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1. Unbekannter Täter greift zweimal an, Limburg, Werner-Senger-Straße und Joseph-Schneider-Straße, Montag, 28.12.2020, gegen
09:30 Uhr und 10:00 Uhr

(ng)Zwei Strafanzeigen gegen denselben Täter fertigte die Polizei in Limburg am Montag. Der bislang unbekannte Täter wollte zunächst gegen 09:30 Uhr ohne das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung einen Blumenkiosk in der Werner-Senger-Straße betreten. ...weiterlesen "Unbekannter Täter greift zweimal an, Geldbörse aus Pkw entwendet, Geschwindigkeitskontrollen in Oberbrechen"

Aktuelle Informationen des Landkreises
Limburg-Weilburg zum Corona-Virus

Limburg-Weilburg. Die Kreisverwaltung teilt mit, dass im Landkreis Limburg-Weilburg mit Stand Dienstag, 29. Dezember 2020, 12 Uhr, 759 Personen aktiv mit dem Corona-Virus infiziert sind. Sie verteilen sich auf Limburg (212), Dornburg (65), Hadamar (58), Elz (51), Brechen (44), Runkel (43), Bad Camberg (43), Selters (38), Beselich (32), Weilburg (32), Weilmünster (31), Hünfelden (26), Waldbrunn (21), Merenberg (18), Villmar (15), Weinbach (12), Löhnberg (8), Elbtal (5) und Mengerskirchen (5). Insgesamt gab es bislang 3845 bestätigte Fälle (+ 72 zum Vortag), ...weiterlesen "Inzidenz: 231, 81/20 KH, 759 aktive Fälle, Brechen (44), 81 verstorben, 1.476 in Quarantäne"

Mehrmals wurde die Übergabe verschoben, nun steht der Termin. Zum 1. Januar 2021 mietet das Bistum große Teile des sanierten Limburger Schlosses. Die Fläche von rund 600 Quadratmetern verteilt sich auf den Renaissance- sowie den Kapellenbau und schließt auch den Saalbau mit ein. ...weiterlesen "Die Dommusik übernimmt das „aufgeweckte“ Schloss"

Werschau/St. Georg. Gerade in der Weihnachtszeit fühlen sich viele Menschen besonders hingezogen, die Ruhe, Besinnlichkeit oder auch das Gespräch zu Gott in den heimischen Kirchen zu suchen oder eine der Christmetten zu besuchen. Da jedoch relativ früh absehbar war, dass diese beliebten und oft sehr vollen Gottesdienste nicht möglich sein werden oder eben von der Besucherzahl stark eingeschränkt, haben sich die Werschauer Zwillinge Britta und Anke Schmidt überlegt, wie sie die Räume der Kirche dennoch nutzen könnten. Mit ihrer interaktiven Reise nach Bethlehem führen sie die Besucher der Kirche St. Georg im Herzen Werschaus zur Krippe hin. Eine Krippe, die in diesem Jahr ihr 90.Jubiläum feiern durfte und ein neu gekleideter Hirtenjunge an der Krippe präsentiert wurde. Die Figuren am Boden nebst schwebendem Engel, die Schafe und die Installationen wurden durch die Zwillinge in liebevoller Handarbeit schon Wochen im voraus erdacht, gebastelt und dann später in der Kirche installiert. Mit viel Liebe zum Detail wurden auch Bilder und Installationen errichtet, die interaktiv für die Besucher erlebbar sind. Sand, Stroh, eine Fußorgel mit der Möglichkeit, Weihnachtslieder zu erspielen, Sprechblasen mit wundervollen Gedanken, Lichtspiele – eine interaktive auch haptisch erlebbare Ausstellung für groß und kleine Weihnachtsliebhaber – eine Ausstellung der ganz anderen, besonderen Art in einem besonderen Jahr. Es ist dies eine Bewahrung der Traditionen einerseits und eine Perspektive, multifunktionaler Nutzung von Kirchenräumen. Ein Kerzchen anzünden, Verweilen zum Gebet, zum Staunen, zum Sammeln, an alles war gedacht. Die Besucher wurden von Anfang an coronagerecht begrüßt am Tisch der Registrierung, dessen Beschriftungen am „Steueramt“ übrigens auch alle mit Brennarbeiten individuell gestaltet wurden, Masken und Stifte zur Mitnahme dienten genauso wie die Einbahnstraßenreglung der Coronakonformität zum Gesundheitsschutz der Besucher/innen. Am Ende standen lebensgroße Könige am Gästebuch, dessen Seiten sich rasch mit lieben Dankesworten für diese Ausstellung füllten. Die Kirche St. Georg ist noch bis 1.1.2021 von ca. 11-18 Uhr geöffnet, bevor die Ausstellung dann rückgebaut wird. © Peter Ehrlich/FOTO-EHRLICH.de

„Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“ [Mt 2,1-2]

Der Text aus dem Matthäusevangelium ist uns vertraut und volkstümlich sind die „Sterndeuter“ als „Heilige Drei Könige“ bekannt. Aber wer waren sie (wenn es sie wirklich gab)?

Der griechische Urtext nennt sie μάγοι (magoi, wörtlich „Magier“), auch eine Bezeichnung für persische Priester, zuständig für Berechnung und Deutung der Himmelserscheinungen. Aus der Dreizahl der Gaben wurde auf drei Überbringer geschlossen und im 6. Jh. setzt sich die Interpretation als Könige durch – mit Blick auf Texte des Alten Testaments, so Psalm 72: „Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Gaben, mit Tribut nahen die Könige von Scheba und Saba.“ Historisch belegt ist aus dem Jahr 66 eine Huldigung armenischen Priesterkönigs Trdat I. vor Kaiser Nero in Rom - begleitet von „Magiern“.

Schon in der spätantiken christlichen Kunst erscheinen die drei Weisen auf Fresken in Katakomben oder Bildhauerarbeit auf Sarkophagen in Gestalt persischer Priester mit phrygischen Mützen. Ein Mosaik des 6. Jh. in Ravenna nennt die bis heute gebräuchlichen Namen:
Caspar, Melchior und Balthasar

Nach Beda Venerabilis (672/3-735) repräsentieren sie die drei Lebensalter und die drei damals bekannten Erdteile, denen wiederum ihrer Herkunft nach die drei Gaben zugeordnet werden: Europa (Gold), Asien (Weihrauch) und Myrrhe (Afrika). Diese Symbolik wurde in der Folgezeit prägend für die bildende Kunst und ab dem 12. Jh. erscheint der Vertreter Afrikas (meist der jüngste König) gelegentlich, später regelmäßig als Mohr.

Die Szene der Villmarer Weihnachtskrippe zeigt am Jakobusaltar (dem Geschehen in Bethlehem gegenüber) den Zug der Könige unter dem Stern – dargestellt in der seit Giotto (1305) traditionellen Gestalt als Komet. Jedem ist ein Banner zugeordnet, das für den jeweiligen Erdteil steht. Ihren Ursprung haben sie in mittelalterlichen Wappenbüchern, wo ab dem 14. Jh. Fantasiewappen der Heiligen Drei Könige erscheinen. Kurz danach tauchen sie in der bildenden Kunst als wiederkehrendes Motiv auf – vom „Altar der Stadtpatrone“ (Stefan Lochner, 1445) im Kölner Dom bis Albrecht Dürer: Sternenbanner (Europa), Mondsichel mit Stern (Asien) und Mohrenritter mit Fahne und Schild (Afrika).

Der Zug der Könige steht unter dem Bildnis des hl. Jakobus, das an Villmarer Pilger erinnert. 1491 wurde in der alten „Basilica“ anlässlich der Gründung einer Jakobus-, Matthias- und Sebastiansbruderschaft St. Jakobus dem Matthiasaltar als Mitpatron hinzugefügt.

Am 1. Januar wandern die Könige auf dem Weg zur Krippe zum Muttergottesaltar um dann am 6. Januar vor dem Jesuskind zu erscheinen. © Dr. Bernold Feuerstein, Villmar

Nachdem alle Planungen für das Jahr 2020 für den Kirchenchor „Cäcilia“ Niederbrechen seit Beginn der massiven Einschränkungen durch Corona vorerst verschoben werden mussten, hatten sich Dirigentin Jutta Sode und der Vorstand immer wieder Gedanken darüber gemacht, wie man unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygiene- und Abstandsregeln Chorproben mit nur wenigen Aktiven abhalten und sporadisch Gottesdienste mit kleinen Ensembles von max. 6 Personen musikalisch gestalten kann. ...weiterlesen "Kirchenchor „Cäcilia“ überrascht Aktive zu Weihnachten"