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Arbeitslosmeldung ohne persönliche Vorsprache·,Selfie-Ident-Verfahren‘

Behördengang wird überflüssig · Identitätsprüfung per Handy

Bisher musste man persönlich bei der Agentur für Arbeit vorsprechen und sich mit einem Ausweisdokument identifizieren, um sich arbeitslos zu melden. Nur so konnte der Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend gemacht werden. Die persönliche Vorsprache ist eine gesetzliche Voraussetzung für den Arbeitslosengeldbezug.

Neukunden der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar können künftig die notwendige Identifikation ohne persönliches Erscheinen über ihr Mobiltelefon oder Tablet vornehmen. Bis Ende Juli erhalten sie ein Schreiben mit einem QR-Code, in dem das ,Selfie-Ident-Verfahren' genau erklärt wird. Erst dann können sie sich über den QR-Code oder den Aufruf der im Schreiben genannten Internetseite identifizieren. Dieses Schreiben trägt als Absender entweder die Arbeitsagentur selbst oder den beauftragten Dienstleister, die Nect GmbH.

Informationen zum ,Selfie-Ident-Verfahren' sowie ein Erklär-Video gibt es auf http://www.nect.com/. Für die Online-Identifizierung benötigt man lediglich ein App-fähiges Gerät mit Kamera (Smartphone, Tablet), eine stabile Internetverbindung sowie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit holographischem Merkmal. Der Grund für das neue Verfahren ist das Bemühen der Bundesagentur für Arbeit, persönliche Kontakte weiterhin so gering wie möglich zu halten. Zunächst gilt dieses Identifikationsverfahren bis 30. September 2020. Der Schutz der persönlichen Daten habe dabei oberste Priorität und werde allen Kunden garantiert, heißt es in einer Pressemeldung. Die Teilnahme am ,Selfie-Ident-Verfahren' ist freiwillig. Wer sich dagegen entscheidet, erhält zu einem späteren Zeitpunkt einen Brief, um sich auf herkömmlichem Weg persönlich in der Agentur für Arbeit zu identifizieren © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar