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Berlin – 500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten.

...weiterlesen "Deutscher Feuerwehrverband informiert zum Notruftag am 11. Februar 2019"

Fast 40% der Einwohner sind Mitglied der Feuerwehr Werschau

v.l.n.r.: Werner Schlenz (neu gewählter Kassenprüfer), Angelika Viehmann (Wehrführerin), Florian Huston (Stellvertretender Wehrführer), Peter Fortenbacher, Jannis Trost, (davor) Corinne Hirschhäuser), Maurice Kahlheber, Markus Schütz (Gemeindebrandinspektor), Frank Groos (Bürgermeister), Andreas Eufinger (1. Vorsitzender)

Werschau. Dankbar und stolz ist Werschau auf die Bürger des kleinen Ortes am Wörsbach, denn knapp 40% der Einwohner sind bereits heute Mitglied in der Feuerwehr - davon 38 in der Einsatzabteilung, 10 in der Jugendfeuerwehr und 13 in der Alters- und Ehrenabteilung.15 Mitgliederinnen gibt es bei den "Hydrantenhexen", der Gruppe der Feuerwehrfrauen/-partner. Der erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Andreas Eufinger, berichtete über die Aktivitäten des
Vereins, die vom Brezelwürfeln über die lebhafte Teilnahme an Faschingsveranstaltungen und Feuerwehrfesten anderer Wehren und Vereine bis hin zum großen Fladertreffen am Oktoberfest und  der Teilnahme am Weihnachtsmarkt reichte. Die Winterwanderung bildet den Abschluss des Vereinsjahres.

...weiterlesen "Höchster Stand aktiver Kameraden in der Werschauer Wehr seit Bestehen"

Ein Rechtsvortrag, der fesselte....

Niederbrechen/Borken. Entscheidet Frau oder Mann sich, in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr zu treten, bietet sich die Kontaktaufnahme an einem der Übungsabende an, die meist wöchentlich bei der örtlichen Wehr stattfinden. Ist dann die Entscheidung gefestigt und können sich beide Seiten eine gemeinsame Zukunft vorstellen, dann entscheidet der Gemeindebrandinspektor über die Aufnahme des Neumitgliedes. Dieses wird dann per Handschlag und Überreichung der Feuerwehrsatzung der Kommune im Rahmen der jeweiligen Jahreshauptversammlung der öffentlich-rechtlichen Feuerwehr aufgenommen. Fortan gilt es, sich vom Grundlehrgang über die verschiedenen Fach- und Fortbildungslehrgänge sowie die regelmäßige Teilnahme an den Übungsabenden für den Feuerwehrdienst zu ertüchtigen. Feuerwehr-Führungs- und Leitungsfunktionsträger des Südkreises des Landkreises Limburg-Weilburg trafen sich dieser Tage auf Einladung ihrer jeweiligen Gemeinde-/ Stadtbrandinspektoren in der Kulturhalle in Niederbrechen, worauf auch das erhöhte Feuerwehrfahrzeugaufkommen an der Halle hingewiesen hatte.

„Die Verantwortlichkeit und Haftung des Wehrführers/Einsatzleiters im Feuerwehrdienst“ war der Vortrag, den Rechtsanwalt Dr. jur. Ullrich Laabs als Referent des Abends zu Gehör brachte. Mitten in der Woche, nach Feierabend, trockene Rechtsthemen ? JA ! Denn in seiner Kanzlei in Borken in Nordhessen sowie in seiner Funktion als Vorsitzender des Fachausschusses Recht und Organisation im Landesfeuerwehrverband, dem er seit 15 Jahren angehört, hat er täglich mit Paragraphen zu tun und dies aus allen Richtungen. Denn er ist ein Mann der Praxis, ehemaliger stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Borken und seit rund zwei Jahrzehnten im aktiven Feuerwehrdienst. Als solchem ist ihm die rechtliche Durchdringung des Alltags der Feuerwehren sowohl aus dem aktiven Dienst als auch aus dem Kanzleialltag gewahr.

Rechtsanwalt Dr. jur. Ullrich Laabs

Ein Feuerwehrmann ist immer im Dienst – kommt er in seiner Freizeit z.B. zu einem Unfall, hat er eine Garantenstellung zu erfüllen, er hat die Ausbildung, weiß wie Hilfe geht und hat dies zu tun und das möglichst richtig, während ein „normaler“ Passant schon dadurch einer rechtlichen Betrachtung entgehen könnte, dass er den Notruf wählt, würde dem Feuerwehrmann (und natürlich ebenfalls anderen gut ausgebildeten Hilfskräften) ein barscher Wind ins Gesicht wehen, käme es zur rechtlichen Betrachtung eines solchen Falles, referierte Dr. jur. Ullrich Laabs.

Mehr als 150 Feuerwehrführungskräfte lauschten mehr als gespannt den Worten und Ausführungen von Dr. Laabs, die dieser mit verbal-virtuoser Leichtigkeit sowohl rechtlich nachhaltig fundiert aber auch praktisch außerordentlich anschaulich präsentierte. Die Grundlage für die Arbeit der Feuerwehren sind zahlreiche Vorschriften und Verordnungen aus dem Feuerwehrbereich, die den sowieso geltenden Bereich der Strafgesetzgebung sehr detailliert ergänzen. Kommt es zu Abweichungen von Dienstvorschriften oder diesen Vorgaben, wird es interessant und das Interesse von Strafverfolgungsbehörden und Versicherungen geweckt und die Suche nach möglichen Verantwortlichen wird beginnen.

Gespanntes Auditorium in der Kulturhalle in Niederbrechen

Feuerwehrdienstvorschriften, wie die des HBKG (Hessisches Brand- und Katastrophenschutzgesetz), der HGO (Hessische Gemeindeordnung), der FwOVO (Feuerwehr-Organisationsverordnung) und der UVV (Unfallverhütungsvorschriften) sind genauso Grundlage der Feuerwehrarbeit, wie Strafrecht, Verkehrsrecht, Bürgerliches Gesetzbuch und nicht zuletzt das Grundgesetz.

Die Feuerwehr ist eine dem Ordnungsamt der Gemeinde untergeordnete Institution, die auch Grundrechte einschränken darf, gleichzeitig sind Feuerwehrleute mit Leitungsfunktionen Ehrenbeamte mit zusätzlich besonderen Pflichten. Die Rechtsthemen sind intensiver Teil der Ausbildung von Feuerwehrleuten, denn deren Einhaltung oder Nichteinhaltung beschäftigt zunehmend die Gerichte oder Versicherungen. Dr. Laabs machte anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis deutlich, wie die Rechtslage sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Der Legalakt der Aufnahme in den Feuerwehrdienst per Handschlag mit Überreichung der Satzung ist hier ein Indiz für die enge Verwobenheit zwischen Ehrenamt, Feuerwehrdienst und Rechtslage.

Die Einstufung der Dringlichkeit eines Einsatzes bei Melderalarmierung, die Frage nach der eigenen Eignung aufgrund der Tagesverfassung und persönlichem Zustand, die Fahrt zum Feuerwehrhaus, die Ausrüstung mit den richtigen Materialien, die Fahrt zum Einsatzort und schlussendlich das einsatzeffektive Abrufen allen erlernten Wissens bei gleichzeitiger Teamarbeit am Einsatzort zur Wahrung von Menschenleben, Werten und Beachtung des Umweltschutzes – Das alles lässt den Arbeitsauftrag einer Feuerwehrfrau oder eines Feuerwehrmannes in einem ganz anderen Licht erscheinen – es ist eine unglaubliche Verantwortung, die auf jedem Einzelnen lastet, doch auch eine Last, die in der fürsorgenden Kameradschaft und verantwortungsvoller Ausübung der übertragenen Führungsrolle in den verschiedenen Dienstebenen gemeinsam gewissenhaft getragen wird. So gelingt es, dass Menschen und Material geschont und geschützt werden, dass Einsätze taktisch und rechtlich einwandfrei abgewickelt werden können und, dass die Feuerwehrleute wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren können.

