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BKA: ZAC NRW und BKA ermitteln wegen des Verdachts des internationalen Handels mit Waffen, Betäubungsmitteln und Sprengstoff

Wiesbaden (ots) - Festnahmen und Durchsuchungen in Gelsenkirchen, Bochum, Bergkamen, Marienheide (NRW) und den Niederlanden

Das Bundeskriminalamt (BKA) ermittelt seit August 2021 im Auftrag der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) gegen eine international agierende Tätergruppierung. Die sieben Tatverdächtigen im Alter von 22 bis 48 Jahren stehen im Verdacht, mindestens seit Januar 2020 arbeitsteilig an einer Vielzahl von Rauschgift- und Waffentransporten in verschiedene europäische Staaten, darunter Österreich, Schweiz und Tschechien, beteiligt gewesen zu sein. Für ihre Kommunikation nutzen sie kryptierte Messenger- bzw. Telefondienste wie SkyECC.

Am 23.03.2022 wurden in Gelsenkirchen, Bochum und Riesa insgesamt drei Haftbefehle gegen deutsch-serbische und deutsche Staatsangehörige vollstreckt und weitere Haftbefehle gegen drei im Rahmen der Durchsuchungen vorläufig festgenommene Personen beantragt. Zugleich durchsuchten Ermittler 20 Objekte in Gelsenkirchen, Bochum, Bergkamen, Marienheide und den Niederlanden. Dabei wurden unter anderem mehr als 50 Kilogramm Betäubungsmittel (Kokain, Crystal Meth, Cannabis), Waffen, mehrere hundert Schuss Munition verschiedenen Kalibers, Kraftfahrzeuge (unter anderem Schmuggelfahrzeuge), Bargeld in fünfstelliger Höhe, Mobiltelefone (darunter mindestens drei Kryptohandys), zahlreiche digitale Speichermedien, Utensilien zur Portionierung und Verpackung von Rauschgift sowie diverse Vermögensgegenstände beschlagnahmt. An den Maßnahmen waren rund 100 Kräfte des BKA, 30 Beamte des Landes NRW, Spezialkräfte der Bundespolizei sowie Kräfte der niederländischen Polizei beteiligt.

Die Ermittlungen dauern an. © BKA