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China weiterhin bedeutendster Produzent

Neuer BGR-Ländervergleich zu mineralischen Rohstoffen
China weiterhin bedeutendster Produzent
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat eine neue Studie zu den weltweiten Vorkommen und der Produktion mineralischer Rohstoffe veröffentlicht. Der Vergleich, der auf den Daten[1] aus 180 Ländern basiert, gibt einen Überblick über die Bergwerks- und Raffinadeproduktion nach dem Wert der Rohstoffe sowie über die Reserven (technisch und wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffe) und Ressourcen. Danach ist China – wie schon in den Vorgängerstudien von 2014 und 2017 – weiter der mit Abstand bedeutendste Produzent von Rohstoffen (124 Mrd. USD, 18 % Weltmarktanteil) und Raffinadeprodukten (920 Mrd. USD, 50 % Weltmarktanteil). Der Gesamtwert der Weltproduktion mineralischer Rohstoffe ist im Vergleich zur vorherigen Studie[2] von 768 auf 687 Mrd. USD zurückgegangen. Hauptgrund waren die zwischenzeitlich stark gesunkenen Preise auf dem Weltmarkt.

Bei der Bergbauproduktion hat China zwar Weltmarktanteile eingebüßt (minus 4 %), rangiert aber trotz eines Rückgangs beim Wert der Produktion weiterhin deutlich vor Australien (92 Mrd. USD) und Brasilien (45 Mrd. USD). In der Gesamtrechnung liegt Brasilien allerdings aufgrund der deutlich größeren Raffinadeproduktion vor Australien, das sich Platz 3 mit Russland teilt. Dahinter folgen die USA, Kanada, Indien, Südafrika und Chile. In diesen neun Ländern werden 66 % des Wertes der weltweiten Bergbauproduktion und 68 % des Wertes der Raffinadeproduktion erwirtschaftet. Zusätzlich verfügen diese Staaten über 71 % der Rohstoffreserven und 67 % der Ressourcen.

Die Bergwerksproduktion wird im weltweiten Vergleich von Eisenerz (27 %), Gold (19 %) und Kupfer (16 %) dominiert. China, Australien und Brasilien hatten im Zeitraum der Datenerhebung einen Anteil von über 70 % an der weltweiten Eisenerzproduktion (Gesamtvolumen ca. 184 Mrd. USD). Bei Kupfer (Gesamtvolumen ca. 113 Mrd. USD) liegt Chile mit einem Produktionsanteil von über 28 % an der Spitze. Bei Gold (Gesamtvolumen ca. 131 Mrd. USD) ist China mit 13 % Weltmarktführer.

Deutschland belegt im Ländervergleich Platz 18. Zur Bergbauproduktion im Wert von 2,6 Mrd. USD (Platz 33) trugen vor allem Kalisalz, Steinsalz, Kalk und Kaolin bei. Die Rohstoffreserven basieren im Wesentlichen auf Kalisalz, bei den Ressourcen verfügt Deutschland neben Kali lediglich über kleinere Vorkommen an Kupfer im Kupferschiefer von Spremberg sowie Zinn im Erzgebirge. Dagegen gehört Deutschland bei der Raffinadeproduktion (33 Mrd. USD) zu den führenden Nationen (Platz 8). Zu diesem Ergebnis trägt vor allem die Stahlproduktion bei. Aber auch Kupfer, Zement, Aluminium, Blei und Zink spielen eine entscheidende Rolle.
© Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe