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200 000 Einsatzstunden gegen den Moorbrand in Meppen

© Jonas Wiesner · THW Meppen

Bonn. Vor einem Monat endete der Großeinsatz des Technischen Hilfswerks (THW) beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen. Während des mehr als drei Wochen andauernden Einsatzes unterstützten rund 3 250 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in knapp 200 000 Stunden die Bundeswehr beim Bekämpfen des Brandes. Schwerpunkte waren dabei der Wassertransport mit Hochleistungspumpen, die Versorgung und Unterbringung der Hilfskräfte sowie die Führungsunterstützung.

„Der Einsatz in Meppen hat gezeigt, wie wichtig der Bereich Führung und Kommunikation in Einsatzlagen ist“, sagt THW-Präsident Albrecht Broemme. Seit Beginn des Einsatzes am 13. September hatte das THW kontinuierlich mehr Personal und Spezialtechnik aus den Ortsverbänden nach Meppen angefordert.

Mit 15 Großpumpen förderte das THW durchschnittlich 20 000 Liter Wasser pro Minute über eine Strecke von insgesamt 18 Kilometer zur Löschung des Moorbrandes. Weitere Einsatzkräfte aus den Bereichen Logistik sowie Führung und Kommunikation befestigten provisorisch Zufahrten ins Moor und setzten Mobile Hochwasserpegel zur Kontrolle der Gewässer ein, aus denen sie Löschwasser entnahmen.

Erstmals baute das THW in einem Einsatz auch einen standardisierten Bereitstellungsraum 500 (BR 500) auf, um die mehreren hundert Einsatzkräfte zu verpflegen und unterzubringen. Je länger die Löscharbeiten andauerten, umso größer wurde auch die Anzahl der Einsatzkräfte von Bundeswehr, Bundeswehrfeuerwehr, Feuerwehr und THW. Daher erweiterten die THW-Kräfte den BR 500 zu einem BR 1500 und verpflegten in der Spitze bis zu 1 700 Einsatzkräfte mit vier Mahlzeiten am Tag. „Das Konzept des Bereitstellungsraums 500 hat sich im Einsatz als erfolgreich und notwendig bewiesen und wird weiter ausgebaut“, sagt THW-Präsident Albrecht Broemme.

Nachdem die Bundeswehr ab Ende September nach und nach die Aufgaben der THW-Helferinnen und -Helfer übernommen hatten, beendete das THW am 07. Oktober den Einsatz. Die Löscharbeiten der Bundeswehr dauerten noch bis zum 9. Oktober an. Einen Überblick über den THW-Einsatz gibt Ihnen dieses Video.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

© THW