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Bad Camberg und Selters erfassen gemeinsam Straßen

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich übergibt Bescheid in Höhe von 25.000 Euro für Datenbank – Kommunale Straßen werden effektiv verwaltet und bewirtschaftet

Gemeinsam freuen sich über das gelungene Projekt (v.l.): Benjamin Zabel (Bauamt Selters), Bernd Hartmann (Bürgermeister Selters), RP Ullrich, Jens-Peter Vogel (Bürgermeister Bad Camberg) und Jan Pieter Subat (Bauamt Bad Camberg).
Foto: Stadt Bad Camberg

Gießen/Bad Camberg. „Die Aufgaben der Kommunen werden immer komplexer, umso wichtiger ist die interkommunale Zusammenarbeit“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich im Rathaus von Bad Camberg. Sie gibt den Kommunen die Möglichkeit, Geld einzusparen, und hat neben Kostenvorteilen auch Vorteile für unsere Bürger. Gemeinsam mit der Gemeinde Selters wird die Stadt Bad Camberg die Daten von allen Straßen der beiden Kommunen abfahren und erfassen lassen.


Herauskommen wird eine Datenbank, die nicht nur den Zustand der insgesamt 130 Kilometer langen Straßen exakt widerspiegelt. Durch sie kann etwa die Notwendigkeit einer Sanierung abgelesen werden. Dieses Projekt hat das Land Hessen mit 25.000 Euro gefördert. Den Förderbescheid übergab der RP nun für das Regierungspräsidium Gießen als zuständige Mittelbehörde an die beiden Bürgermeister.

„Die Grundidee, die dahintersteckt, finde ich sehr gut“, lobt RP UIlrich das interkommunale Projekt. Der Service bleibe derselbe oder sei sogar besser, wenn durch einen Zusammenschluss Wissen gebündelt werde. Das spare nicht nur Arbeitsenergie, sondern auch bares Geld. Bernd Hartmann, Bürgermeister von Selters, nickt: „Die Gemeinde Selters hat schon zahlreiche gemeinsam Projekte erfolgreich mit Bad Camberg auf den Weg gebracht.“ Es gehe eigentlich nur zusammen. Jens-Peter Vogel, sein Kollege aus Bad Camberg, betont. Mit der Datenbank könne jederzeit überprüft werden, in welchem Zustand sich eine bestimmte Straße befinde. Die Daten seien zukünftig dauerhaft vorhanden.

„Das Werkzeug ist sehr effektiv“, berichtet Hartmann, „alleine wegen der Arbeitszeit, die wir sparen.“ Dadurch, dass diese Aufgabe gemeinsam wahrgenommen wird, erwarten die Bürgermeister einen erheblichen Effizienzgewinn durch eingesparte Personalkosten. „Ich bekomme einen Zustandsbericht, habe dadurch Material in der Hand und kann nachrecherchieren, wie schlecht oder gut die Straße tatsächlich ist“, ergänzt Jens-Peter Vogel. Das betrifft sowohl die Frage der grundhaften Sanierung, als auch die normale Unterhaltung. Die Daten mit Sachstand und auch einer Bewertung des Zustandes tragen dazu bei, die tatsächliche Dringlichkeit zu ermitteln. © RP-Gießen