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Christopher-Street-Day 2018

Staatssekretär Kai Klose: „LSBT*IQ-Community ist wichtige Verbündete für die Akzeptanz der Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten“

Frankfurt. Anlässlich der Eröffnung des Christopher-Street-Days (CSD) morgen in Frankfurt hat der Bevollmächtigte der Hessischen Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, betont: „Wir freuen uns, dass weiterhin so viele Menschen bei den CSD-Demonstrationen auf die Straße gehen, um laut, bunt und selbstbewusst für die Akzeptanz der Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten einzutreten. Die LSBT*IQ-Community und alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen damit ein wichtiges Zeichen für eine pluralistische Demokratie und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.“

Das Motto des diesjährigen Frankfurter CSDs: „Meine Identität ist nicht verhandelbar!“ bringt laut Klose gut auf den Punkt, was angesichts rechtspopulistischer und rechtsextremer Angriffe auf dem Spiel stehe: „Es ist die friedliche, freie und offene Gesellschaft selbst, die ihnen ein Dorn im Auge ist. Es hat die streitbaren Vorkämpferinnen der Frauenbewegung, die 68er, Jahrzehnte des lesbischen, schwulen, des Trans*- und des AIDS-Aktivismus gebraucht, bis unsere Gesellschaft begonnen hat zu verstehen und zu verinnerlichen, dass sexuelle und geschlechtliche Vielfalt kein Minderheitenthema ist, sondern ein Teil dessen, was uns als Menschen ausmacht und bereichert. Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber wichtige Meilensteine wie zuletzt die Öffnung der Ehe und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Dritten Option im Personenstandsrecht markieren einen grundlegenden Wandel in weiten Teilen der Bevölkerung.“ Dennoch müsse die Gesellschaft wachsam und mit der LSBT*IQ-Community widerständig und unbequem bleiben, so der Staatssekretär: „Dazu mahnen die inzwischen zahllosen Versuche rechter Demagoginnen und Demagogen, Personen, die sich nicht in ihr ewiggestriges, lebloses und menschenfeindliches Normkorsett zwingen lassen, kleinzumachen, sie vermeintlich belanglosen Minderheiten zuzurechnen und sie in der Folge wahlweise für unwichtig zu erklären oder als gesellschaftsgefährdend zu denunzieren.“

Angesichts dieser Tendenzen sei es besonders wichtig, das die LSBT*IQ-Community ihre Stimme erhebt und als wehrhafte Akteurin in einer von Vielfalt geprägten Demokratie sichtbar und unüberhörbar bleibe. Die hessische Landesregierung leiste auf der Grundlage des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt hierbei Unterstützung, indem sie Projekte und Strukturen aus dem LSBT*IQ-Spektrum in ganz Hessen finanziell fördere. In diesem Jahr und im kommenden Jahr stünden im Rahmen des Doppelhaushaltes hierfür rund eine Million Euro zur Verfügung.

Zum Hintergrund:

LSBT*IQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, intergeschlechtliche und quere Personen.

Der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt wurde am 29.05.2017 vom Kabinett beschlossen und am 06.06.2017 im Rahmen einer Landespressenkonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Die im Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt enthaltenen Maßnahmen haben zum Ziel, die Akzeptanz von LSBT*IQ in Hessen zu fördern. Er kann hier abgerufen werden:

www.gleichgeschlechtliche-lebensweisen.hessen.de/aktionsplan

© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration