte bleiben Sie gesund!“

Wie wird der Vollzug gewährleistet? Bereits frühzeitig war landesweit erkannt worden, dass die Gesundheitsämter dies nicht abschließend leisten können, sondern ein Rückgriff auf die örtlichen Ordnungsbehörden notwendig ist. Dies wurde in den Verordnungen auch entsprechend geregelt. Die Gesundheitsämter können aufgrund der Pandemie im Regelfall nicht tätig werden, woraus sich die Zuständigkeit der örtlichen Ordnungsbehörden ergibt. „Zu diesen Behörden zählen dabei die örtlichen Ordnungsbehörden (Ordnungsämter, Polizei und Bundespolizei) als sogenannte Verwaltungspolizei. Nach Abschluss der jeweiligen Ermittlungen sind die entsprechenden Akten an den Landkreis als Verfolgungsbehörde abzugeben, damit von dort aus über das weitere Verfahren entschieden werden kann. Dieses Verfahren gilt und ist umzusetzen, auch wenn dies aktuell manchmal anders dargestellt wird“, macht Landrat Michael Köberle deutlich. Laut Köberle haben die aktuellen Fallzahlen dazu geführt, dass der Landkreis leider Allgemeinverfügungen erlassen musste, was zu deutlichen Einschränkungen für unser alltägliches Leben führt. „Der Ausbreitung des Virus müssen wir weiter wirksam entgegentreten. Einen erneuten Lockdown – und sei er auch nur gebietsbezogen – wollen und müssen wir nach Möglichkeit vermeiden“, so Landrat Michael Köberle abschließend. © Landkreis Limburg-Weilburg