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Auch im eigenen Garten oder beim Spaziergang auf UV-Schutz achten

BfS-Lernmaterial für Kita- und Grundschulkinder neu aufgelegt

Obwohl wir alle gerade viel Zeit zu Hause verbringen, kommt es auch in diesen Tagen auf den UV-Schutz an: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät dazu, auch im eigenen Garten, auf dem eigenen Balkon oder beim Spaziergang mit der Familie auf ausreichenden UV-Schutz zu achten. Bereits jetzt kann die ultraviolette (UV-)Strahlung der Sonne so stark sein, dass sie gesundheitsschädlich wirkt. Um vor allem Kinder, die besonders geschützt werden müssen, zu informieren, hat das BfS sein Lernmaterial neu aufgelegt. Außerdem informiert das BfS ab April wieder regelmäßig mit seinem UV-Newsletter über den UV-Index.

Die Präsidentin des BfS, Inge Paulini, betonte: „Gerade in der aktuellen Situation, wo viele aufgrund der Corona-Krise einen Großteil ihrer Zeit zu Hause verbringen, gerät der UV-Schutz leicht in Vergessenheit. Auch jetzt ist es wichtig, sich zu schützen, wenn man sich im Garten oder auf dem Balkon aufhält oder Bewegung im Freien sucht. Denn einen Warnhinweis für Gesundheitsschäden durch UV-Strahlung gibt es nicht: Die Haut rötet sich erst, wenn die Haut schon geschädigt ist. Und mit jedem Sonnenbrand – vor allem in der Kindheit - steigt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken."

An Haut und Augen kann UV-Strahlung gesundheitliche Schäden verursachen, zu denen im schlimmsten Fall auch Krebs zählen kann. Hautkrebs ist die weltweit häufigste Krebserkrankung hellhäutiger Menschen: Jährlich erkranken auch in Deutschland immer mehr Menschen daran – Tendenz steigend. Allein in Deutschland verdoppelt sich die Anzahl an Neuerkrankungen alle 10 bis 15 Jahre.

Besonders empfindlich auf UV-Strahlung reagieren Kinder und müssen daher besonders geschützt werden. Schwere Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko für das maligne Melanom um das 2 bis 3-fache. Das BfS hat daher auch sein Infomaterial für Kindergarten und Grundschule neu aufgelegt.

Zusammen mit dem kleinen Vampir Valentin und der Fledermaus Frederike lernen die Kinder spielerisch die zwei Seiten der Sonne kennen: Wir brauchen das Sonnenlicht, damit es uns gut geht. Das Licht der Sonne enthält aber auch Strahlung, die uns krank machen kann. Mit einfachen Bastelarbeiten und Experimenten werden die Sonnenschutzregeln vermittelt, und die Kinder können ihr neu erworbenes Wissen testen. Eltern und Lehrer*innen können das Informationsmaterial unter www.bfs.de/uv-unterrichtsmaterial herunterladen oder kostenfrei bestellen.

Orientierung für den richtigen UV-Schutz bietet der UV-Index. Er gibt den erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung an. Ab UV-Index 3 ist Schutz erforderlich, ab UV-Index 8 sollte man unbedingt Schatten suchen und sich in der Mittagszeit möglichst nicht draußen aufhalten.

Das BfS verschickt daher von April bis September immer montags, mittwochs und freitags den UV-Newsletter. Dieser enthält eine Drei-Tages-Vorhersage über den UV-Index für 10 Vorhersagegebiete in Deutschland. Da die UV-Bestrahlungsstärke unter anderem von der Bewölkung abhängt, wird ein Wertebereich angegeben: Der niedrige Wert steht für den Tageshöchstwert bei vorhergesagter Bewölkung, der hohe Wert steht für den Tageshöchstwert bei wolkenlosem Himmel. Auf der BfS-Internetseite wird zudem der UV-Index im Tagesverlauf an den derzeit 27 UV-Messstationen angezeigt. Die Messwerte werden alle 30 Minuten aktualisiert.

Bundesamt für Strahlenschutz:
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des Strahlenschutzes. Die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter www.bfs.de. © Bundesamt für Strahlenschutz