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Ausstellung im Rathaus: Jüdische Geschichte in Hünfelden

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27.01. erinnerten Schülerinnen und Schüler der Klasse 10Ra der Freiherr-vom-Stein-Schule im Rahmen einer Gedenkfeier an jüdische Familien in Dauborn, Mensfelden, Kirberg und Heringen, um sich aktiv gegen Antisemitismus zu positionieren und das Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen zu bewahren. Zu diesen jüdischen Einzelschicksalen erstellte die Klasse außerdem eine informative Ausstellung, die gegenwärtig im Musiksaal der Schule zu besichtigen ist. Ab dem 07. Februar 2020 wird sie im Rathaus in Kirberg innerhalb der Öffnungszeiten zu sehen sein. Zur Eröffnung dieser Ausstellung lädt der Arbeitskreis „Spuren jüdischen Lebens in Hünfelden“ um 16 Uhr ins Rathaus der Gemeinde nach Kirberg ein. Dort werden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10Ra ihre Ausstellung präsentieren. Die Begrüßung am Eröffnungsnachmittag übernimmt Frau Bürgermeisterin Scheu-Menzer. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger aus Hünfelden und Umgebung dazu herzlich ein.
Der Arbeitskreis „Spuren jüdischen Lebens in Hünfelden“ trifft sich regelmäßig, um den Schicksalen ehemaliger jüdischer Menschen in Hünfelden nachzugehen. Die Bürgermeisterin Frau Scheu-Menzer leitet den Arbeitskreis, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen Gedenkort für die verfolgten jüdischen Menschen zu gestalten, um an sie zu erinnern. Markus Streb aus Mensfelden ist Mitglied in diesem Kreis, sein besonderes Interesse gilt seit Jahren der Erforschung von Familienschicksalen der Jüdinnen und Juden aus der Gemeinde. Auch die Freiherr-vom-Stein-Schule ist durch die Lehrerin Patricia Birkenfeld in der Arbeitsgemeinschaft vertreten, sodass Schülerinnen und Schüler anhand der aufgearbeiteten Einzelschicksale Geschichte „vor Ort“ erleben und erkennen, dass in hessischen Dörfern und kleinen Städten Juden Teil der ländlichen Gesellschaft waren und das Landleben mitprägten. © Gemeinde Hünfelden