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Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Pandemie aufnahmefähig

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Pandemie aufnahmefähig

. Arbeitslosenquote geht im November 2020 um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent zurück . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 2.047 Arbeitslose mehr . LDK: 325 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 1.231 mehr als vor einem Jahr . LM-WEL: 95 Arbeitslose weniger als im Oktober, 816 mehr als im Vorjahr . LDK: 2.830 Betriebe (44,9%) zeigten seit März für 42.300 Personen (44,2%) KUG an . LM-WEL: 2.027 Betriebe (42,8%) zeigten seit März für 20.527 Personen (36,9%) KUG an . Die tatsächliche Kurzarbeiterquote betrug im Juni im LDK 18,4 Prozent - in LM-WEL 10,2 Prozent . Im Juli befanden sich laut einer Hochrechnung im Gesamtbezirk 446 Betriebe weniger in Kurzarbeit, als im Juni. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 5.565 Arbeitnehmer

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im November 2020 insgesamt 11.841 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,1 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Oktober lag die Zahl der Arbeitslosen bei 12.261, die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent. Vor einem Jahr waren 9.794 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote lag seinerzeit bei 4,2 Prozent. Von den insgesamt 11.841 arbeitslosen Personen waren 5.052 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.221 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.568 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"Der Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat fällt auch im November deutlicher aus, als in den Vorjahren - allerdings auf einem höheren Niveau", berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. So habe der zunächst auf einen Monat befristete Teil-Lockdown im Agenturbezirk nur sehr vereinzelt zu Entlassungen geführt. Die Zugänge in die Arbeitslosigkeit seien im November gegenüber den Vorjahreswerten sogar unterdurchschnittlich ausgefallen. Erfreulich sei zudem, dass die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit in eine Erwerbstätigkeit abermals deutlich über den Vorjahreswerten lagen. Dies sei ein ermutigendes Signal und zeige, dass der Arbeitsmarkt durchaus aufnahmefähig sei, stellte die Agenturchefin fest.

Nach Angaben der Arbeitsmarktexpertin ist die realisierte Kurzarbeit im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar im Juli gegenüber dem Vormonat um 5.565 Kurzarbeiter und 446 kurzarbeitende Betriebe zurückgegangen. Aktuellere Daten zur tatsächlich in Anspruch genommenen Kurzarbeit liegen wegen der dreimonatigen Abrechnungsfrist noch nicht vor. Der November-Lockdown habe allerdings im abgelaufenen Monat zu 185 neuerlichen Kurzarbeitsanzeigen für 1.182 Arbeitnehmer geführt. Da die Beschränkungen in aller Regel zu Komplettschließungen der betroffenen Branchen geführt hätten, sei davon auszugehen, dass ein Großteil dieser Anzeigen tatsächlich realisiert werde, sagte Berbuir abschließend.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im November im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,5 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger, als im Vormonat. Im November 2019 betrug die Quote 3,6 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.188 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 95 weniger als im Oktober (-2,2 Prozent) und 816 mehr als vor einem Jahr (+24,2 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,0 Prozent. 3.735 Personen waren 2019 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 47,0 Prozent (1.967 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 34 Personen (-1,7 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 558 Arbeitslose (+39,6 Prozent) gestiegen. 53,0 Prozent (2.221 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im November beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 61 Arbeitslose (-2,7 Prozent). Gegenüber November 2019 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 13,1 Prozent (258 Personen) erhöht. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2019 waren bei der Arbeitsagentur 1.526 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.209 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 5 Betroffene (-0,2 Prozent) auf 2.345 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 90 Personen auf 1.843 Betroffene (-4,7 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 476 Arbeitslose (+25,5 Prozent), bei den Frauen um 340 Arbeitslose (+22,6 Prozent) zu. 2019 waren jahresdurchschnittlich 2.113 Männer und 1.622 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im November um 2,6 Prozent oder 11 Arbeitslose gesunken. Aktuell sind 411 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 99 mehr, als vor einem Jahr (+31,7 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2019 waren 364 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 33 Betroffene (-2,4 Prozent) auf 1.340 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 262 Personen oder 24,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2019 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.152 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im November, wie auch im Oktober, im Kreis Limburg-Weilburg bei 334 Personen. Gegenüber November 2019 war ein Anstieg um 53 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+18,9 Prozent). Im Jahr 2019 waren jahresdurchschnittlich 299 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.323 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 6 arbeitslose Ausländer weniger als im Oktober (-0,5 Prozent) sowie 287 (+27,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2019 waren 1.182 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im November 2020 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 293 Vermittlungsaufträge. Dies waren 60 Stellen weniger als im November letzten Jahres (-17,0 Prozent). 2019 wurden insgesamt 5.218 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Kurzarbeit:
Im November 2020 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 81 Betrieben aus dem Landkreis Limburg-Weilburg für 463 Arbeitnehmer ein. Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 2.027, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 20.527. Damit haben seit Beginn der Corona-Pandemie 42,8 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe Kurzarbeit für 36,9 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze angezeigt. Aktuell gibt es für den Juni 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 5.704 Arbeitnehmer in 810 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 10,2 Prozent). Das waren 1.790 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-23,9 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ging binnen Monatsfrist um 246 zurück (-23,3 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Juli vor, nach der seinerzeit 17.716 Arbeitnehmer in 1.616 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 11,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 14,6 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juni 446 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Mai. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 5.565 Arbeitnehmer.


Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im November bei 5,5 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte niedriger, als im Vormonat. Im November 2019 betrug die Quote 4,6 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.653 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 325 weniger als im Oktober (-4,1 Prozent) und 1.231 mehr als vor einem Jahr (+19,2 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 4,8 Prozent. 6.640 Personen waren 2019 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 40,3 Prozent (3.085 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 137 Personen (-4,3 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 987 Arbeitslose (+47,0 Prozent) gestiegen.59,7 Prozent (4.568 Personen) aller Arbeitslosen waren im November beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 188 Arbeitslose (-4,0 Prozent). Gegenüber November 2019 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 244 Personen erhöht (+5,6 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2019 waren bei der Arbeitsagentur 2.073 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.567 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 179 auf 4.386 Arbeitslose (-3,9 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 146 auf 3.267 Betroffene (-4,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 812 Arbeitslose (+22,7 Prozent) zu, bei den Frauen stieg sie um 419 Arbeitslose (+14,7 Prozent) an. 2019 waren jahresdurchschnittlich 3.666 Männer und 2.974 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 93 Personen oder 12,1 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum November 2019 hat sie sich um 107 Personen (+18,8 Prozent) erhöht. Aktuell sind 676 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2019 waren 620 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.532 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 47 Personen (-1,8 Prozent) ab. Gegenüber November letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 385 ältere Arbeitslosen (+17,9 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2019 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.214 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im November im Lahn-Dill-Kreis bei 727 Personen und damit um 23 Betroffene oder 3,1 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum November 2019 war ein Anstieg von 53 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+7,9 Prozent). Im Jahr 2019 waren jahresdurchschnittlich 686 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.502 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 92 arbeitslose Ausländer weniger als im Oktober (-3,5 Prozent) sowie 362 mehr als im November letzten Jahres (+16,9 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2019 waren 2.209 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat abermals unter dem Vorjahresniveau. 349 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 47 Stellen oder 11,9 Prozent gegenüber November 2019. 2019 wurden insgesamt 5.605 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Kurzarbeit:
Im November 2020 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 104 Betrieben aus dem Lahn-Dill-Kreis für 719 Arbeitnehmer ein Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 2.830, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 42.300. Damit haben seit Beginn der Corona-Pandemie 44,9 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe Kurzarbeit für 44,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze angezeigt. Erstmals gibt es für den Juni 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 17.576 Arbeitnehmer in 1.252 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 18,4 Prozent). Das waren 897 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-4,9 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ging binnen Monatsfrist um 245 zurück (-16,4 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Juli vor, nach der seinerzeit 17.716 Arbeitnehmer in 1.616 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 11,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 14,6 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juni 446 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Mai. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 5.565 Arbeitnehmer. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar