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B 8 & B 49 & A 3, Gehölzpflegearbeiten bei Limburg-Nord

Verkehrssicherheit hat für Hessen Mobil oberste Priorität – dies gilt auch für den unmittelbaren Bereich neben der Fahrbahn einer Straße und auch für die dortigen Gehölze (Sträucher und Bäume). Daher schneidet Hessen Mobil die Gehölze am Straßenrand zum Erhalt der Verkehrssicherheit regelmäßig zurück. Denn unmittelbar am Fahrbahnrand muss die Sicht auf Fußgänger, Fahrzeuge und Verkehrszeichen – vor allem an Einmündungen - freigehalten werden. Außerdem dürfen keine Äste in den "Lichtraum" über der Fahrbahn ragen. Zudem werden jährlich die Gehölze entlang der Straßen in unserem Zuständigkeitsgebiet durch geschulte Mitarbeiter und bei Bedarf von speziell ausgebildeten Fachkollegen bei Hessen Mobil beobachtet – mindestens einmal jährlich und bei konkretem Anlass zusätzlich. Gehölze, die die Verkehrssicherheit gefährden und nicht mehr in einen sicheren Zustand gebracht werden können, müssen entfernt werden, um Schäden durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu vermeiden. Aber nicht immer muss dafür ein Baum gleich gefällt werden, in vielen Fällen genügt ein fachgerechter Schnitt.

Auf den Bundesstraßen B 8 und B 49 bei Limburg-Nord stehen in diesen Tagen solche Gehölzpflegearbeiten an. Dies betrifft die folgenden Bereiche:

Im Kreuzungsbereich von B 8 und B 49 kurz hinter der Anschlussstelle Limburg-Nord der A 3 Richtung Limburg/Diez werden Gehölze ausgelichtet und Bäume (vorwiegend Pappeln und Lärchen), die nicht mehr verkehrssicher sind, gefällt. Dies umfasst sowohl den Bereich neben der Innenkurve zwischen der B 49 und der B 8 Richtung Diez als auch die B 49 stadtauswärts auf rund 280 Metern Länge in Richtung der A 3 Anschlussstelle Limburg-Nord.

Entlang der B 8 kurz vor der Kreuzung mit der B 49 bei Limburg-Nord werden auf rund 380 Metern am rechten Fahrbahnrand an der Rückseite der dortigen Schallschutzwand die Gehölze zurückgeschnitten und dabei auf den Stock gesetzt.

Entlang der B 8 von der B 49 kommend in Richtung Staffel werden neben dem linken Fahrbahnrand die dortigen Gehölze nach dem 50/150 Meter Konzept geschnitten und ausgelichtet. Das heißt, bei der Gehölzpflege mit "Auf-den-Stock-Setzen" wird abschnittweise vorgegangen. Auf einer Länge von 50 Metern entlang der Straße werden die Gehölze "auf den Stock gesetzt" und ausgedünnt, daneben bleiben weitere 100 Meter unberührt. In dem zu bearbeitendem Abschnitt entlang der B 8 sind Bäume in gutem Zustand vorhanden, daher bleiben einzelne Bäume und Büsche als sogenannte "Überhälter" stehen.

Beim "Auf-den-Stock-Setzen" werden Bäume und Sträucher am Straßenrand – über das alljährliche Freischneiden der Lichtraum-und Sichtflächen hinaus – in einer Höhe von 10 bis 20 Zentimetern über dem Boden abgeschnitten. Das regelmäßige "Auf-den-Stock-Setzen" dient dazu, dass sich der Strauchbestand gesund entwickeln kann, da sich die Gehölze durch einen zu engen Stand gegenseitig in die Höhe treiben und dadurch instabil werden. Um einer daraus folgenden Verkehrsgefährdung entgegenzuwirken, ist ein Rückschnitt angebracht.

Im Bereich der Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle Limburg-Nord der A 3 werden zudem in dieser Wintersaison umfangreichere Gehölzpflegearbeiten erfolgen müssen. In den Grünstreifen zwischen den Auf- und Abfahren (den sogenannten "Ohren" der Anschlussstelle) steht ein hoher Anteil an Ulmen. Diese Bäume in der Anschlussstelle sind vom Ulmensplintkäfer befallen. Die Ulme wird vom Ulmensplintbohrkäfer als Lebensraum benötigt. Dieser Käfer überträgt mit der Eiablage in geschwächte / absterbende Bäume die nach Europa eingeschleppten Pilze (Ophiostoma ulmi) und die aggressivere Art (Ophiostoma novo-ulmi) in die Bäume. In dichteren Ulmenbeständen kommt es auch durch Verwachsungen der Wurzeln der Ulmen untereinander zu einer Übertragung dieser Pilze. In der Folge versucht der Baum den Pilz zu stoppen und verstopft die Leitungsbahnen. Daher kommt es zu Welkeerscheinungen und dann dem Absterben des Baumes.

Eine der wirksamsten Gegenmaßnahmen zur weiteren Verbreitung des Ulmensterbens ist die Entfernung der befallenen Bäume und die vollständige Entfernung des als Brutplatz möglichen und zusätzlich infektiösen biologischen Materials. Da in diesem Bereich der Anschlussstelle wahrscheinlich alle Ulmen befallen werden könnten, ist damit zu rechnen, dass über die nächsten zwei bis drei Jahren alle dortigen Ulmen entfernt werden müssen, um die Infektion zu stoppen und einer Verkehrsgefährdung vorzubeugen.

Die Abschnitte der Gehölzpflege und Fällungen von Bäumen wurden wie jedes Jahr mit der zuständigen Naturschutzbehörde abgestimmt.

Weitere Informationen zum Thema Gehölzpflege erfahren Sie unter www.mobil.hessen.de unter dem Menüpunkt Betrieb/Gehölzpflegearbeiten.

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