Björn Schulz, stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Selters, sowie Mario Bauer, der Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Hünfelden freuten sich stellvertretend über das enorme Interesse der Teilnehmer aus über 40 Ortsteilwehren im Südkreis, die gerne noch viel mehr Interessenten mitgebracht hätten, was jedoch die räumlichen Kapazitäten gesprengt hätte. Mit regionalen Grüßen aus Hünfelden („Dauborner“) und Selters („Selterswasser“) machte sich Dr. jur. Ullrich Laabs direkt nach der Veranstaltung wieder auf den Heimweg, um in seiner Gemeinde wieder „einsatzbereit“ melden zu können. Organisiert wurde der Abend von den Gemeinde- & Stadtbrandinspektoren der Kommunen Bad Camberg, Selters, Brechen, Hünfelden, Villmar, Runkel und Limburg.

Michael Gläser (Stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Brechen, Björn Schulz (Stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Selters), Ulrich Stath (Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Selters), Dr. jur. Ullrich Laabs (Referent), Richard Burbach (Stadtbrandinspektor der Stadt Bad Camberg), Alexander Rembser (Stellvertretender Stadtbrandinspektor der Stadt Bad Camberg), Lars Falkenbach (Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Villmar), Mario Bauer (Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Hünfelden) (Peter Ehrlich/ FOTO-EHRLICH.de)

Wenn auch Sie sich für die Arbeit Ihrer Feuerwehr interessieren, informieren Sie sich auf den Seiten des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreises Limburg-Weilburg unter www.Kreisfeuerwehrverband.net. (Peter Ehrlich/ FOTO-EHRLICH.de)

Berlin/Hannover – In genau 500 Tagen ist es soweit: Dann startet in Hannover der 29. Deutsche Feuerwehrtag. Unter dem Motto „Sicherheit.Leben“ will der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) mit seinen Partnern die Zukunft der Feuerwehr weiterentwickeln. Der Deutsche Feuerwehrtag findet vom 15. bis 20. Juni 2020 parallel zur Weltleitmesse Interschutz statt.

...weiterlesen "DFV-Großveranstaltung in Hannover steht unter Motto „Sicherheit.Leben“"

v.l.n.r.: Manuel Otto (1. Vorsitzender), Karl-Heinz Arthen (50 Jahre-Ehrung), Erhard Pitschel (25 Jahre-Ehrung), Astrid Handzik (Schriftführerin), Jens Arthen (2. Vorsitzender, geehrt für 25 Jahre), Oliver Fachinger (25 Jahre – Ehrung), Carina Roth (1. Kassiererin), Frank Groos (Bürgermeister), Markus Schütz (Gemeindebrandinspektor) / © FOTO-EHRLICH.de

Auf insgesamt 1.932 Stunden geleisteter ehrenamtlicher Arbeit in und für die Gemeinde Oberbrechen kam die Einsatzabteilung der Wehr Oberbrechen. 12 Brand-, neun Hilfeleistungseinsätze, sechs Fehlalarme und drei Brandsicherheitsdienste – 30 Einsätze, die die 24 Wehrleute unvermittelt aus ihrem Alltagsgeschehen, aus ihren Familien abrufen – ob Tag, ob Nacht. 26 Lehrgangsteilnahmen zeigen auch den hohen Fortbildungswillen der Kameraden.

Die in den Lehrgängen erworbenen Kenntnisse werden in den dienstäglich stattfindenden Übungen weiter vertieft und mit Übungen in der Praxis verknüpft. Dienstherr der Feuerwehren und Bürgermeister Frank Groos wies zudem auf den hohen ortsprägenden Anteil am gesellschaftlichen Leben im Ort hin, denn auch hier setzt sich die Wehr für das Wohl der Bevölkerung ein. Gemeindebrandinspektor Markus Schütz attestierte den guten Zustand der Wehr und bedankte sich für die erbrachten Leistungen und Dienste im Vorjahr. 15 Jugendliche ( fünf weibliche, 10 männliche ) sind in der Jugendfeuerwehr aktiv, die im vergangenen Jahr ihr 30 jähriges Bestehen feiern konnte.

