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Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar weitet Servicezeiten aus #corona

- Telefon-Hotlines bis 18 Uhr besetzt
- Hintergrundinfos zur Kurzarbeit

Die Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar weitet wegen des steigenden Beratungsbedarfs ihre telefonische Erreichbarkeit aus. Die lokale Hotline für Arbeitnehmer 06431 209 100 ist ab sofort montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geschaltet und gilt für die Standorte Limburg-Wetzlar und Dillenburg gleichermaßen. Alternativ stehen weiterhin die Online-Angebote zur Verfügung, beispielsweise um sich arbeitssuchend zu melden oder Arbeitslosengeld zu beantragen (http://www.arbeitsagentur.de). Persönliche Vorsprachen in den Geschäftsstellen sind derzeit nur im Notfall möglich. Anträge können per E-Mail, Post oder über die Hausbriefkästen übermittelt werden. Arbeitgebern steht ab ebenfalls von 8 bis 18 Uhr die bundesweite Hotline 0800 4 5555 20 zur Verfügung. Auch für Arbeitgeber stehen Online-Angebote bereit.

 

Links zu den Formularen

 

Der Arbeitsausfall ist der Agentur für Arbeit vom Betrieb mit dem Vordruck https://www.arbeitsagentur.de/datei/Anzeige-Kug101_ba013134.pdf anzuzeigen. Die Anzeige muss spätestens am letzten Tag des Monats, in dem die Kurzarbeit beginnen soll, in der Agentur für Arbeit vorliegen.

 

Der Antrag zur Auszahlung von Kurzarbeitergeld steht unter https://www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-kug107_ba015344.pdf zum Download bereit

 

Alle Merkblätter, Vordrucke und Erklär-Videos zum Thema Kurzarbeitergeld sind auf der Internetseite der Bundesagentur abrufbar: https://www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit.

 

 

 

Hintergrundinformationen

 

Wie beantragt man Kurzarbeitergeld?

Unternehmen nehmen Kontakt mit der Agentur für Arbeit auf und schildern ihren Fall. Wenn die Voraussetzungen für KUG erfüllt sind, folgt die schriftliche Anzeige bei der Agentur. Sowohl die Mitteilung von Kurzarbeit als auch die eigentliche Antragsstellung, können online erfolgen, wenn der Arbeitgeber bei der BA registriert ist.

 

Welche Unterlagen muss man für den Antrag einreichen?

Zur Prüfung der Voraussetzungen für Kurzarbeit muss der Betrieb der Arbeitsagentur mehrere Unterlagen vorlegen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Vereinbarung über die Einführung von Kurzarbeit mit dem Betriebsrat oder den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Arbeitgeber sollten auch die möglichen Änderungskündigungen einreichen.

 

Wie lange wird Kurzarbeitergeld gezahlt?

Die mögliche Bezugsdauer beträgt zwölf Monate, aber das ist vom Einzelfall abhängig.

 

Wie hoch ist Kurzarbeitergeld?

Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Wenn Arbeitnehmer/innen mindestens 0,5 Kinder auf der Lohnsteuersteuer eingetragen haben, beträgt der Satz 67 Prozent.

 

Gibt es Bedingungen für Kurzarbeitergeld?

Es gibt ein paar Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Kurzarbeit können Unternehmen beantragen, die aufgrund unverschuldeter wirtschaftlicher Ursachen wie Lieferengpässe bei benötigten Produktionsteilen oder anderer nicht beeinflussbarer (unabwendbarer) Ereignisse wie Hochwasser oder das Coronavirus:

.    kurzfristig in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, .    ihre Beschäftigten dadurch nicht mehr voll auslasten können, .    und bei denen mindestens 10 Prozent der im Betrieb Beschäftigten mindestens zehn Prozent ihres Lohns einbüßen.

 

Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld sind "wirtschaftliche Ursachen" und die sogenannten "unabwendbaren Ereignisse". Was heißt das?

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Unternehmen wirklich nur im Notfall Kurzarbeitergeld beanspruchen können und nicht etwa bei normalen Betriebsrisiken. Wirtschaftliche Ursachen meinen die Einflüsse, die nicht in der Verantwortung des Betriebes liegen.  Beim Coronavirus kann von wirtschaftlichen Ursachen gesprochen werden, wenn beispielsweise Teile ausbleiben, nicht ersetzt werden können und Bänder stillstehen. Dann gibt es noch die sogenannten "unabwendbaren Ereignisse". Darunter fällt beispielsweise Hochwasser. Und dazu zählen auch Anordnungen der Gesundheitsämter. 

 

Was ändert sich durch das Eilgesetz der Bundesregierung?

Mit den neuen Vorschriften können noch mehr Betriebe Kurzarbeit nutzen. Bisher musste mindestens ein Drittel der im Betrieb Beschäftigten von einem Arbeits- und Lohnausfall betroffen sein. Künftig reichen zehn Prozent der Beschäftigten. Hinzu kommt, dass die Bundesagentur für Arbeit nun auch die Sozialversicherungsbeiträge voll erstattet. Denn auch in Kurzarbeit sind Beschäftigte weiter in den Sozialversicherungen gemeldet. Bisher mussten die Arbeitgeber diese Beiträge in voller Höhe selbst übernehmen. Neu ist ebenfalls, dass künftig auch Leiharbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten können.

© Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar