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Bürgerdialog Meilenstein: 2. Runde im September

Das Wohngebiet Meilenstein und der Verkehr. Das ist ein Thema, das im Rahmen des Förderprogramms Sozialer Zusammenhalt für die Limburger Südstadt in einem Dialog zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Stadtverwaltung bearbeitet wird. Zum Auftakt gab es einen digitalen Bürgerdialog, nach den Sommerferien folgt am 17. September in der Zeit von 17 bis 19 Uhr die zweite Runde unter dem Motto „Vor Ort hingeschaut“. Ob als Präsenzveranstaltung vor Ort oder erneut digital ist unter anderem davon abhängig, wie sich die Pandemie entwickelt.

Parken, Geschwindigkeit und Sicherheit, das sind die drei Themen, die nach dem digitalen Bürgerdialog im Wohnquartier Meilenstein ganz oben auf der Liste stehen. Die erste Runde diente dazu, thematische Schwerpunkte herauszuarbeiten und eine zeitliche Reihenfolge der Themen festzulegen. Parken, Geschwindigkeit und Sicherheit werden die zweite Runde, wieder unter der Moderation von Ulrike Hesse (Büro Rittmannsperger erstellt das für das Förderprogramm notwendige Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept) und Marcus Schenk (Quartiersmanager Südstadt), inhaltlich prägen.

Zu wenig Platz zum Parken? Zu wenig Platz zum Spielen und Toben? Zu hohe Geschwindigkeiten bei der Fahrt durch das Wohngebiet? Gefährden fehlende Abgrenzungen im Verkehrsraum die Sicherheit? Um diese Fragen im Rahmen der zweiten Veranstaltung ausführlich erörtern zu können, nutzt die Verwaltung die Zeit seit der Auftaktveranstaltung am 6. Mai, um wichtige Daten zusammenzutragen, die helfen sollen, am 17. September die Problemfelder zu diskutieren.

„Es ist notwendig, in der zweiten Runde die widerstrebenden Interessenslagen klar zu benennen und vorhandene Handlungsspielräume zu klären“, verdeutlicht die Moderatorin Ulrike Hesse. In dem Ende der 1960er Jahre erschlossenen Areal steht nur ein sehr begrenzter Straßen- oder Verkehrsraum zur Verfügung. Wer mehr Platz zum Abstellen von Autos fordert, wird automatisch den Raum für andere Nutzungen weiter begrenzen. Wer mehr Fläche des Straßenraums zum Spielen und Toben wünscht, wird automatisch auch Flächen in Anspruch nehmen, auf denen derzeit noch Autos abgestellt werden.

In den weiteren Veranstaltungen des Bürgerdialogs werden Themen wie Verkehrsführung, Verkehrswende, Mobilitätskonzepte und mehr behandelt. Am Ende des Dialogs möchte die Stadt mit den Bürgern zu einer möglichst gerechten Verteilung des vorhandenen Verkehrsraums kommen.

Das Versprechen vom Auftakt, ein offenes Gespräch zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerinnen und Bürgern zu suchen, gilt natürlich während des gesamten Prozesses. „Wir wollen in den direkten Dialog treten und dabei wichtige Erkenntnisse gewinnen“, hatte Bürgermeister Dr. Marius Hahn zum Auftakt gesagt. Das Ziel ist es, bis zum Frühjahr kommenden Jahres zu umsetzbaren Ergebnissen zu kommen. Dazu sind dann nach dem zweiten Bürgerdialog am 17. September noch weitere Veranstaltungen notwendig, um bis zum Winter konkrete Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Das Thema Verkehr im Meilenstein ist auch in der städtischen Politik und der Verwaltung seit geraumer Zeit ein Thema. Eine Vorlage zur Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs ist bereits in verschiedenen Gremien der Stadtpolitik vorgestellt worden. Kommt es zu einer entsprechenden Ausweisung, dürfte in dem Wohngebiet zum Beispiel nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Zudem hat es durch die Verwaltung eine Überprüfung der Befahrbarkeit unter dem Aspekt eines Feuerwehreinsatzes gegeben. Auch dadurch ergeben sich noch einige Handlungsaufträge.

Ergebnisse der ersten Runde
Unter dem Problemfeld Parken listen sich dann einzelne Unterthemen wie wildes Parken, Anzahl der Parkplätze, Parksuchverkehr, Nutzung der eigenen Garagen oder auch Parkflächen außerhalb des Wohnquartiers. In dem Wohnquartier mit nur einer zentralen Zufahrtsstraße gilt Tempo 30. Die gefahrenen Geschwindigkeiten werden von den Anwohnern jedoch als zu schnell wahrgenommen, sodass Maßnahmen notwendig seien, um die Geschwindigkeit zu begrenzen. Ein bedeutender Aspekt ist für die Bewohner das Thema Sicherheit, denn gerade Kinder oder überhaupt Fußgänger seien sehr gefährdet, es fehle an Bewegungsraum und der Straßenraum sei oft schlecht einsehbar; auch abseits des Wohnquartiers gebe es mit der Anbindung an Blumenrod und der Querung der B8 noch wichtige Sicherheitsbelange. © Stadt Limburg