Rund 13 Jahre sind die meisten der Kinder, die bei 20 Übungen ihr Können unter Beweis stellten. Die 24-Stunden-Übung, die Zeltlagerteilnahme und die Abnahme der Jugendflamme II waren weitere Höhepunkte. Der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Dr. Gunther Roth berichtete über die im vergangenen Jahr besonders erschwerte Situation bei der Durchführung der Arbeit der Jugendfeuerwehren nach kurzfristigem Ausfall des Jugendfeuerwehrwartes Stefan Marx. Doch freut er sich über die dennoch erreichten Erfolge und die stabile Nachwuchsarbeit. Der Erfolg der Kinder- und Jugendarbeit sichert die Personaldecke und die Einsatzfähigkeit für die kommenden Jahre, so auch Melanie Hasselbächer in ihrem Bericht zur erfolgreichen Arbeit der Kinderfeuerwehr.

Im Musikzug führt Lena Lindemaier seit Januar wieder das Dirigat, nachdem Laura Freimuth sie sehr erfolgreich an dieser Stelle während der Babypause vertreten hatte.

Als Leiterin der musikalischen Jugendabteilung hat Laura Freimuth zwischenzeitlich 12 Kinder in den Blockflöten und 17 Kinder im Jugendorchester. Auch die Kooperation und Zusammenarbeit mit der Musikschule Kilian zeugt von einer fundierten und erfolgreichen Nachwuchsarbeit. Der Musikzug ist derzeit mit 25 Musikerinnen und Musikern am Start. Die Vorfreude ist schon jetzt groß, denn am 15.06.2019 findet in der vierten Auflage das Kreisfeuerwehrmusikfest statt. In diesem Jahr ist die Freiwillige Feuerwehr Oberbrechen Ausrichter und lädt alle Dorfbewohner zur Eröffnung seines Festjahres recht herzlich an den Brunnenplatz ein.

Ein musikalischer Leckerbissen mit rund 13 Feuerwehrorchestern aus dem Landkreis Limburg-Weilburg. Fasching für Groß und Klein mit Herren- und Kappensitzungen, der Familientag, die Kirmes und die weiterhin erfreuliche Mitgliederentwicklung waren Themen, über die der 1. Vorsitzende, Manuel Otto, berichtete. 421 Mitglieder, nahezu jeder fünfte Oberbrecher ist somit nach Berechnungen von Bürgermeister Frank Groos im Feuerwehrverein– davon sind 11 Ehrenmitglieder. 20 Neueintritte waren 2018 zu verzeichnen. Eine große Ehre war es für Manuel Otto, in diesem Jahr die Ehrungen durchzuführen.

Zum einen wurde Karl-Heinz Arthen für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt und daraufhin zum Ehrenmitglied ernannt, zum anderen wurden Jens Arthen und Oliver Fachinger für 25 Jahre geehrt, eine besondere Freude für Manuel Otto, ist er doch mit den beiden im Verein und im Musikzug groß geworden. Ebenfalls wurde an diesem Abend Erhard Pitschel geehrt, der seit 25 Jahren Freund und Gönner der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrechen ist. Zum Abschluss verlas Manuel Otto noch den Bericht des Programmausschusses zum Fest 2020. Verfasst wurde der Bericht von Sandra Jung, welche eines der sieben Mitglieder des Programmausschusses ist. Sie verwies in Ihrem Bericht auf das Festwochenende an Pfingsten 2020 (29.05.-31.05.).

