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Limburg-Weilburg. Das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Trageweite ist im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2021, S. 802) verkündet worden. Damit ist eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erfolgt, die am Freitag, 23. April 2021, in Kraft tritt. Die Geltungsdauer ist bis zum 30. Juni 2021 befristet. ...weiterlesen "Bundesinfektionsschutzgesetz hat Auswirkungen auf den Landkreis Limburg-Weilburg"

v.l.n.r.: Bürgermeister Frank Groos (Gemeinde Brechen), Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (Gemeinde Hünfelden), Horst Kaiser (Gemeinde Elz), Thomas Scholz (Gemeinde Mengerskirchen) und Peter Blum (Gemeinde Waldbrunn)

Landkreis Limburg-Weilburg/Hünfelden. Die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden der Kommunen im Landkreis Limburg-Weilburg sind ehrenamtlich jeden Tag rund um die Uhr einsatzbereit und riskieren für unser aller Sicherheit Ihr Leben. Die Feuerwehren unserer Kommunen zählen zu den systemrelevanten Institutionen und sind ein ganz wesentlicher Bestandteil für die Sicherheit der Bevölkerung. Leider ist vermehrt festzustellen, dass sich das nicht in der festgelegten Impfpriorität des Landes Hessen widerspiegelt. Es ist unstrittig, dass entsprechend der festgelegten Impfpriorität, ältere und kranke Menschen mit höchster Priorität geimpft werden. Es ist auch nachvollziehbar, dass aufgrund der Impfstoffknappheit zunächst eine Priorisierung erfolgen muss. Es ist jedoch festzustellen, dass Personen, die der gleichen Prioritätsstufe wie die Feuerwehren zugeordnet sind, bereits geimpft sind, währenddessen unsere Einsatzabteilungen ohne Impfschutz tagtäglich Ihr Leben für andere riskieren.

Wir Bürgermeisterinnen und Bürgermeister setzen uns daher für unsere Einsatzkräfte ein und fordern eine zügige Impfung der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden.

Im Einsatz sind Feuerwehrangehörige Infektions- und Quarantänerisiken ausgesetzt, die zum Teil mit jenen zu vergleichen sind, die den höchstpriorisierten und schon geimpften Rettungsdienst treffen. Selbst in unserem ländlich geprägten Landkreis rücken
täglich Feuerwehren aus, um Menschen aus unmittelbarer Gefahr zu retten. Hierbei können Abstände nicht eingehalten werden. Da unsere Feuerwehrangehörigen ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, funktioniert im Einsatz auch kein System eines vorherigen Schnelltests.
Neben der Brandbekämpfung ist eine wesentliche Aufgabe der Feuerwehren die Unterstützung der Rettungsdienste. Täglich fordern diese auch in unserem Landkreis die Feuerwehren an, wenn es beispielsweise um Tragehilfe, um patientenorientierte Rettung über Drehleitern oder um das Öffnen von Türschlössern geht, weil der Patient nicht mehr in der Lage ist, selbst die Wohnungstür zu öffnen. Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiten im Einsatz Hand in Hand, sind aber in völlig unterschiedlichen Impfprioritäten.

Wir finden, hier besteht sofortiger Handlungsbedarf und daher setzen wir uns gemeinsam für ein sofortiges Impfangebot unserer Einsatzkräfte ein! Wir alle brauchen die Feuerwehren und die Feuerwehren brauchen dringend Impfungen!

Mit freundlichen Grüßen
(Silvia Scheu-Menzer)
Vorsitzende HSGB-Kreisversammlung

 


Auch der Kreis sagt seine Unterstützung zu, Jörg Sauer übermittelte folgende Zeilen: 
[…] seitens des Landkreises Limburg-Weilburg unterstützen wir die Forderung unserer Bürgermeister*innen vollinhaltlich. Unsere Feuerwehrkameradinnen und Kameraden leisten ehrenamtlich einen großen Beitrag wenn es darum geht, Menschen vor Schaden zu bewahren. Im täglichen Einsatz sind sie oft mit Situationen konfrontiert, bei denen der Schutz vor einer Infektion selbstverständlich sein sollte. Von daher gilt es die zu schützen, die auch anderen mit ihrem Einsatz Schutz gewähren. Zudem ist es wichtig, die Einsatzfähigkeit unserer Wehren nicht durch einen möglichen Ausbruch mit einer Corona Infektion zu gefährden. Aus diesen Gründen stehen auch wir zu dieser Forderung.
Freundliche Grüße
Jörg Sauer
Erster Kreisbeigeordneter

 

v.l.n.r.: Frank Groos, Bürgermeister Gemeinde Brechen, Jens-Peter Vogel, Bürgermeister Stadt Bad Camberg, Götz Esser, Bürgermeister Gemeinde Weilrod, Bernd Hartmann, Bürgermeister Gemeinde Selters (Taunus) und Silvia Scheu-Menzer, Bürgermeisterin Gemeinde Hünfelden

Bad Camberg/Brechen/Hünfelden/Selters(Taunus)/Weilrod. Fünf Kommunen, ca. 45.000 Einwohner, 219,35 Quadratkilometer mit 33 Ortsteilwehren, 92 Fahrzeugen, 252 Atemschutzgeräten und 921 Einsatzkräften. Ehrenamtlicher Brand- und Katastrophenschutz in Bad Camberg, Brechen, Hünfelden, Selters (Taunus) und Weilrod.

Das Ehrenamt findet jedoch nicht nur dann statt, wenn die Feuerwehr ausrückt, sondern vieles geschieht im Hintergrund, sorgt aber für die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft, Sicherheit, Kommunikation, das Überleben im Einsatz und nicht zuletzt für ein sicheres Heimkehren nach dem Einsatz. Die Aufgaben der Feuerwehren sind komplex und anspruchsvoll und fordern viel von den eingesetzten Kräften – Kräfte, mit denen es zu haushalten gilt. Viele Arbeiten erfolgen in vielen Feuerwehren in ähnlicher Weise, viele machen an vielen Orten das gleiche. Die Gerätewartung und Verwaltung sind Punkte, die sich bei einer Umfrage unter den Stadt- und Gemeindebrandinspektoren im Landkreis Limburg-Weilburg herauskristallisiert haben. Hiermit beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren der Arbeitskreis „Feuerwehr-Entlastung des Ehrenamtes“, woraus sich im Südkreis der der Arbeitskreis „IKZ Goldener Grund“ entwickelte.

Im Jahr 2019 ergaben sich so für die ehrenamtliche Tätigkeit für die Bereiche Gerätewartung, Kleiderkammer und Atemschutz alleine 14.700 Stunden (hierbei ist die teils ausgelagerte Atemschutz- und Kleiderwartung nicht mit inbegriffen). Im November 2019 kam es zum ersten Treffen des Arbeitskreises „IKZ Goldener Grund“ mit dem gemeinsamen Ziel, das Ehrenamt zu entlasten, dem sich die Nachbargemeinde Weilrod anschloss. Zwar war schnell klar, dass die Gerätewartung gebündelt erfolgen und zu einer Entlastung führen könnte, doch kann dies zentral oder dezentral erfolgen. Organisatorisch und finanziell wurde eine zentrale Lösung favorisiert – die positiven Erfahrungen anderer bereits in Betrieb befindlicher Zentren, Gespräche und Besuche verfestigten diese Marschrichtung. Der Austausch wurde mit Rüdesheim, Kandel und Nastätten geführt und das Fazit lies eine Zukunft für die angedachte Idee klar erkennen. Als mögliche Aufgaben für ein zu schaffendes Dienstleistungszentrum werden gesehen: Schlauchwäsche, Atemschutzwerkstatt, Kleiderkammer, Waschen von Einsatzkleidung, Prüfen von Messgeräten, Werkstatt für Wartungen und Inspektionen sowie eine Elektro- und Funkwerkstatt.

Das Votum des Arbeitskreises, bestehend aus den Bürgermeistern der fünf Kommunen, den Leitern der Feuerwehren (GBI/SBI) sowie die Kreisbrandinspektoren beider Landkreise und dem Ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer (Landkreis Limburg-Weilburg), war klar für das Dienstleistungszentrum mit hauptamtlichen Kräften – ein klares Votum für eine interkommunale Zusammenarbeit. Allgemeinkosten und Investitionen gilt es zu minimieren, die ehrenamtlichen Zeug- und Gerätewarte entlasten bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Auslastung der Werkstätten und gleichzeitigem selbstständigen Zutritt für alle rund um die Uhr. Für das herausragende Pilotprojekt der interkommunalen Zusammenarbeit freut man sich auf eine große Unterstützung durch das Land Hessen.

