Springe zum Inhalt

Bundes- und Landesbehörden üben gemeinsam den radiologischen Notfall

Bundesamt für Strahlenschutz an gemeinsamer Notfallübung in der Umgebung des Kernkraftwerks Neckarwestheim beteiligt
Behörden des Bundes und des Landes Baden-Württemberg üben gemeinsam den radiologischen Notfall.

Bei einer Übung vom 26. bis 28. Februar 2019 wird ein schwerer Störfall im Kernkraftwerk Neckarwestheim (Landkreis Heilbronn) simuliert. Im Rahmen der Übung werden Messteams des Bundes, des Landes Baden-Württemberg und die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH (KHG) in der Umgebung von Neckarwestheim im Einsatz sein, voraussichtlich auch per Hubschrauber.
An der Übung beteiligt sind das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), das Regierungspräsidium Stuttgart, die Bundespolizei sowie die KHG.
Erstmals erprobt bei einer solchen Übung das Radiologische Lagezentrum des Bundes seine Aufgaben bei einem radiologischen Notfall. Für diesen Krisenstab unter Leitung des Bundesumweltministeriums analysiert und bewertet das BfS die radiologische Situation. Ziel der Übung ist, Strukturen und Verfahren des radiologischen Notfallschutzes sowie die Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesbehörden zu erproben und zu optimieren, um die Effizienz des radiologischen Notfallschutzes für die Bevölkerung zu erhöhen.
Ein Schwerpunkt der Übung wird neben der behördenübergreifenden Zusammenarbeit der Verwaltungsstäbe auf Bundes- und Landesebene die Koordinierung bei der Erfassung und Auswertung von simulierten radiologischen Messdaten sein. Mehrere Messteams des Bundes, die LUBW und KHG werden in der Umgebung der Anlage im Einsatz sein und die simulierten Messdaten an die Messzentrale des Radiologischen Lagezentrums des Bundes beim BfS übermitteln, wo sie ausgewertet werden. Die Simulation der Messdaten basiert auf der realen Wetterlage, daher wird sich der Einsatzort der Messteams unter anderem nach der vorherrschenden Windrichtung an den Übungstagen richten.
Neben Messfahrzeugen am Boden sieht die Übung den Einsatz von zwei Helikoptern der Bundespolizei vor, die mit Technik zur schnellen und großflächigen Radioaktivitätsmessung aus der Luft ausgestattet sind.

Bundesamt für Strahlenschutz:

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des Strahlenschutzes. Die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter www.bfs.de.

© Bundesamt für Strahlenschutz