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Bei mehr als der Hälfte der Kontrollen – Sprengstoffexperten stellen Mängel fest

Feuerwerk: Regierungspräsidium Gießen überprüft 120 Lager- und Verkaufsstellen in Mittelhessen und zieht nun Bilanz

Gießen. Der Verkauf von Feuerwerk vor Silvester hat kein Nachspiel für mittelhessische Unternehmen. Die Sprengstoffexperten beim Regierungspräsidium Gießen (RP) waren auch diesmal vor Silvester unterwegs, um Lagerung und Verkauf von Silvesterfeuerwerk zu kontrollieren.

Dabei wurden 120 Lager- und Verkaufsstellen für Pyrotechnik überprüft. „Bei 68 Kontrollen – also mehr als der Hälfte – stellten wir Mängel fest“, berichtet Regierungsvizepräsident Martin Rößler. Diese konnten jedoch vor Ort behoben werden. Die häufigsten Gründe dafür: fehlender Diebstahl- und Brandschutz sowie versperrte Fluchtwege.

Besonderes achteten die Fachleute darauf, wie die pyrotechnischen Gegenstände gelagert und gekennzeichnet waren, wie sie im Verkaufsraum aufbewahrt sowie ob Abgabe- und Sicherheitsbestimmungen eingehalten worden sind. „Schwerwiegende Mängel, die eine Anordnung oder sogar ein Bußgeldverfahren erfordern, haben wir glücklicherweise nicht festgestellt“, erläutert Florian Brinkmann, RP-Experte für Sprengstoff. In einigen Betrieben waren die vorgeschriebenen Löschmittel nicht vor Ort, oder falsch platziert, lautet eine Erkenntnis aus den Kontrollen. „Dabei ist es wichtig einen Brand schon im Entstehen zu bekämpfen“, ergänzt sein Kollege Rainer Thielmann.

Selbst wenn der nächste Jahreswechsel noch zeitlich in weiter Ferne liegt: Auch in Zukunft werde das RP bei den Kontrollen für sicheres Silvesterfeuerwerk immer einen Blick auf den Brandschutz haben. „Denn durch die regelmäßigen Feuerwerkverkaufskontrollen zum Jahresende werden nicht nur die Kunden, sondern vor allem auch die Mitarbeiter der Betriebe geschützt.“ © RP-Gießen