Hierdurch entsteht bei einer intelligenten Aufgabenverteilung der vor Ort nach wie vor extrem wichtigen und wertvollen Gerätewarte und dem Dienstleistungszentrum – ein Hol- und Bringservice zu kommunalen Regionallagern rundet das Konzept ab. Die aktuelle Raumplanung sieht hierbei für Werkstätten und Schleusen, Hallen und Lager, Verwaltungs- und Sozialbereich sowie den Außenbereich und Waschplatz rund 2.200 m² vor. 2020 erfolgte die Bereitstellung der Haushaltsmittel für die Machbarkeitsstudie, die bis Ende August diesen Jahres abgeschlossen sein wird, um dann die Fördermittel beim Land beantragen zu können. Je nach Liegenschaftseignung ist der Bezug eines bestehenden Objektes oder der Baubeginn eines neu zu schaffenden Objektes möglich im nächsten Jahr. Beim aktuellen Termin wurde nun der „Letter of Intent“, die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet: „Die Unterzeichnenden als Vertreter ihrer jeweiligen Kommune, im Folgenden Kooperationspartner genannt, erklären ihre Absicht, folgende Maßnahme im Rahmen einer interkommunalen Kooperation durchzuführen:

Konzept für den Aufbau eines gemeinsamen Feuerwehrdienstleistungszentrums „Goldener Grund / Taunus“
Es handelt sich um ein interkommunales Kooperationsprojekt der Kommunen Bad Camberg, Brechen, Hünfelden, Selters (Taunus) und Weilrod für den Aufbau eines Feuerwehrdienstleistungszentrums mit den Aufgaben:
- Prüfung, Wartung und Instandsetzung sämtlicher Atemschutzgeräte nach den gültigen Vorschriften, den gesetzlichen Bestimmungen, den geltenden Herstellerangaben und den erlassenen Dienstanweisungen,
- Reinigung der kompletten Einsatzkleidung nach den gültigen Vorschriften und Pflegeanleitungen der Hersteller,
- Prüfung, Wartung und Pflege sämtlicher Feuerlöschschläuche,
- Beschaffung
- Bei Bedarf können weitere zusätzliche Aufgaben vereinbart werden.

Der Standort des Feuerwehrdienstleistungszentrums soll sich im Gebiet der Stadt Bad Camberg befinden.
Die Kooperationspartner erklären ihre Bereitschaft, sich finanziell in einem noch zu bestimmenden Verteilungsschlüssel in das Kooperationsprojekt einzubinden. Im Haushaltsjahr 2021 sollen jeweils 20.000 € für Planungskosten eingestellt werden.
Ziel soll sein, im Jahre 2021 ein Konzept, inklusive Planung, Kostenschätzung und Kostenverteilung, für den Bau und den Betrieb des gemeinsamen Feuerwehrdienstleistungszentrums zu erstellen und den jeweiligen Parlamenten zur Beschlussfassung vorzulegen.“
Unterzeichnet von: Jens-Peter Vogel, Bürgermeister Stadt Bad Camberg, Frank Groos, Bürgermeister Gemeinde Brechen, Silvia Scheu-Menzer, Bürgermeisterin Gemeinde Hünfelden, Bernd Hartmann, Bürgermeister Gemeinde Selters (Taunus) und Götz Esser, Bürgermeister Gemeinde Weilrod.

1. Radfahrer schwerverletzt aufgefunden, Runkel, Schadecker Straße, 22.04.2021, 04.10 Uhr,

(pl)Nachdem am frühen Donnerstagmorgen in der Schadecker Straße in Runkel ein schwerverletzter Fahrradfahrer aufgefunden worden ist, sucht die Limburger Polizei nun nach Zeugen des vorangegangenen Unfallgeschehens. Eine Verkehrsteilnehmerin meldete der Rettungsleitstelle gegen 04.10 Uhr, dass in der Schadecker Straße, direkt gegenüber der Straße "Brückenberg", ...weiterlesen "Radfahrer schwerverletzt aufgefunden, Runkel, Gartenkolonie von randalierenden Einbrechern heimgesucht"

