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Alfred Kasteleiner tritt in den Ruhestand

Beliebter Hausmeister der Limburger Arbeitsagentur geht nach 49 Berufsjahren in Rente

Nach 49 Berufsjahren, davon 16 in Diensten der Agentur für Arbeit, ist Alfred Kasteleiner jetzt in den Ruhestand getreten. Als Hausmeister der Limburger Arbeitsagentur war der sympathische 65jährige nicht nur bei den Mitarbeitern beliebt. Auch Besuchern der Arbeitsverwaltung half der dreifache Familienvater immer freundlich und zugewandt, wenn ihnen im Dienstgebäude oder auf dem Parkplatz ein Missgeschick unterlief. Für einen 22jährigen Flüchtling, der einige Wochen ein Praktikum im Hausservice der Arbeitsagentur ableistete, schlüpfte der Niederbrecher sogar noch einmal in eine Vaterrolle. Dem in einem Wohncontainer untergebrachten jungen Afghanen nahm er morgens belegte Brote mit zur Arbeit. Weil es im Winter eisig kalt war, bekam der allein eingereiste Muslim von Kasteleiner sein erstes Weihnachtsgeschenk: eine neue, warme Winterjacke. Zudem spannte der Schreinermeister nach Feierabend einen ausgemusterten Aktenschrank auf sein Privatfahrzeug, um dem jungen Mann einen Kleiderschrank in dessen notdürftig eingerichteter Unterkunft einzubauen. Weil der umsichtige Handwerker dabei die sanitären Anlagen in der Gemeinschaftsunterkunft nicht hinreichend sauber und hygienisch fand, ermöglichte er es kurzerhand, dass der Praktikant nach Feierabend in der Arbeitsagentur duschen konnte. Ein kleiner Spint war schnell aus ausgesonderten Büromöbeln zusammengezimmert. "Das war typisch Alfred Kasteleiner", erinnerte sich Agenturchefin Angelika Berbuir und bedankte sich zusammen mit dem Geschäftsführer des Internen Services, Thomas Groos, für die stets umsichtig und dienstleistungsorientiert geleistete Arbeit des scheidenden Mitarbeiters.  © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar