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Niedernhausen, 27.03.2021, 19.00 Uhr,

(pl)Am Samstagabend hat ein mit einer Pistole bewaffneter 50-jähriger Passagier
einer Regionalbahn am Niedernhausener Bahnhof einen größeren Polizeieinsatz
ausgelöst. Die Zugbegleiter des von Frankfurt nach Limburg fahrenden Zuges
meldeten der Polizei gegen 19.00 Uhr den bewaffneten Mann, welcher mit seiner
Pistole schon einen Knall abgegeben hätte. Die Regionalbahn wurde gegen 19.05
Uhr in Niedernhausen im Bahnhof gestoppt und die unbeteiligten Passagiere vom
Zugpersonal zunächst in andere Waggons des Zuges begleitet, so dass der
Bewaffnete sich beim Eintreffen der verständigten Kräfte der Bundes- und
Landespolizei bereits isoliert in einem der mittleren Waggons des Zuges befand.
Um eine Gefahr für Außenstehende möglichst auszuschließen, wurde der Bahnhof von
den Polizeikräften abgesperrt und die im Zug befindlichen Fahrgäste sowie der
Bahnhofbereich evakuiert. Darüber hinaus wurden Spezialeinheiten der hessischen
Polizei alarmiert und kamen vor Ort. Diese konnten den 50-jährigen Mann
schließlich gegen 21.45 Uhr im Zug festnehmen. Die von ihm mitgeführte
Schusswaffe wurde sichergestellt. Bei der Festnahme wurde der Mann durch einen
eingesetzten Diensthund leicht verletzt und anschließend zur Behandlung in ein
Krankenhaus gebracht. Eine Insassin des Zuges klagte nach dem abgegebenen Knall
aus der Waffe über Ohrenschmerzen und wurde ebenfalls ärztlich behandelt. Die
Ermittlungen hinsichtlich der Echtheit der sichergestellten Pistole dauern an,
es handelt sich aber allem Anschein nach um eine Schreckschusswaffe. Der
Zugverkehr war wegen des Einsatzes für mehrere Stunden lahmgelegt. Für die Opfer
und weitere Geschädigte des Vorfalls sowie für Hinweisgeber hat die Polizei ein
Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Telefonnummer (06124) 7078-140
erreichbar.

(C) Polizeipräsidium Westhessen - PvD