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49 Jahre Stonewall – der Beginn einer Freiheitsbewegung

Staatssekretär Klose: „Ohne die Mutigen von Stonewall wären heute keine Freiheitsrechte für LSBT*IQ denkbar“

Wiesbaden. Anlässlich des 49. Jahrestages des Christopher Street Days (CSD) am 28. Juni, erklärte der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose: „Diese mutigen Menschen sind für viele, viele Millionen andere auf die Straße gegangen und haben mit ihrem Aktivismus und ihrem Engagement den Grundstein für Pride-Bewegungen weltweit gelegt. Ihr Mut und ihr Einsatz wirken bis heute.“ Bis heute werden sogenannte Pride-Paraden bzw. Christopher Street Days gefeiert, um auf Ausgrenzung, Unterdrückung und Diskriminierung weltweit hinzuweisen sowie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu feiern.

In diesen Tagen jähren sich die Stonewall „Aufstände“ (englisch: „Stonewall Uprising“) zum 49. Mal. „The Stonewall Inn“ war und ist auch heute noch eine Bar in der New Yorker Christopher Street, in der sich insbesondere die LGBT-Community trifft. Am 29. Juni 1969 hatten New Yorker Polizisten zunächst undercover in das „The Stonewall Inn“ betreten, um eine Polizeirazzia vorzubereiten. Razzien wie diese ereigneten sich häufig unter dem Vorwand der „Erregung öffentlichen Ärgernisses“, Homosexualität war seinerzeit in New York nicht verboten. Während der Razzia kam es zu Festnahmen bis sich eine Trans*Person gegen einen Polizisten zur Wehr setzte und eine Frau in Handschellen die Menge anrief: „Warum tut ihr nichts?“. Daraufhin setzte sich die Menge zur Wehr und lehnte sich gegen die Festnahmen und Polizeigewalt auf.

Klose bekräftigt: „Stonewall und das was daraus erwachsen ist, zeigt, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement ist, das Sichtbarkeit herstellt wo Menschen in die Unsichtbarkeit gedrängt werden, das Fehlverhalten anklagt und Veränderungen erstreitet“ und erklärt abschließend: „Die Selbstorganisation der LSBT*IQ-Community zu stärken ist auch für die hessische Landesregierung ein wichtiges Ziel. Eine vielfältige Gesellschaft lebt von Wandel und Veränderung. Auch heute bleibt noch einiges zu tun und ein mutiger und konstruktiver Austausch und Dialog sind wichtig, um nachhaltig dazu beizutragen, Akzeptanz zu fördern und Ausgrenzung entgegenzuwirken.“

Hintergrundinformationen:

LGBT steht für „lesbian, gay, bisexual and transgender“ und ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich. Im Kontext der Erarbeitung des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt wurde die Abkürzung LSBT*IQ gewählt. Dies umfasst Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche Personen sowie Queers. Da hier auf ein historisches Ereignis in New York City Bezug genommen wird, wird die englische Bezeichnung LGBT übernommen.

 Pride ist das englische Wort für „Stolz“. Für die LGBT-Bewegung stellt dieser Begriff eine wichtige und wesentliche Selbstbezeichnung dar. Er steht dafür, Ausgrenzung und Unterdrückung zu begegnen, indem ein stolzes Bekenntnis zur eigenen sexuellen bzw. geschlechtlichen Identität geleistet wird.

© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration