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2.097 Legalisationen wurden vom Regierungspräsidium erteilt

© RP Gießen

Serie „Zahl des Monats“:  Deutsche Dokumente fit fürs Ausland machen

Gießen. Ob Hochschulzeugnis, Geburtsurkunde oder der Gesellenbrief – oft werden deutsche Dokumente im Ausland nur anerkannt, wenn sie vorher von einer Behörde beglaubigt wurden. Denn eine Legalisation bestätigt die Echtheit des Siegels und der Unterschrift auf dem Papier. In Mittelhessen ist das Regierungspräsidium Gießen (RP) genau dafür zuständig und für alle Fragen rund um das Thema der richtige Ansprechpartner. Allein im vergangenen Jahr erteilte das RP insgesamt 2.097 solcher Legalisationen.

„Bei Beglaubigungen deutscher Dokumente für ausländische Behörden handelt es sich um ein komplexes Thema. Das RP steht den Bürgerinnen und Bürgern deshalb beratend zur Seite“, sagt Regierungspräsident Christoph Ullrich. Die Zahlen zeigen: Legalisationen bleiben ein gefragtes Thema. Wer von den zuständigen ausländischen Stellen die Notwendigkeit einer Legalisation bestätigt bekommen hat, sollte sich daher zeitnah darum bemühen, dass sie erteilt wird.

„Generell wird zwischen zwei verschiedenen Arten der Legalisation unterschieden“, berichtet RP-Mitarbeiterin Julia Nowey: Der Apostille nach dem Haager Übereinkommen sowie der Beglaubigung. Bei der Apostille handle es sich um ein vereinfachtes Verfahren, nach dessen Abschluss die Legalisation direkt bei ausländischen Behörden vorgelegt werden könne. Bei einer Beglaubigung nimmt nach der Ausstellung noch das Generalkonsulat oder die Botschaft des Ziellandes eine Überbeglaubigung vor. Welche Art der Legalisation aber erteilt werden kann, richtet sich nach internationalen Abkommen. „Hierfür kann das Regierungspräsidium Gießen auf eine Übersicht sämtlicher Ländervorschriften zugreifen“, sagt die RP-Mitarbeiterin.

Um sich Zeit und unnötige Wege zu sparen, empfiehlt Julia Nowey deshalb eine vorherige telefonische Kontaktaufnahme: „So kann vorab geprüft werden, ob noch weitere Stellen, beteiligt werden müssen, oder ob die Zuständigkeit zur Erteilung der Legalisation bei einer anderen Behörde liegt.“ Etwaige Stolpersteine und Probleme könne man so umgehen.

Interessierten Bürgerinnen und Bürgern gibt RP-Mitarbeiterin Julia Nowey gerne Hilfestellung. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0641/303-2217 oder per E-Mail julia.nowey@rpgi.hessen.de. Generell können Dokumente auch persönlich oder auf dem Postweg übermittelt werden. Bei einer persönlichen Vorsprache können die Dokumente samt Legalisation in der Regel nach einer kurzen Wartezeit direkt wieder in Empfang genommen werden.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Gießen unter www.rp-giessen.de zu finden.

Stichwort: Zahl des Monats

Eine Zahl besteht aus einer Ziffer oder mehreren, und sie sagt erst einmal nichts aus. Dahinter verstecken sich aber oft spannende Themen mit einem „Ach, das wusste ich noch gar nicht“-Effekt. In der Reihe „Zahl des Monats“ stellt das Regierungspräsidium Gießen interessante Zahlen aus dem Verwaltungsalltag vor und beleuchtet dabei Wissenswertes. Bürgerinnen und Bürger erhalten dadurch einen noch tieferen Einblick in die Aufgaben einer Mittelbehörde, die viel spannender ist, als vielleicht gedacht. Grafik: © RP Gießen