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Brechen spielt Theater

„Dorfgeschichte(n) – Fragmente aus 1250 Jahren Niederbrechen und Oberbrechen!“

So lautet der Titel des Theaterstücks, das anlässlich des 1250-jährigen Bestehens von Niederbrechen und Oberbrechen vom 15.-17.07. 2022 in der Emstalhalle in Oberbrechen aufgeführt wird. Für viele von uns noch lange hin, doch im Hintergrund laufen die Planungen bereits auf Hochtouren.

Wie wird aus der Emstalhalle die „Royal Emstalhall“?

Das war die Leitfrage, unter der sich Ende Oktober das Leitungsteam bei einer gemeinsamen Begehung mit den Verantwortlichen für Bühnen-, Licht- und Tontechnik zusammen in der Emstalhalle trafen. Auf Jürgen Arnold, Markus Hoffmann und Andreas Kremer kommen hier im Vorfeld noch einige Herausforderungen zu, die sie aber mit ihren jahrelangen Erfahrungen meistern werden. Währenddessen heißt es für Cara Basquitt, Regisseurin und Gesamtleiterin, die Laienschauspieler*innen vorzubereiten. Über den Herbst hinweg fanden hierzu Theaterworkshops statt. Hier konnten die Teilnehmer*innen – teilweise zum ersten Mal – schauspielerische Erfahrungen sammeln und sich mit dem imaginären Theaterraum vertraut machen. Neben theaterpädagogischen Übungen wurden bereits erste Szenenideen angespielt. Aus diesen Eindrücken und den Ergebnissen der Textwerkstätten entsteht nun nach und das Theaterskript. Genauso wie das Skript werden sich auch die Rollen im Laufe des Prozesses entwickeln und Gestalt annehmen. Jeder, der schon einmal selbst Theater gespielt hat, weiß: Ein Stück von Grund auf neu zu erarbeiten ist große Kunst. Das Stück selbst greift inhaltlich die bewegte Historie der beiden Ortsteile fragmentarisch auf und interpretiert beispielhaft interessante Dorfgeschichten und die spannende Dorfgeschichte von der Frankenzeit über das Mittelalter, die kurfürstliche und nassauische Zeit bis hin zu den großen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts auf moderne Weise.

Ein Projekt, das Brücken schlägt.

Musik und Tanz – als verbindendes Element der Jahrhunderte, aber auch der Menschen – dürfen bei diesem einmaligen Projekt natürlich nicht fehlen. Der Theaterchor unter der Leitung von Jutta Sode hat im Oktober seine Arbeit aufgenommen. Was alle Projektgruppen gemein haben: Sie konstituieren sich eigens für dieses Theaterprojekt – orts- und vereinsübergreifend. Ein Projekt, das also nicht nur Brücken zur Vergangenheit schlägt, sondern auch in der Jetztzeit Menschen und Ortsteile verbindet. Während die Probearbeit der Theatertanzgruppe unter der Leitung von Olli Fachinger und Dorin Frank Ende November beginnen wird, wird sich das Theaterorchester im Frühjahr 2022 konstituieren; Michael Steiner zeichnet sich hierfür verantwortlich. Für die Menschen unserer Region sind die Verantwortlichen der einzelnen Projektgruppen sicherlich keine Unbekannten, haben sich diese doch bereits in den verschiedenen Gruppierungen im Goldenen Grund einen Namen gemacht. Schon jetzt merkt man: Das Theaterprojekt wird zwar ehrenamtlich, aber dennoch professionell durchgeführt. Alle Beteiligten stehen in ihrem Know-how, Engagement und ihrer Leidenschaft für die Sache ihren hauptamtlichen Kollegen auf den großen Bühnen in nichts nach.

Wer noch Interesse an der Mitwirkung in der Theatertanzgruppe hat, kann sich gerne per Mail an theater@gemeindearchiv-brechen.de wenden.

Für alle, die die drei Aufführungen kaum noch erwarten können, startet am 1. Adventssonntag der Vorverkauf im alten Rathaus in Niederbrechen und in der Bücherei in Oberbrechen. Karten zum Preis von 15,- € können dann und an den darauffolgenden Adventssonntagen jeweils von 10:30-12:30 Uhr sowie von 14:00-16:00 Uhr erworben werden. Vielleicht das perfekte Weihnachtsgeschenk? © Silke Steul