Beginnend freitags mit einem Festabend, es folgt Samstagmittag der Delegiertentag des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg und abends ein Hüttenabend mit der Oktoberfest-Band "Ohlala". Den Abschluss des Feuerwehrfestes zum 125-jährigen Bestehen der FF Oberbrechen bildet ein Festumzug durchs schöne Oberbrechen mit dem Zusammentreffen aller Wehren und Feuerwehrorchester in der Emstalhalle.

Mehr Informationen zur Arbeit und den Angeboten der Wehr unter: www.Feuerwehr-Oberbrechen.de © Peter Ehrlich /FOTO-EHRLICH.de

Staatssekretär Dr. Stefan Heck: „Bilden der Rettungsgasse ist kein freundlicher Hinweis“

95 Feuerwehren werden mit Heckaufklebern „Rettungsgasse“ ausgestattet

Wiesbaden. Im Rahmen der Kampagne „Rettungsgasse“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport hat Staatssekretär Dr. Stefan Heck heute 95 Zuwendungsbescheide mit einer Gesamthöhe von fast 40.000 Euro unterzeichnet. Durch die Maßnahme können alle Autobahnfeuerwehren in Hessen mit einem Heckaufkleber, der die Verkehrsteilnehmer darauf hinweist, die Rettungsgasse für nachfolgende Einsatzfahrzeuge freizuhalten, ausgestattet werden.

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Niederbrechen. Nach der Satzung der Gemeinde für ihre Feuerwehr, kann in die Führungspositionen der Feuerwehr nur gewählt werden, wer der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Brechen angehört, persönlich geeignet ist, die erforderliche Fachkenntnis mittels der geforderten Lehrgänge nachweisen kann und das 56. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Aufgrund des Erreichens dieser Altersgrenze wird sich Wehrführer Dietmar Giesen auf der kommenden Jahreshauptversammlung nicht einer weiteren Wahl stellen, sondern sein Amt an einen noch zu wählenden Nachfolger übergeben.

Dietmar Giesen vor dem Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Niederbrechen, wo er 20 Jahre lang das Amt des Wehrführers inne hatte.

Es ist dies ein spannender aber wichtiger Spagat, so Dietmar Giesen anlässlich seiner bevorstehenden Amtsübergabe. Einerseits geht theoretisch ein profundes erfahrenes Feuerwehrwissen im Amt und muss von einer neuen Kameradin oder einem neuen Kameraden angeeignet werden. Andererseits ist die Regelung, welche im Übrigen der einschlägigen Mustersatzung für kommunale hessische Feuerwehren entspricht, nicht nur nach Auffassung von Dietmar Giesen notwendig und richtig um eine zeitlich geordnete Nachfolge zu gewährleisten. Durch die Regelung wird eine kontinuierliche und langjährige Tätigkeit ja nicht verhindert. Mit 20 Amtsjahren reiht sich Dietmar Giesen in die durchschnittlichen Amtszeiten seiner Vorgänger im Amt ein. Das Amt des Wehrführers wird von den Kameradinnen und Kameraden gewählt, ist also gleichzeitig auch ein langjähriger Vertrauensbeweis untereinander. Immerhin ist er in der bislang 122-jährigen Gesichte der Feuerwehr in Niederbrechen erst der sechste Wehrführer nach Theodor Speth (Gründer) von 1897 bis 1934, Josef Bernhard Schneider von 1934 bis 1957, Robert Willems von 1957 bis 1979, Willi Kremer von 1979 bis 1999.

Dietmar Giesen schaut dankbar auf eine spannende Amtszeit zurück. „Ich habe ja quasi noch analog angefangen und dann die ganze Entwicklung bis zum Einzug des digitalen Zeitalters in der Feuerwehr mitgemacht“. Stolz ist er vor allem darauf, dass er daran mitwirken durfte, dass die Feuerwehr in Niederbrechen heute über alle den Erfordernissen entsprechende Gerätschaften, einen modernen Fuhrpark und was am wichtigsten ist, eine gut ausgebildete und motivierte Einsatzabteilung verfügt.

