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Ausstellung vom 8. November bis 12. Dezember in Weilburg: Georg Elser und sein Attentat auf Adolf Hitler

Ausstellung vom 8. November bis 12. Dezember in Weilburg
Georg Elser und sein Attentat auf Adolf Hitler – „Ich habe den Krieg verhindern wollen!“


(WEILBURG) Der Verein „Weilburg erinnert“ präsentiert vom 8. November 2021 bis 12. Dezember 2021 im ehemaligen Schlecker-Markt in der Neugasse 8 in Weilburg eine Ausstellung zum Widerstandskämpfer Georg Elser. Am 8. November dieses Jahres jährt sich zum 82. Mal das Attentat des Schreinergesellen Georg Elser auf Adolf Hitler im Münchener Bürgerbräukeller am 8. November 1939. „Weilburg erinnert“ hat diesen Jahrestag zum Anlass genommen, die Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg „Ich habe den Krieg verhindern wollen“ – Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939 nach Weilburg zu holen.
Die Ausstellung erinnert an Elsers entschlossene Tat, durch die er wenige Wochen nach Kriegsbeginn „noch größeres Blutvergießen verhindern“ wollte. Sie würdigt damit eine Persönlichkeit, die neben den Geschwistern Scholl und den Brüdern Stauffenberg zu den herausragenden Gestalten des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Deutschland zählt.
Am 8. November 1939 verübte Georg Elser im Münchner Bürgerbräukeller einen Bomben-Anschlag auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte NS-Führungsspitze. Das Attentat scheiterte nur knapp. Monatelang bereitet er den Anschlag akribisch vor. Bei seinem Arbeitgeber, der Heidenheimer Armaturenfabrik, lässt er 250 Presspulverstücke mitgehen. Um an Sprengstoff zu gelangen, beginnt er eine Arbeit beim Steinbruch in Königsbronn. Von August 1939 an lebt Elser in München, um das Attentat im Bürgerbräukeller vorbereiten zu können.
Die Sprengstoffladung, die Elser gebaut hatte, explodierte am 8. November 1939 genau und planmäßig um 21.20 Uhr im Bürgerbräukeller und verwandelte den Saal in ein Trümmerfeld. Sie zerschmetterte nicht nur die Säule hinter dem Rednerpult und ihre Umgebung, sondern ließ auch die Decke einstürzen. Acht Menschen starben, sieben NSDAP-Mitglieder und die Kellnerin Maria Henle. 63 Personen wurden verletzt. Aber Adolf Hitler, hatte seine Rede außerplanmäßig schon um 21.07 Uhr beendet und mit den Vertretern von Partei und Regierung den Saal verlassen.
Der gelernte Schreiner und überzeugte Widerstandskämpfer aus Baden-Württemberg wurde bei seiner Flucht in die Schweiz festgenommen. Die Deutschen glaubten dem Gerücht der NS-Propaganda, dass der britische Geheimdienst verantwortlich für den Anschlag sei. Nach fünf Jahren Haft in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau wurde Elser im Jahr 1945 kurz vor Befreiung im KZ Dachau ermordet, seine Leiche danach verbrannt.
Die offizielle Ausstellungseröffnung mit Vertretern der heimischen Politik findet am 8. November um 18:30 Uhr statt. Die Ausstellung ist freitags von 16 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen für Schulklassen und Gruppen sind nach entsprechender Voranmeldung per E-Mail an info@weilburg-erinnert.de möglich. Dann wird die Ausstellung auch wochentags geöffnet.
Die Ausstellung in Weilburg wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ und durch den Lions Club Weilburg. © Weilburg erinnert e. V.
Markus Huth, Vorsitzender