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A49: Komplexe Konstruktionen gefährden Ausbaugegner*innen

Polizei Presse A 49: Anlässlich der Fortsetzung der Rodungsarbeiten:
Komplexe Konstruktionen gefährden Ausbaugegner*innen

Giessen (ots) - Die Ausbaugegner*innen bringen sich vielfach im Rahmen ihres Protestes in erhebliche Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte finden in vielen Fällen sehr fragile Strukturen vor: Es werden Materialen verwendet, die weder für solche Bauten zugelassen, noch fachgerecht verwendet werden. Komplexe Befestigungen und Seilverbindungen sind schwierig nachvollziehbar und sogar teilweise verdeckt. Diese selbstgebauten Konstruktionen in großen Höhen stellen oftmals allein aufgrund ihrer Bauweise eine erhebliche Gefahr dar. Insofern können sowohl Einsatzkräfte, Ausbaugegner*innen oder auch Wildtiere Auslöser für eine Beschädigung sein. Folglich spielt in erster Linie vielmehr der fahrlässig mit dem Leben der Ausbaugegner*innen, der diese Gebilde - ob "Lock-ons", Barrikaden oder fragile Strukturen - verantwortlich konstruiert. Sobald dann etwas Gravierendes passiert, sieht sich die Polizei, insbesondere in den sozialen Netzwerken, nahezu reflexartig und ungeprüft Vorwürfen und mit Beschuldigungen konfrontiert.

Die polizeilichen Einsatzkräfte erfüllen ihren Auftrag und die Aufgabe den rechtsstaatlich beschlossenen Weiterbau der A49 zu ermöglichen. Täglich geben diese ihr Möglichstes, die bestehenden Gefahren zu minimieren. So ist es bereits in hunderten Fällen gelungen, Personen sicher auf den Boden zu bringen - teils gegen deren erhebliche Gegenwehr und gleichwohl der beschriebenen Gefahren.

Trotz der umsichtigen Vorgehensweise der Einsatzkräfte ist es in den vergangenen Tagen zum Absturz zweier Personen gekommen. Um das Risiko für alle Beteiligten zu reduzieren, sind auch die Ausbaugegner*innen verpflichtet mitzuwirken und damit Leib und Leben der Personen in den Konstruktionen zu schützen. Wir fordern diese auf, insbesondere Seilkonstruktionen, die im Fall einer Räumung zu einem Absturz des betroffenen Bauwerks führen könnten, aufzuzeigen.

© Polizeipräsidium Mittelhessen