Nachdenklich wird er aber, wenn es um das Aufgabenspektrum und den Stellenwert des Amtes geht: Aufgrund der stetigen Zunahme des administrativen Aufwands und der zu beachtenden und umzusetzenden Vorschriften in den letzten zwei Jahrzehnten, ist man als Wehrführer nach seiner Meinung, insbesondere bei größeren Ortsteilwehren, mehr Verwalter der Ortsteilwehr als Führer einer Feuerwehreinheit im feuerwehreinsatztaktischen Sinne. Zumal sich die Funktion des Wehrführers in vielen aktuellen Vorschiften des Landes zur Feuerwehr, z. B. wenn es um die funktechnische Ausstattung geht, gar nicht bzw. im wünschenswerten Umfang wiederfindet.

Dietmar Giesen, heute 56 Jahre jung, kam mit 17 Jahren zur Feuerwehr in Niederbrechen. 1974 ist er mit seinen Eltern aufgrund der beruflichen Tätigkeit seines Vaters, vom Rheinland in den Goldenen Grund gezogen. Obwohl er damit kein echter „Brecher“ ist, ist Dietmar Giesen mit seiner Familie, der wie viele Brecher in Rhein-Main-Gebiet seinem Broterwerb nachgeht, im Dorf verwurzelt, angekommen und herzlich aufgenommen. Er ist gerne im Goldenen Grund und setzt sich mit Herzblut und großem Engagement für die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Brechen und darüber hinaus ein. Wer Dietmar kennt, schätzt ihn als ruhigen, besonnenen Kameraden, der auch gerne der Feuerwehrmusik des eigenen Blasorchesters oder anderer Musikzüge lauscht.

Sein Wissen und seine Erfahrung in Sachen Feuerwehr, Einsatztaktik, Menschlichkeit und Herz stellt er seinen Kameradinnen und Kameraden im Einsatz und auf Wunsch auch im Privaten gerne zur Verfügung.
Mit dem Dank für dieses Engagement, was oft über das normale Maß hinausgeht und dem Wunsch für beste Gesundheit und dem stets unversehrten Heimkehren von den Einsätzen zu seiner Familie begleitet, wird Dietmar wieder die normalen Aufgaben in der Wehr Niederbrechen übernehmen und sich auch wieder mehr um die Ausbildung seiner Kameradinnen und Kameraden kümmern.

Mehr Informationen zur Arbeit und den Angeboten der Feuerwehr unter www.Feuerwehr-Niederbrechen.de (Peter Ehrlich/FOTO-EHRLICH.de)

Im Rahmen der Aktion "die  Jugendfeuerwehren von Limburg helfen bei der Entsorgung von Weihnachtsbäumen", beteiligten sich 7 Limburger Jugendfeuerwehren.

An sieben Sammelpunkten in der Kernstadt und an Sammelpunkten in den Stadtteilen Linter, Eschhofen, Staffel, Dietkirchen, Offheim, Ahlbach standen die 80 Jugendliche mit ihren 40 Betreuern bereit und nahmen die Weihnachtsbäume an.

Die Bäume wurden auf bereitstehende Container und LKW verladen und anschließend nach Ennerich gefahren. Dort standen zwei Häcksler bei der Firma Sommerfeld Grünanlagen bereit, wo ca. 900 Bäume in allen Größen zerkleinert wurden.

Die Jugendfeuerwehren wurden durch die Firmen Reusch, Noll, Weton, Bona, Sommerfeld Grünanlagen, dem THW, Bauhof und Landwirt Königstein mit LKW, Containerfahrzeugen, Traktor mit Hänger, Radlader und Häcksler unterstützt.

ür die Spenden der Weihnachtsbaumbesitzer und Hilfen der Unternehmen sagen die Jugendlichen noch mal herzlichen Dank! Im Anschluss gab es für alle Helfer noch ein Mittagessen beim Malteser Hilfsdienst in Eschhofen.

© Holger Goebel, Feuerwehr Limburg