Bei der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main ging heute Morgen die Meldung ein, dass im Industriegebiet in Kirchgöns/Butzbach auf der Ladefläche eines LKW zwei Männer festgestellt wurden, die mit dem LKW unerlaubt in das Bundesgebiet eingereist waren. ...weiterlesen "BPOL-F: Schleusung im LKW – Flüchtlinge beim Ausladen entdeckt"

Gestern Abend um 22.00 Uhr endete der diesjährige Speedmarathon. Mit dem Ziel, das Geschwindigkeitsniveau nachhaltig zu senken und damit Verkehrsunfälle mit Toten und Schwerverletzten zu reduzieren, beteiligten sich an mehr als 200 Messstellen in Hessen über 500 Polizistinnen und Polizisten sowie die Mitarbeiter teilnehmender Kommunen.

Zwischen 06.00 Uhr und 22.00 Uhr legten die hessische Polizei und die Kommunen den Focus ihrer Verkehrssicherheitsarbeit auf das Thema Geschwindigkeit. ...weiterlesen "POL-GI: Speedmarathon 2021 – Hessische Polizei zieht Bilanz"

Aktuelle Informationen des Landkreises
Limburg-Weilburg zum Corona-Virus

Limburg-Weilburg. Die Kreisverwaltung teilt mit, dass im Landkreis Limburg-Weilburg mit Stand Donnerstag, 22. April 2021, 12 Uhr, 800 Personen aktiv mit dem Corona-Virus infiziert sind. Sie verteilen sich auf Limburg (232), Weilburg (73), Hadamar (70), Elz (58), Dornburg (47), Bad Camberg (43), Weinbach (37), Weilmünster (33), Mengerskirchen (28), Waldbrunn (27), Hünfelden (26), Selters (26), Beselich (21), Runkel (21), Merenberg (18), Brechen (17), Villmar (11), Löhnberg (6) und Elbtal (6). ...weiterlesen "800 aktive Fälle, 300,6 Inzidenz, Brechen (17), 24/16 KH, 27.536 geimpft"

Erster virtueller Weilburger Frühlingsmarkt·Über 20 Aussteller locken vom 24. April bis 22. Mai mit digitalem Angebot

WEILBURG. Bunte Marktstände mit vielfältigem Angebot, mitten auf dem historischen Weilburger Marktplatz – damit lockt der Weilburger Frühlingsmarkt jährlich in der Frühlingszeit. Die anhaltende Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen lassen die Durchführung solcher Feste und Märkte derzeit leider noch nicht zu. „Den Weilburger Frühlingsmarkt auch in 2021 einfach ausfallen zu lassen, das kommt für uns jedoch nicht in Frage. Daher haben wir uns eine Alternative überlegt und lassen den Weilburger Frühlingsmarkt virtuell stattfinden“, ...weiterlesen "Erster virtueller Weilburger Frühlingsmarkt"

Linkseinbiegen auf die Bundesstraße erleichtert
Auf der Bundesstraße 54 in Hadamar-Oberzeuzheim hat Hessen Mobil in diesem April die bestehende Fußgängerampel auf Höhe der Kreuzung mit den Kreisstraßen K 479 (Bahnhofstraße) und K 480 (Kirchstraße) erweitert. Durch diese Erweiterung verbessert sich die dortige Verkehrssituation für die in die B 54 linkseinbiegenden Fahrzeuge.
Bei dieser Erweiterung der Ampelanlage wurden Induktionsschleifen in den Fahrbahnen der Kirchstraße und der Bahnhofstraße nahe der Haltelinien verlegt und mit der Fußgängerampel verbunden. Diese Induktionsschleifen in der Fahrbahn erkennen, wenn Fahrzeuge aus der Bahnhofstraße oder der Kirchstraße darauf warten, auf die Bundesstraße einbiegen zu können. Sobald dortige Fahrzeuge länger als ca. 35 Sekunden warten müssen, schalten die Signale an der Ampel auf der Bundesstraße auf Rot, auch ohne dass ein Fußgänger Grün angefordert hat. Es ist somit eine geregelte und sichere Möglichkeit geschaffen worden, für linkseinbiegende und querende Fahrzeuge in die Kreuzung einzufahren.
Diese Erweiterung ist seit einigen Tagen erfolgreich in Betrieb. Die Kosten in Höhe von rund 14.000 Euro trägt die Bundesrepublik Deutschland als Straßenbaulastträger der B 54.
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