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Angehende Betriebswirte besichtigen Küche des St. Vincenz Krankenhauses

Die angehenden Betriebswirte bei ihrer Erkundungstour durch die Küche des Limburger St. Vincenz-Krankenhauses. (v.l.n.r. Reiner Zacharias, Svenja Wiederstein, Rebecca de Reuß (hinten), Mona Schröder (vorne), Julian Laux, Pascal Pfuhl, Sven Held)

Zwei Jahre lang dauert der Weg zum Abschluss „staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in für Catering“ an der Fachschule für Wirtschaft der Adolf Reichwein Schule. Neben dem grundlegenden theoretischen Wissen rund um die Betriebswirtschaftslehre, Arbeitsorganisation, Personalwesen, oder auch Hygiene- und Qualitätsmanagementkonzepte, Ernährungsempfehlungen für  unterschiedliche Referenzgruppen, Planung von Aktionswochen oder auch des Erlernens der verschiedensten Techniken, Geräten und Speiseausgabensysteme steht natürlich der Praxisbezug im Mittelpunkt. Kürzlich nutzten hierbei die Studierenden der Oberstufe die Möglichkeit, sich die Arbeitsabläufe in der Küche des St. Vincenz-Krankenhauses anzuschauen. Das Hauptaugenmerk lag hierbei bei computergestützten Speisenplangestaltung, angepasst an die verschiedensten Ernährungsformen. Dies ist bei rund 500 tablettierten Mittagsmahlzeiten eine echte Herausforderung. Denn jeder der Patienten sollte, die auf ihn und seine Bedürfnisse angepasste Mahlzeit erhalten. Auch der Weg von der Warenanlieferung bis hin zur Ausgabe konnte erkundet werden. Sven Held, Küchenleitung, zeigte hierbei den Weg der Lebensmittel auf und stand für alle Fragen der Studierenden bereit. Denn der Rollenwechsel von der „arbeitenden“ zur „managenden“ Position lässt die Studierenden mit  einem anderen Blick durch eine Einrichtung gehen. „Auch der Speiseplan ist abwechslungsreich und ansprechend. Vom Limburger Krankenhaus hört man hier auch immer nur Gutes“ ergänzt die Studierende Svenja Wiederstein, selbst gelernte Köchin. Für die Studierenden der Oberstufe steht als nächste große Aufgabe die Projektarbeit an. Hierzu suchen sie sich Unternehmen und
Betriebe und bearbeiten eine individuelle und selbstgewählte Aufgabenstellung. Im letzten Jahr entstanden so z.B. eine Handreichung zur sicheren Abgabe von Lebensmitteln auf Volksfesten und ähnlichen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, das Konzept einer Snackbox als Verpflegungsangebot für Fernbusreisen, ein Konzept zur Kundenaquise und Kundenbindung gemeinsam mit der Firma HAKA Metallwerke, ein Konzept für ein Kulturzentrum am Greifenberg in Kooperation mit der Stadtverwaltung Limburg, die Erstellung eines Hygienekonzeptes für eine Grundschulküche in Dudenhofen, eine Erstellung, Berechnung und Interpretation von Kostengrößen für die Strauß-Wirtschaft in Limburg
und ein Konzept für eine Existenzgründung eines Fitnessrestaurants in Rennerod. Im Sommer 2019 ist die nächste Möglichkeit die Ausbildung zu beginnen.
Informationen gibt es auf der Homepage der Adolf-Reichwein-Schule www.ars-limburg.de, auf Facebook oder per Anruf unter 06431-946030. Interessierte für die Ausbildung, aber auch Unternehmen und Betrieb für Projektaufgaben und Praktikumsplätze können sich gerne melden.  
Foto&Text: Melanie Held, Fachschule für Wirtschaft