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Brechen, Elbtal und Hünfelden erfassen Straßen in gemeinsamer Datenbank

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich übergibt Bescheid in Höhe von 35.000 Euro an die drei Gemeinden

Gießen/Niederbrechen. „Interkommunale Zusammenarbeit finde ich sehr gut, da mit ihr Aufgaben besser gelöst und Kosten eingespart werden können“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich im Alten Rathaus von Niederbrechen. Im Januar haben sich die Gemeinden Brechen, Elbtal und Hünfelden darauf geeinigt, eine gemeinsame Datenbank zu erstellen, um ihre Straßen zu verwalten. Mit ihr können die Kommunen nicht nur gemeinsam Fachdaten nutzen, sondern auch eine zentrale Organisation wird dadurch ermöglicht. Das Projekt wird vom Land Hessen gefördert werden, für das der RP nun den Förderbescheid über 35.000 Euro an die Gemeinden übergeben hat. 

„Die Aufgaben der Gemeinden werden immer komplexer und manche Kommunen sind wegen ihrer Größe nicht mehr in der Lage, diese Probleme alleine zu lösen“, erläutert RP Ullrich. Daher sei eine Zusammenarbeit der Gemeinden sehr sinnvoll. Auch Brechens Bürgermeister Frank Groos zeigte sich vom Zusammenhalt der Gemeinden angetan: „Wichtig ist, dass wir als kommunale Familie gemeinsam an Lösungen arbeiten. Durch die Datenerfassung können wir die Straßen besser und genauer bewerten.“ Die Datenbank werde es außerdem erleichtern, auf Informationen zurückzugreifen und Entscheidungen zu objektivieren.

Silvia Scheu-Menzer, Bürgermeisterin von Hünfelden, stimmt ihrem Kollegen zu und ergänzt: „Durch die gute kommunale Zusammenarbeit können wir nicht nur die Straßen an sich besser verwalten.“ Planungen würden durch die Einbindung in Geografische Informationssysteme auch vereinfacht. Ihr Kollege aus Elbtal, Joachim Lehnert, sieht in diesem Punkt eine große Stärke der gemeinsamen Datenbank: „Zum einen hilft uns die Datenbank dabei, Straßen objektiv zu bewerten, zum anderen ist die Vielschichtigkeit solcher Systeme ein enormer Vorteil bei der Regionalplanung.“ Vor allem der Vorwurf, subjektiv über Straßen und deren Zustände zu urteilen, sei damit aus dem Weg geräumt.

Trotz der Zusammenarbeit der drei Gemeinden bleiben diese jeweils selbst für ihre Bürger und ihre Mitarbeiter zuständig. „Bei der interkommunalen Zusammenarbeit ist es für die betroffenen Gemeinden wichtig, eigenständig und auch leistungsfähig zu bleiben“, erläutert RP Ullrich. Die Zusammenarbeit laufe meist nur im Hintergrund bei der Verwaltung ab, sodass dies außen häufig gar nicht spürbar sei. Die Datenbank sei aber ein Vorteil für die Bürger selbst sowie für die Gemeindeverwaltung. 

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Regierungspräsidiums Gießen unter www.rp-giessen.de zu finden.

Siehe auch meinen Vorbericht von gestern: https://brachinaimagepress.de/regierungspraesidium-unterstuetzt-interkommunale-zusammenarbeit-brechen%C2%B7huenfelden%C2%B7elbtal