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7. Mittelhessischen Stiftungstag in Hadamar

„Es ist ungemein wichtig, sich untereinander zu vernetzen und zu kooperieren“

7. Mittelhessischen Stiftungstag: Regierungspräsidium Gießen lud Vertreter
von Stiftungen für Informationsangebot und Austausch in das Schloss von Hadamar ein

Gießen. „Es ist ungemein wichtig, sich untereinander zu vernetzen und zu kooperieren“, sagte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich am 7. Mittelhessischen Stiftungstag im Schloss in Hadamar. Unter dem Motto „Vernetzt in die Zukunft“ versammelten sich Vertreter von Stiftungen, um sich untereinander auszutauschen und über aktuelle Themen zu informieren. Gastgeber war das Regierungspräsidium Gießen (RP), das als Stiftungsaufsicht verantwortlich für derzeit 326 Stiftungen in Mittelhessen ist. Es versteht sich als kompetenter Dienstleister, der Stiftungen nicht nur beaufsichtigt sowie schnell und unbürokratisch unterstützt, sondern auch neue und bestehende Stiftungen fördert.

Hadamars Stadtrat Matthias Zürn hob besonders die Sankt Anna Stiftung hervor, die das Gesundheitszentrum St. Anna in Hadamar unterstützt. „Diese Stiftung fördert sowohl das Geistliche und Religiöse als auch das Gesundheitliche“, berichtete er. Den Begrüßungen folgte die erste Gesprächsrunde mit Regierungspräsident Ullrich und Stiftungsvertretern aus der Region. Max Prümm (Geschäftsführer vom Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V. für die Stiftung Heppel-Stift) sowie Dr. Gerhard Baumgard (Vorsitzender von People in Need – Gerhard Baumgard Stiftung) diskutierten gemeinsam. Fragen waren unter anderem: Wie und wieviel investiere ich in meine Stiftung? Und wie regele ich dies finanziell am besten. Anschließend erläuterte Steffen Hermann von der ekom21 – KGRZ Hessen in seinem Vortrag das Thema „Digitalisierung in der Stiftungsaufsicht“. Hauptsächlich berichtete er, dass es bald möglich sei, Vertretungsbescheinigungen nun auch elektronisch an die Stiftungsaufsicht zu übermitteln. In einem weiteren Schritt könnte dann auch die Übersendung der Jahresrechnungen entsprechend erfolgen.

Daraufhin folgte die zweite Gesprächsrunde. Zum Sachstand eines Mittelhessischen Stiftungsnetzwerks berichteten Dr. Susanne Schneider (Geschäftsführung der Bürgerstiftung Mittelhessen), Pia Elisabeth Liehr (Bundesverband Deutscher Stiftungen), Lambert Klinke (Geschäftsführer der von Behring-Röntgen-Stiftung) und Beatrix von Lüpke (Vorstand der Stiftung Oberhessisches Diakoniezentrum Johann-Friedrich-Stift, Laubach). Alle Beteiligten sprachen sich stark für eine engere Zusammenarbeit der Stiftungen aus. „Ich finde es sehr gut, dass solch ein Stiftungstag wie heute überhaupt veranstaltet wird, da hier viele Stiftungen aufeinandertreffen“, sagte Pia Elisabeth Liehr.  Lambert Klinke pflichtete ihr bei und verwies auf die Inschrift am Gießener Stadttheater: „Das Stadttheater ist ein Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns, dieses Motto sollten wir uns zu Herzen nehmen.“ Die Zusammenarbeit der Stiftungen biete den Beteiligten aktive Hilfe und Unterstützung durch die Partner.

Im letzten Teil der Veranstaltung konnten die Anwesenden noch einmal wichtige Informationen für ihre Stiftungen aus den Vorträgen ziehen. Markus Exner vom Hessischen Ministerium für Finanzen erläuterte, wie Stiftungen elektronisch ihre Steuerangelegenheiten regeln. Zudem beleuchtete Florian Brechtel (Dragoman - Beratung von gemeinnützigen Organisationen) das Thema der Datenschutzverordnung und erklärte, neue Regeln für die Stiftungen seien nicht problematisch. Doch mahnte er die Anwesenden, das Thema nicht zu sehr schleifen zu lassen.  Am Rande der Veranstaltung informierten die Stiftung Lahn-Marmor Museum, die Stiftung Brücken in die Welt und das RP Gießen an eigenen Ständen über ihre Aktivitäten.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Regierungspräsidiums Gießen unter www.rp-giessen.de zu finden. © RP-Gießen